Immer wie­der gibt es Mei­nun­gen und Ver­mu­tun­gen, dass der Schlings­bruch auf­grund von umge­ben­den Natur- und Land­schafts­schutz­ge­bie­ten nicht aus­ge­baut wer­den dür­fe und auch, dass eben­falls kein ganz­jäh­rig bespiel­ba­rer Sport­platz erstellt wer­den könne.

Der Kreis Lip­pe hat nun auf eine Anfra­ge von SPD-Frak­ti­ons­chef Hein­rich Georg Schnei­der geant­wor­tet und erklärt: „Der Schlings­bruch kann, wie geplant, aus­ge­baut werden”.

Dani­el Tela­ar, Fach­ge­biets­lei­ter für Land­schaft und Natur­haus­halt erklärt, dass es einen bestehen­den Bebau­ungs­plan für das Are­al gebe, „das für Frei­zeit und Sport vor­ge­se­hen ist und bereits seit Lan­gem ent­spre­chend genutzt wird.”

Eine inne­re Umge­stal­tung des Are­als mit der glei­chen Nut­zung sei natur­schutz­recht­lich und land­schafts­pla­ne­risch unbe­denk­lich. Da das Land­schafts­schutz­ge­biet nur tan­giert wer­de, sei es nicht unmit­tel­bar von dem Vor­ha­ben betrof­fen. „Die Umge­bung eines Land­schafts­schutz­ge­bie­tes ist nicht von die­ser Schutz­ge­biets­ka­te­go­rie erfasst”, so Telaar.

Die Aspek­te, die natur­schutz­fach­lich zu betrach­ten sei­en, bezö­gen sich auf den Arten­schutz, die Ein­griffs­re­ge­lung nach Bau­GB und die even­tu­el­len Wir­kun­gen auf das angren­zen­de FFH-Gebiet. „Bei allen drei Punk­ten kann ich der­zeit kei­ne Umstän­de erken­nen, die zu einem Ver­sa­gen des Pro­jek­tes füh­ren könn­ten, auch eine mög­li­che Inten­si­vie­rung der Nut­zung des Are­als sehe ich nicht als Umstand an, der das FFH-Gebiet in sei­ner Qua­li­tät dau­er­haft schä­di­gen kann”, stellt Dani­el Tela­ar fest.

Even­tu­ell könn­ten im Rah­men der Pla­nun­gen durch Gut­ach­ter Umstän­de auf­ge­zeigt wer­den, die eine ande­re Bewer­tung des Vor­ha­bens zur Fol­ge haben; „auf­grund mei­ner Erfah­run­gen hal­te ich sol­che Umstän­de für unwahr­schein­lich”, schließt der Fach­ge­biets­lei­ter sei­ne Einschätzung.

Schnei­der zeigt sich über die Aus­sa­ge erfreut. „Nun feh­len nur noch die För­der­gel­der und es kann los­ge­hen!”, erklärt er.

Damit bestehen recht­lich gute Vor­aus­set­zun­gen, das förm­li­che Ver­wal­tungs­ver­fah­ren zur Geneh­mi­gung des umge­stal­te­ten Frei­zeit­are­als einzuleiten.

Von Redaktion

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