„Es wird eine leben­de Ein­frie­dung ent­lang der Aka­zi­en­stra­ße errich­tet.“ So lau­te­te der Beschluss­vor­schlag, den die Ver­wal­tung in der letz­ten Sit­zung des Haupt- und Finanz­aus­schus­ses präsentierte.

Doch schon am Tag zuvor war der Beschluss Maku­la­tur gewor­den. Denn zu dem Zeit­punkt erhiel­ten die Poli­ti­ker ein Schrei­ben der Beschwer­de­füh­rer, die sich vor eini­ger Zeit mit Hil­fe ihres Anwalts Frank Pie­per an die Ver­wal­tung gewandt hat­ten. In dem jet­zi­gen Schrei­ben monier­ten sie die vor­ge­schla­ge­nen Lösungen.

Die­se sahen ent­we­der eine Ein­frie­dung in Form einer Dor­nen- oder Hain­bu­chen­he­cke vor, da die­se in Ver­bin­dung mit einer Rank­hil­fe, bestehend aus min­des­tens zwei gespann­ten Draht­sei­len, ein anfäng­li­ches Betre­ten des Grund­stücks unter­bin­det und zudem den Jung­pflan­zen das Aus­bil­den einer geschlos­se­nen Hecke ermög­licht. Die „leben­de Ein­frie­dung“ bie­te zudem deut­li­che ästhe­ti­sche und öko­lo­gi­sche Vorteile.

Zusätz­lich bestand nach Ansicht der Ver­wal­tung die Mög­lich­keit, eine Ein­zäu­nung ent­lang der Fahr­rad­ab­stell­an­la­gen zu errichten.
„Hier sind neben den Toren in der Hecke auch zusätz­li­che Tore im Zaun zu berück­sich­tigt“, hieß es in der Begrün­dung. Die Kos­ten wur­den dabei auf 22.500 Euro geschätzt, so dass der Haus­halts­an­satz um 10.000 Euro hät­te erwei­tert wer­den müssen.

Der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Lutz Mül­ler erklär­te, dass die Dis­kus­si­on um die Lärm­be­läs­ti­gung schon eine gan­ze Zeit anhal­te. „Wir wol­len mit den Anlie­gern zusam­men­kom­men und gemein­sam nach Lösungs­an­sät­zen suchen“, erklär­te er.
Auch SPD-Frak­ti­ons­chef Hein­rich Georg Schnei­der erklär­te, dass die Ziel­rich­tung die­sel­be sei. Er monier­te, dass der Bür­ger­meis­ter die Poli­tik nicht zum Ter­min ein­ge­la­den habe, der dann ohne Ergeb­nis ver­lau­fen sei „Nun wol­len wir mit den Beschwer­de­füh­rern spre­chen“, so Schneider.

Er bean­trag­te, dass der Vor­sit­zen­de des Aus­schus­ses für Bau, Pla­nung und Umwelt nicht nur die Mit­glie­der, son­dern auch die Anwoh­ner zu einem wei­te­ren Bespre­chungs­ter­min ein­la­den sol­le. Da so eine Ein­la­dung nor­ma­ler­wei­se vom Bür­ger­meis­ter aus­geht, nahm die­ser dies mit der Fra­ge zur Kennt­nis: „Wol­len Sie die Ver­wal­tung außen vor lasen?“
Wolf­gang Holitsch­ke soll nun vor der nächs­ten Sit­zung, die am 17.3. statt­fin­det, eine Vor-Ort Bege­hung ter­mi­nie­ren. Dabei sol­len auch die Anwoh­ner die Mög­lich­keit haben, ihre Vor­schlä­ge mit ein­zu­brin­gen. „Es soll nach ein­ver­nehm­li­chen Lösun­gen gesucht wer­den“, so Schneider.

Für die­se Maß­nah­men sol­len Mit­tel in Höhe von 20.000 Euro in den Haus­halt ein­ge­stellt wer­den. Wulf erklär­te, dass bei dem ver­gan­ge­nen Orts­ter­min bestä­tigt wur­de, dass die Abzäu­nung des Schul­hofs mit Bau­zäu­nen im ver­gan­ge­nen Som­mer wirk­sam gewe­sen sei­en.  „Eine Video­über­wa­chung wur­de von den Anlie­gern kri­tisch gese­hen“, so Wulf.

Anlie­ger und Schul­lei­tung hät­ten aber deut­lich gemacht, dass es Lärm­be­läs­ti­gun­gen und Ver­mül­lung nicht nur auf dem Schul­hof, son­dern auch auf dem ver­blie­be­nen Park­platz­be­reich sowie im Ein­gangs­be­reich der Schu­le am Wen­de­ham­mer geben würde.

Die Beschwer­de­füh­rer, die für eine voll­stän­di­ge Ein­zäu­nung bis hin an die Aka­zi­en­stra­ße, plä­diert haben, wol­len in den kom­men­den Tagen nun eige­ne Lösungs­an­sät­ze vorschlagen.

Von Redaktion

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