Wie kann man Kin­dern Tra­di­ti­on und die Geschich­te des eige­nen Dor­fes nahe­brin­gen? Die­se Fra­ge stel­len sich sicher­lich nicht nur zahl­rei­che Eltern, son­dern auch vie­le Leh­re­rin­nen und Lehrer.

Und auch Ute Krau­se, Schul­lei­te­rin der Grund­schu­le In der Sen­ne hat­te sich die Fra­ge gestellt und hat auch eine Ant­wort dar­auf gefun­den. „Mit den Kin­dern der zwei­ten Klas­se haben wir das Pro­gramm Hei­mat­for­scher ins Leben geru­fen“, berich­tet Krau­se. Die Kin­der haben natür­lich einen gro­ßen Vor­teil: Das Muse­um des Hei­mat­ver­eins ist direkt im Kel­ler des Schulgebäudes.
„Hier ler­nen die Kin­der nicht nur anhand von Fil­men, wie es frü­her war, son­dern sie über­le­gen sich auch, wie sie die Inhal­te span­nend den Bewoh­nern des Senio­ren­heims ver­mit­teln kön­nen“, so Krau­se. Denn auch dort sind die Kin­der aktiv. „Im Rah­men der Arbeits­ge­mein­schaft „Begeg­nung der Genera­tio­nen“, besucht eine Grup­pe von Kin­dern regel­mä­ßig das Alten­heim, um mit den Bewoh­ner zu sin­gen, zu bas­teln und zu spie­len“, so die Schulleiterin.

Durch das Pro­jekt im Hei­mat­mu­se­um haben laut Krau­se für die Kin­der nun neue Anknüp­fungs­punk­te erge­ben, um mit den Bewoh­nern des Alten­heims ins Gespräch zu kom­men. „Unse­re Schü­ler for­schen zu The­men wie Klei­dung: frü­her und heu­te oder auch Beru­fe: frü­her und heu­te“, erläu­tert Krau­se das Themenspektrum.

Ein­mal pro Woche fin­den sich sechs bis sie­ben Kin­der im Hei­mat­mu­se­um zusam­men um unter der Anlei­tung der Kul­tur­päd­ago­gin Sabi­ne Rott in die Ver­gan­gen­heit August­dorfs ein­zu­tau­chen. Die Kin­der beschäf­ti­gen sich in der Arbeit auch mit den Inhal­ten der alten Hand­wer­ke, der Sen­ne und der Orts­grün­dung August­dorfs“, erläu­tert Sabi­ne Rott.

Und sie haut auch einen wei­te­ren Vor­teil des Pro­jek­tes aus­ge­macht: „Indem sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit allen Sin­nen dem The­ma nähern, kön­nen über das Betrach­ten der Expo­na­te im Hei­mat­kel­ler und über das Anfas­sen und Aus­pro­bie­ren alter Gegen­stän­de vie­le Ebe­nen des Ler­nens und Expe­ri­men­tie­ren ergeben.

Damit das Gelern­te nicht in Ver­ges­sen­heit gerät ent­schei­det die Grup­pe über eine krea­ti­ve Umset­zung der Inhal­te. „Das kön­nen foto­gra­fi­sche Arbei­ten sein, aber auch bild­ne­ri­sches Gestal­ten oder auch die Ent­wick­lung einer Smart­pho­ne-App“, so Rott.
Auch die Kin­der sind begeis­tert. Das Pro­jekt macht mir Spaß, weil man dadurch Spie­len und Ler­nen kann“, freut sich die sie­ben­jäh­ri­ge Sinia.

Und auch ihre Klas­sen­ka­me­ra­din Vero­ni­ka hat gefal­len an dem Pro­jekt gefun­den: „Ich hof­fe, dass wir das noch lan­ge wei­ter­ma­chen kön­nen“, wünscht sie sich.

Von Redaktion

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