Über 50 Beru­fe, über 66.000 Arbeits­plät­ze und mehr als 430 Aus­bil­dungs­stät­ten in ganz Deutsch­land: Es gibt zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten, um auch als Zivi­list oder Zivi­lis­tin bei der Bun­des­wehr Kar­rie­re zu machen. Die beruf­li­chen Chan­cen in der Bun­des­wehr sind vielfältig.
Mit der Bun­des­wehr ver­bin­den die meis­ten Leu­te Men­schen in Uni­form – Sol­da­ten und Soldatinnen.
Die mili­tä­ri­schen Lauf­bah­nen sind aber nicht der ein­zi­ge Weg, um bei der Bun­des­wehr Kar­rie­re zu machen. Über 82.000 der rund 265.000 Bun­des­wehr­an­ge­hö­ri­gen haben sich für eine zivi­le Lauf­bahn bei der Bun­des­wehr ent­schie­den. Ob als Inge­nieu­rin, Kran­ken­pfle­ger, Sach­be­ar­bei­te­rin oder bei der Feu­er­wehr – sie hal­ten im Inland wie im Aus­land den Uni­for­mier­ten den Rücken frei.
Unter ihnen sind auch zahl­rei­che Aus­zu­bil­den­de und Beschäf­tig­te in Kooperationsprojekten.

Die meis­ten sind Tarifbeschäftigte

Der Groß­teil der zivi­len Ange­hö­ri­gen bei der Bun­des­wehr sind Tarif­be­schäf­tig­te. Die Übri­gen sind Beam­tin­nen und Beam­ten in ver­schie­de­nen Laufbahngruppen.
Sie alle arbei­ten ent­we­der in tech­ni­schen oder nicht-tech­ni­schen Berufen.
Über 10.000 der Zivil­be­schäf­tig­ten arbei­ten im Bereich Wehrtechnik.
16 tech­ni­sche Beru­fe vom Elek­tro­ni­ker bis zur tech­ni­schen Pro­jekt­ma­na­ge­rin ste­hen hier zur Auswahl.
Im Fokus ihrer Arbeit ste­hen die Ent­wick­lung, Erpro­bung und Beschaf­fung von Wehr­ma­te­ri­al – von ITIn­for­ma­ti­ons­tech­nik- und Waf­fen­sys­te­men bis zu per­sön­li­chen Ausrüstungsgegenständen.

Zivi­le Lauf­bah­nen bei der Bun­des­wehr: Kaum ein Beruf, den es nicht gibt

Im nicht-tech­ni­schen Bereich, der Bun­des­wehr­ver­wal­tung, ist die Aus­wahl an Beru­fen noch größer.
Über 40.000 Ange­stell­te arbei­ten hier in 40 Beru­fen. Gärt­ner, Psy­cho­lo­gin­nen, Kauf­leu­te für Büro­ma­nage­ment, Maler und Lackie­rin­nen, Ver­wal­tungs­fach­an­ge­stell­te sowie Tier­pfle­ger – es gibt fast nichts, was es bei der Bun­des­wehr nicht gibt.
Die übri­gen 30.000 Zivi­lis­ten und Zivi­lis­tin­nen fin­den sich in der Rechts­pfle­ge, der Mili­tär­seel­sor­ge und in den Streitkräften.

Zivi­le Lauf­bah­nen bei der Bun­des­wehr vom Aus­zu­bil­den­den bis zum Meister

Um eine zivi­le Aus­bil­dung bei der Bun­des­wehr absol­vie­ren zu kön­nen, benö­ti­gen die Bewer­ber min­des­tens einen Haupt­schul­ab­schluss. Neben Berufs­aus­bil­dun­gen bie­tet die Bun­des­wehr auch dua­le Stu­di­en­gän­ge an, bei­spiels­wei­se für Infor­ma­tik, Public Admi­nis­tra­ti­on oder Wehr­tech­nik. Vor­aus­set­zung ist hier­für ein Fachabitur.
Wer erst ein­mal nur rein­schnup­pern möch­te, kann sich auch für ein Prak­ti­kum ent­schei­den. Ent­we­der als Berufs­ein­stieg bei der Bun­des­wehr oder als Vor­be­rei­tung für das eige­ne Studium.

Kar­rie­re in der Bundeswehr

Die Bun­des­wehr zählt mit mehr als 250.000 Mit­ar­bei­tern zu den größ­ten Arbeit­ge­bern in Deutschland.
Sie bie­tet eine Viel­zahl an Beru­fen, Aus­bil­dungs- und Stu­di­en­mög­lich­kei­ten. Frei nach dem Mot­to „Ver­ant­wor­tung über­neh­men und wei­ter­kom­men” kön­nen qua­li­fi­zier­te Frau­en und Män­ner sehr unter­schied­li­che mili­tä­ri­sche oder zivi­le Kar­rie­re­we­ge einschlagen.

Wege zur Bundeswehr

Ob über die mili­tä­ri­sche oder zivi­le Lauf­bahn, ein „Rein­schnup­pern“ über Prak­ti­ka oder den Frei­wil­li­gen Wehr­dienst: Die Wege zur Bun­des­wehr sind viel­sei­tig. Inter­es­sen­ten steht ein umfang­rei­ches Bera­tungs­an­ge­bot zur Ver­fü­gung. Über eine kos­ten­lo­se Hot­line und Kar­rie­rechats kön­nen sie grund­le­gen­de Infor­ma­tio­nen erhal­ten. In einem der 110 Kar­rie­re­bra­tungs­bü­ros wer­den sie unver­bind­lich und indi­vi­du­ell beraten.

