Nach zehn Jah­ren sehr erfolg­rei­cher Arbeit hat die Mit­glie­der­ver­samm­lung des SC August­dorf e.V. beschlos­sen zum Ende der Sai­son also zum 30.06.2020 den Betrieb ein­zu­stel­len und den Ver­ein aufzulösen.

Der Vor­stand hat es sich nach eige­nen Anga­ben mit der Ent­schei­dung, der Mit­glie­der­ver­samm­lung die Ver­eins­auf­lö­sung vor­zu­schla­gen, nicht leicht gemacht, da die Her­zen des Vor­stan­des an dem „klei­nen“ Ver­ein hängen.

In den letz­ten Jah­ren habe es aber Ent­wick­lun­gen gege­ben, die dazu geführt hät­ten, die­sen Schritt zu gehen

„Dazu muss man sagen, dass wir nicht die Schuld bei ande­ren suchen wol­len. Den­noch gibt es eini­ge Fak­ten, die genannt w erden müs­sen”, heißt es in einer Pressemitteilung.

So habe der Ful­kreis Det­mold ent­schie­den, dass der Hei­de­sport­platz zu klein für den Spiel­be­trieb im Her­ren­fuß­ball sei, ob wohl laut DFB Sta­tu­ten die Platz­grö­ße aus­rei­che. „Lie­ber ein klei­ner Sport­platz als kein Platz”, schreibt der Vor­stand in einer Mitteilung.

Nach die­ser Ent­schei­dung habe es jedoch Aus­nah­me­ge­neh­mi­gun­gen gege­ben, „mit der Auf­la­ge, einen grö­ße­ren Platz zu finden.”

Dar­auf­hin wur­de sei­tens der Gemein­de August­dorf ein Sport­stät­ten­kon­zept ent­wi­ckelt , wel­ches vor­sieht, dass die Heim­spiel­stät­te, der Hei­de­sport­platz  in den Hei­de­park umge­baut wer­den soll.

Trotz vie­ler Gesprä­che mit Ver­tre­tern der Gemein­de August­dorf, dem Gemein­de­sport­ver­band , dem FC August­dorf und dem Ful­kreis Det­mold lief in die­ser Pha­se die Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung für den Her­ren­fuß­ball auf dem Hei­de­sport­platz aus.

„Daher waren wir gezwun­gen auf dem hin­te­ren Sport­platz des Schlings­bruchs zu spie­len. Da es dort jedoch kei­ne Umklei­de­ka­bi­nen mit Dusch­mög­lich­kei­ten gibt und der FC August­dorf das Sport­haus gepach­tet hat, hät­ten wir uns als Unter­mie­ter mit dem FC August­dorf über eine Miet­ge­bühr eini­gen müs­sen. Die For­de­run­gen waren jedoch deut­lich über unse­rem Bud­get”, erklärt der Vorstand.

Auf dem Hei­de­sport­platz­auf habe der Ver­ein kei­ne Kos­ten für die Nut­zung Kabi­nen gehabt.

Die Situa­ti­on habe jedoch dazu geführt, dass sich kei­ne Her­ren­mann­schaft mehr gemel­det habe und der Ver­ein einen enor­men Mit­glie­der­rück­gang zu ver­zeich­nen hat­te. Dadurch habe die Wahr­neh­mung des Ver­eins im Dorf hat „immens gelit­ten”. Dies habe wie­der­um Ein­fluss auf die Jugend­ab­tei­lung gehabt, die vor­her einen deut­li­chen Zuwachs zu ver­zeich­nen hatte.

Nach­dem nun der Hei­de­park ent­ste­hen soll sah der Vor­stand kei­ne Per­spek­ti­ve mehr. „Daher wur­de auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung der An trag auf Ver­eins­auf­lö­sung gestellt”, erklärt dieser.

Die „gro­ßen“ Leid­tra­gen­den sei­en  die Jugend­mann­schaf­ten. „Die Kin­der haben eini­ge Jah­re bei uns sehr erfolg­reich Fuß­ball gespielt und müs­sen sich nun neue Ver­ei­ne suchen.”, bedau­ert der Vor­stand. „Es tut uns sehr leid, dass wir, die ehren­amt­li­chen Trai­ner, Hel­fer und der Vor­stand, nun nicht mehr für die­se Kin­der da sein kön­nen. Auch um die sozia­len Pro­jek­te, wie sei­ner­zeit die Unter­stüt­zung der Flücht­lin­ge und ande­re Hil­fen für Insti­tu­tio­nen sowie unse­re August­dor­fer Gemein­de tut es uns sehr leid”, heißt es in der Pressemitteilung.

Mit den Wor­ten: „Wir bedan­ken uns herz­lich auf die­sem Wege bei allen akti­ven , pas­si­ven und ehe­ma­li­gen Mit­glie­dern, bei allen Ehren­amt­lern, Trai­nern , Betreu­ern und allen Hel­fern sowie unse­ren Spon­so­ren , die uns in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren unter­stützt  haben”, endet der Brief und läu­tet das Ende einer Ära ein.

Von Redaktion

Ein Gedanke zu „SC Augustdorf löst sich auf“
  1. Nor­ma­ler­wei­se gibt es so etwas nicht, dass sich in einer Gemein­de ein Sport­ver­ein nach 10 Jah­ren guter erfolg­rei­cher ehren­amt­li­cher Arbeit mit und für die Jugend in der Gemein­de auf­löst, weil er kei­ne Stät­te mehr hat, den Sport aus­zu­üben und kei­ne Mög­lich­keit hat für Umkleide…….Normalerweise gibt es das nicht. Aber in August­dorf gibt es das nicht zum ers­ten Mal. Und der Vor­sit­zen­de des Gemein­de­sport­ver­ban­des fürch­tet jetzt schon, dass es nicht nur den SC August­dorf, son­dern auch den FC August tref­fen wird. Wenn in die­sem Jahr erst geplant wird, den Schling­bruch für ganz­jäh­ri­gen Fuß­ball irgend­wann mal aus­zu­bau­en, dann darf man getrost auch beim FC August­dorf sich dar­auf vor­be­rei­ten schon, dass der Nie­der­gang des tra­di­ti­ons­rei­chen Ver­eins nicht mehr lan­ge auf sich war­ten lässt.
    Man erin­nert sich wie rigo­ros der Bür­ger­meis­ter den dama­li­gen FCE aus bis heu­te nicht geklär­ten Grün­den ent­sorgt hat. Man erin­nert sich wie die Lip­pi­sche Lan­des­zei­tung immer wie­der gefragt ha, was denn in August­dorf noch zer­stört wer­den soll. Man erin­nert sich an die Jah­re der Que­re­len zwi­schen Bür­ger­meis­ter und Gemeindesportverband.….an Herbst­kir­mes, Holz­schuh­tanz und Frei­bad und Erich-Käs­t­ner-Schu­le, und an die unauf­hör­li­chen Atta­cken gegen das Haus Funkenflug…
    Wäre dem SC August­dorf gehol­fen wor­den, wenn die August­dor­fer Tür­ken nicht so deut­lich dar­in ver­tre­ten gewe­sen wären , und viel­leicht mehr Neu­bür­ger aus dem Osten dar­an betei­ligt gewe­sen wären ???? Das schämt man sich fast zu fra­gen , aber ver­mu­ten muss man es leider.….
    Micha­el Müller

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