Nach der letz­ten Sit­zung des Haupt- und Finanz­aus­schus­ses scheint eine inter­kom­mu­na­le Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Det­mold in den Berei­chen Sicher­heit und Ord­nung in eher wei­te Fer­ne gerückt. Den Vor­schlag der Ver­wal­tung, die Ein­rich­tung eines inter­kom­mu­na­len Ord­nungs­diens­tes als grund­sätz­lich posi­tiv zu unter­stüt­zen lehn­ten die Frak­tio­nen ab und for­der­ten erst ein­mal ein inter­frak­tio­nel­les Gespräch, das gemein­sam mit Mit­ar­bei­tern des Ord­nungs­am­tes statt­fin­den soll.

Die Vor­la­ge der Ver­wal­tung mach­te auch bereits deut­lich, wor­an das Pro­jekt schei­tert: Geld und Zeit: „Aktu­ell gibt der Haus­halt aber kei­ne vol­le Stel­le der Ent­gelt­grup­pe 8 her, dies wird im Rah­men der Haus­halts­pla­nung für 2021 erneut betrach­tet“, hieß es in der Vor­la­ge. zudem sei auch der knap­pe Zeit­plan nicht einzuhalten.
Die Ver­wal­tung schlug vor, mit den betei­lig­ten Part­nern kos­ten­güns­ti­ge­re Vari­an­ten im Kalen­der­jahr 2020 zu prü­fen und ein Kon­zept zu entwickeln.“

In der vor­letz­ten Sit­zung des Haupt- und Finanz­aus­schus­ses hat­te Peer Ree­se vom Team Ord­nung der Stadt Det­mold die Vor- und Nach­tei­le einer sol­chen Zusam­men­ar­beit beleuch­tet. Geht es nach Ree­se, hät­te das Pro­jekt schon im Juni die­ses Jah­res Rea­li­tät wer­den kön­nen. Danach sieht es nun aber nicht aus.

FWG-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Peter Kaup erklär­te, dass er sich nicht mehr sicher sei, ob August­dorf über­haupt von die­ser Zusam­men­ar­beit pro­fi­tie­ren wür­de. Da das Kon­zept 55.000 Euro im Jahr kos­ten wür­de, kön­ne die Gemein­de genau­so­gut die jet­zi­gen Aus­ga­ben von 13.500 Euro erhö­hen und hät­te dann bei zusätz­li­chen Stel­len, Mit­ar­bei­ter, die nur in August­dorf ein­ge­setzt würden.
Die­se Logik unter­stütz­te auch der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Lutz Mül­ler. „Die Mit­ar­bei­ter eines kom­mu­na­len Ord­nungs­diens­tes wären mehr auf der Stra­ße, als dass sie vor Ort sind“, monier­te er. Er unter­strich, dass ein inter­frak­tio­nel­les Gespräch auch die Wert­schät­zung der Mit­ar­bei­ter her­vor­he­be, bevor man „über deren Köp­fe hin­weg entscheide.“

Dani­el Klöp­per (SPD) for­mu­lier­te dann einen neu­en Beschluss­vor­schlag, bei dem die Ver­wal­tung nun auf­ge­for­dert wird, Gesprä­che mit den Mit­ar­bei­tern zu füh­ren und die Arbeit zu opti­mie­ren. „Gleich­zei­tig wol­len wir uns die Opti­on auf eine inter­kom­mu­na­le Zusam­men­ar­beit offen­hal­ten“, heißt es weiter.

Peer Ree­se hat­te erklärt, dass eine Zusam­men­ar­beit den Vor­teil bie­te, dass die Mit­ar­bei­ter häu­fig eine Ver­wal­tungs­aus­bil­dung genos­sen hät­ten. „Natür­lich kos­tet Sicher­heit Geld“, stell­te Ree­se damals klar. So habe man auch in Det­mold ler­nen müs­sen, dass das not­wen­dig sei. Die­ses Kon­zept lie­ße sich, auf­grund der geo­gra­fi­schen Lage, am bes­ten mit August­dorf und Horn-Bad Mein­berg gemein­sam wei­ter­ent­wi­ckeln. „Kom­mu­na­ler Ord­nungs­dienst Süd­lip­pe“ so war sei­ne Idee, könn­te auf den Uni­for­men der Mit­ar­bei­ter prangen.

Danach sieht es erst ein­mal nicht mehr aus.

Von Redaktion

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