Spannende Einsichten beim Thermografiespaziergang

Lese­zeit: unge­fähr 2 Minu­ten Wie sieht eigent­lich mein Haus mit einer Ther­mo­gra­fie­ka­me­ra aus? Gibt es Stel­len, die ich noch sanie­ren könn­ten? Die­se und vie­le

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Wie sieht eigentlich mein Haus mit einer Thermografiekamera aus? Gibt es Stellen, die ich noch sanieren könnten? Diese und viele weitere Fragen hatten die Teilnehmer im Gepäck, die sich abends im Bürgerzentrum trafen, um von dort aus mit Klimaschutzmanager Lamine Traoré und Dipl.-Ing Matthias Ansbach von der Verbraucherzentrale NRW einen Spaziergang der besonderen Art zu veranstalten. Ansbach hatte gleich zwei Thermografiekameras dabei, damit sich alle Teilnehmer einen Eindruck der Technik verschaffen konnten. Das erste Ziel war das Haus von Wolfgang Blüsse, Leser der Augustdorfer Nachrichten. Ansbach erklärte Blüsse wie gut saniert sein Haus sei und hatte auch gleich einen Tipp für ihn parat. "Die Kellerdecke könnte besser gedämmt werden", erläuterte der Experte nach einem Blick auf die Kamera. "Das Foto bildet das Haus in verschiedenen Farbtönen ab. Diese spiegeln die infraroten Wärmestrahlen wider. Warme Stellen werden nach dem Prinzip der Thermografie rot dargestellt, kühlere Stellen in der Farbe blau. Mittlere Temperaturen erscheinen in gelb und grün – wobei gelb etwas wärmer ist, grün etwas kühler", so Ansbach. [caption id="attachment_5203" align="alignleft" width="300"] Ein Blick auf die Kamera zeigt deutlich, wo die Wärme aus dem Haus dringt. (Foto: Wolff)[/caption] Wer mit diesem Prinzip Wärme-Schwachstellen an seinem Haus ausmachen möchte, muss bereits beim Erstellen der Thermografie-Bilder ein paar Dinge beherzigen. Nicht ratsam ist es zum Beispiel, die Bilder bei hohen Außentemperaturen und Sonnenschein zu machen, wenn das Haus nicht beheizt ist. Die roten Stellen, die auf dem Foto dargestellt werden, bilden nämlich lediglich die in der Fassade gespeicherte Wärme der Sonnenbestrahlung ab. Sie bedeuten nicht, dass dieser Bereich des Hauses, energetisch gesehen, einwandfrei ist. Um Wärmebilder zu bekommen, die aussagekräftig sind, muss daher unbedingt ein Unterschied vorliegen zwischen der Außentemperatur und der im Gebäude. Auch Tageszeit und Witterung spielen eine Rolle. Am besten ist es, die Wärmebilder bei Dunkelheit zu schießen. Ideal ist es, wenn die Temperaturen knapp über Null liegen und es nicht regnet. Grund: Die Temperaturunterschiede sind in solch einem Fall ausreichend groß. Auch Niederschläge können dann das Resultat nicht verfälschen. Am Schluss werden die gemachten Fotos von einem besonderen Programm ausgewertet. Bei älteren, ungedämmten Häusern sind meist viele rote Stellen auf dem Bild zu sehen, weil durch fehlende oder unzureichende Dämmung viel Wärme durch die Wände nach außen dringt. Lamine Traoré zeigte sich über den Zuspruch an dem Abend erfreut. "Ich finde es toll, dass sich so viele für das Thema interessieren", so der Klimaschutzmanager. Wolfgang Blüsse, wie auch die weiteren Teilnehmer, zeigten sich ebenfalls von dem Abend beeindruckt. "Das war schon toll, das eigene Haus thermografisch zu sehen, Für mich hat sich der Abend in jedem Fall gelohnt", zog Wolfgang Blüsse sein klares Fazit. Nun will er im nächsten Schritt überlegen, wie er die Dämmung umsetzen kann.
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