Beson­der­hei­ten des Soldatenberufs

Wer Sol­dat wer­den möch­te, muss min­des­tens 17 Jah­re alt sein. Im per­sön­li­chen Gespräch wer­den der Dienst an der Waf­fe und die Bereit­schaft zu Aus­lands­ein­sät­zen sowie deren Gefah­ren thematisiert.
Hin­zu kommt die Fra­ge der Mobi­li­tät, denn Sol­da­ten kön­nen bun­des­weit ein­ge­setzt wer­den. Die Bewer­ber wer­den im Anschluss in einem Kar­rie­re- oder Assess­ment­cen­ter der Bun­des­wehr auf ihre kör­per­li­che, geis­ti­ge und cha­rak­ter­li­che Eig­nung geprüft.
Neben fach­li­chen Kom­pe­ten­zen erfor­dert der Dienst in den Streit­kräf­ten phy­si­sche und psy­chi­sche Stär­ke. Als Sol­dat muss man kör­per­lich top­fit sein und in Stress­si­tua­tio­nen rich­tig reagieren.

För­de­rung der Mitarbeiter

Die Streit­kräf­te för­dern ihr Per­so­nal. Umfas­sen­de Aus- und Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten tra­gen dazu bei, dass sich die mili­tä­ri­schen und zivi­len Mit­ar­bei­ter ihre Poten­zia­le ent­fal­ten und sich fach­lich sowie per­sön­lich wei­ter­ent­wi­ckeln kön­nen. Als Sol­da­tin oder Sol­dat machen Sie übri­gens zwei Kar­rie­ren: Neben der mili­tä­ri­schen Aus­bil­dung wer­den Sie gleich­zei­tig zivil­be­ruf­lich aus­ge­bil­det oder stu­die­ren. Auch die Bun­des­wehr­ver­wal­tung bie­tet viel­fäl­ti­ge Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten. Allein hier kann in über 40 Beru­fen Kar­rie­re gemacht werden.

Trend­wen­de Personal

Erst­mals seit Ende des Kal­ten Krie­ges sol­len die Streit­kräf­te wie­der wach­sen und die bis­lang star­ren per­so­nel­len Ober­gren­zen für die Per­so­nal­stär­ke entfallen.
Statt­des­sen wird ein atmen­der Per­so­nal­kör­per fle­xi­bel an den tat­säch­li­chen Auf­ga­ben der Trup­pe und damit am rea­len Bedarf ausgerichtet.
Bis 2024 soll die Trup­pen­stär­ke um rund 12.000 Zeit- und Berufs­sol­da­tin­nen und ‑sol­da­ten, etwa 1.000 Reser­vis­ten­dienst Leis­ten­de sowie rund 5.000 zivi­le Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter wachsen.
Ange­strebt wird eine Per­so­nal­stär­ke von ins­ge­samt rund 198.000 Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten und 61.400 Haus­halts­stel­len für Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter im zivi­len Bereich.

Aktiv.Attraktiv.Anders.

Qua­li­fi­zier­ten Nach­wuchs für die Bun­des­wehr zu gewin­nen, ist und bleibt eine der zen­tra­len stra­te­gi­schen Her­aus­for­de­run­gen. Dazu muss der Dienst in der Bun­des­wehr attrak­ti­ver werden.
Eine Ver­bes­se­rung der Ver­gü­tung, vor allem aber sub­stan­zi­el­le Ver­bes­se­run­gen der Arbeits­be­din­gun­gen, neue Kar­rie­re­pfa­de, mehr Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf sowie mehr Chan­cen­ge­rech­tig­keit sind die Schlagworte.
Ein attrak­ti­ver Arbeit­ge­ber sein, um im Wett­be­werb um den Nach­wuchs bestehen und eige­ne Res­sour­cen aus­bau­en zu kön­nen, ist das sys­te­ma­ti­sche Ziel der Personalstrategie.
Dazu wur­de ein Bün­del an Zukunfts­the­men iden­ti­fi­ziert, um das Per­so­nal­ma­nage­ment der Bun­des­wehr fit für die Zukunft zu machen und den gestie­ge­nen Ansprü­chen an einen wett­be­werbs­fä­hi­gen Arbeit­ge­ber gerecht zu werden.
Damit führt die Bun­des­wehr auch die 2014 begon­ne­ne und breit ange­leg­te Offen­si­ve Agen­da Attrak­ti­vi­tät kon­se­quent fort. Mit über 30 Maß­nah­men, die kei­ne gesetz­li­che Rege­lung erfor­der­ten, sowie 25 Maß­nah­men des 2015 ver­ab­schie­de­ten „Geset­zes zur Stei­ge­rung der Attrak­ti­vi­tät des Diens­tes in der Bun­des­wehr“ wur­de bereits Enor­mes erreicht.
Der Dienst bei der Bun­des­wehr, egal ob in Uni­form oder in Zivil, ist in beson­de­rem Maße sinn­stif­tend und qua­li­fi­zie­rend. Jeder wird beson­ders gefor­dert und des­halb gefördert.

Von Redaktion

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