„Die Ele­fan­ten müs­sen geschützt wer­den“, sagt Edda Affeldt ein­dring­lich, wäh­rend sie sich über die Kar­te Keni­as beugt.
Affeldt, die in August­dorf als Natur­park­füh­re­rin unter­wegs ist, hat in der Ver­gan­gen­heit die Dünen August­dorfs gegen Mount Elgon im Osten Keni­as eingetauscht

Der erlo­sche­ne Vul­kan an der Gren­ze zwi­schen Ugan­da und Kenia, beher­bergt eine Sen­sa­ti­on, von der nur weni­ge Per­so­nen wis­sen. Der knapp 4300  Meter hohe Berg dient nicht nur als Was­ser­re­ser­voir für meh­re­re Mil­lio­nen Men­schen. Er dient auch als Nah­rungs­quel­le für eine Grup­pe von gut 160 afri­ka­ni­schen Savanneelefanten.

Die Grup­pe nutzt den Berg, um an die mine­ral­rei­che Erde zu gelan­gen, die unter den längst ver­trock­ne­ten Lava­zun­gen liegt. Dazu gra­ben die Dick­häu­ter mit ihren Stoß­zäh­nen Löcher in den Boden. Dadurch ent­stand seit über 15.000 Jah­ren inner­halb des Ber­ges ein Höh­len­ge­flecht, das bis zu 250 Meter in die Tie­fe reicht.

„Dass Ele­fan­ten Höh­len gra­ben, kennt man sonst nir­gend­wo auf der Welt“, schil­dert Affeldt, die für ihre For­schung auch mit Ian Red­mond Kon­takt auf­ge­nom­men hat. Der in Malay­sia gebo­re­ne Bio­lo­ge hat­te auch mit der legen­dä­ren Dian Fos­sey zusam­men­ge­ar­bei­tet, deren Leben in dem Film „Goril­las im Nebel“ ver­filmt wurde.

„Die Ele­fan­ten­her­de zähl­te in den 80er Jah­ren knapp 1000 Mit­glie­der“, berich­tet Affeldt. Durch Wil­de­rei sei die Zahl mitt­ler­wei­le auf 180 Exem­pla­re zurückgegangen.

Affeldt hat es sich zur Auf­ga­be gemacht, die­se Ele­fan­ten zu schüt­zen. „Mein Ziel ist es, eine Daten­bank mit den Erb­gut­in­for­ma­tio­nen aller Ele­fan­ten in die­ser Her­de zu erstel­len. Dazu müs­sen die Dick­häu­ter indi­vi­du­ell erfasst wer­den“, schil­dert sie ihr Vorhaben.

Ein gro­ßes Unter­fan­gen, auf das sich die 46-jäh­ri­ge da ein­lässt. Denn unge­fähr­lich ist es in dem Grenz­ge­biet nicht, das durch lang­jäh­ri­ge Bür­ger­krie­ge gezeich­net ist.

Das ist aber für Edda Affeldt kein Grund „ihre“ Ele­fan­ten zu ver­nach­läs­si­gen. Im Augen­blick ver­sucht sie noch wei­te­re Spon­so­ren für ihre For­schung zu gewin­nen. „Das gestal­tet sich als Her­aus­for­de­rung, da die­ses Pro­jekt in Deutsch­land das ein­zi­ge ist, dass sich frei­le­ben­den Ele­fan­ten in Ost­afri­ka wid­met“, so Affeldt.

Wer sie kennt, weiß aber, dass sie nicht eher auf­ge­ben wird, bis sie auch die­ses Pro­blem gelöst hat.

Von Redaktion

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