Für Mon­tag wer­den Orkan­stür­me vor­aus­ge­sagt. Aus die­sem Grund erklä­ren die August­dor­fer Grundschulen:

Die Eltern kön­nen selbst ent­schei­den, ob der Weg zur Schu­le zumut­bar ist. Soll­te das nicht der Fall sein, infor­mie­ren Sie bit­te die Schu­le unver­züg­lich dar­über, dass ihr Kind am betref­fen­den Tag inso­fern am Unter­richt nicht teil­neh­men wird.

„In jedem Fall wer­den die Kin­der, die zur Schu­le gebracht wer­den, betreut”, erklärt die Schul­lei­te­rin der Grund­schu­le Auf der Insel, Bir­git Schö­ne. Die­se Rege­lung gel­te für bei­de Grundschulen.

Über die Klas­sen­pfleg­schaft­vor­sit­zen­den sei­en die Eltern wei­test­ge­hend infor­miert worden.

 

Hin­ter­grund:

Die Ent­schei­dung über eine Schlie­ßung der Schu­le wegen extre­mer Wit­te­rungs­ver­hält­nis­se liegt im Ver­ant­wor­tungs­be­reich des jewei­li­gen Schul­trä­gers, der für die Sicher­heit der Schul­ge­bäu­de und des Schul­ge­län­des ver­ant­wort­lich ist. Außer­dem ist er für die Schü­ler­be­för­de­rung zustän­dig. Bei sei­ner Ent­schei­dung hat der Schul­trä­ger – unter Ein­be­zie­hung der Schul­lei­tung – die kon­kre­te ört­li­che Situa­ti­on zu berück­sich­ti­gen und eine Abwä­gung der Gesamt­um­stän­de vor­zu­neh­men. Dabei sind neben der Sicher­heit des Schul­ge­bäu­des und des Schul­ge­län­des auch Fra­gen der Schü­ler­be­för­de­rung, die Ver­mei­dung von Unter­richts­aus­fall und der bestehen­de Betreu­ungs­be­darf ins­be­son­de­re für jün­ge­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler in den Blick zu nehmen.

Sofern die Schul­lei­tung auf­grund extre­mer Wit­te­rungs­be­din­gun­gen im Lau­fe des Tages den Unter­richt vor­zei­tig been­det, sind die Schü­le­rin­nen und Schü­ler im Schul­ge­bäu­de wei­ter­hin so lan­ge zu betreu­en, bis für alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler ein gefahr­lo­ser Heim­weg gewähr­leis­tet wer­den kann. Dabei ist ins­be­son­de­re zu berück­sich­ti­gen, ob Schul­bus­se und der ÖPNV fah­ren bzw. ob die Eltern ihre Kin­der abho­len können.

Die Wit­te­rungs­ver­hält­nis­se kön­nen zudem von Ort zu Ort sehr ver­schie­den sein und dem­zu­fol­ge unter­schied­li­che Gefähr­dungs­si­tua­tio­nen mit sich brin­gen. Zudem kön­nen die Ver­kehrs­ver­hält­nis­se unein­heit­lich sein: Bei grö­ße­ren Ein­zugs­be­rei­chen der Schu­len kön­nen eini­ge Schü­le­rin­nen und Schü­ler pro­blem­los die Schu­le errei­chen, wäh­rend ande­re damit Schwie­rig­kei­ten haben. Es wäre aber unver­hält­nis­mä­ßig, wenn bei­spiels­wei­se bei par­ti­el­len Schul­weg­pro­ble­men der gesam­te Unter­richt der Schu­le aus­fällt und die­je­ni­gen, die die Schu­le errei­chen, nicht unter­rich­tet, son­dern ledig­lich betreut oder beauf­sich­tigt wür­den. Dass bei schwie­ri­gen Ver­kehrs­ver­hält­nis­sen Klas­sen zeit­wei­se nur mit weni­gen Schü­le­rin­nen und Schü­ler besetzt sein kön­nen, recht­fer­tigt ins­be­son­de­re mit Blick auf die Schul­pflicht und dem damit ver­bun­de­nen Recht des ein­zel­nen Kin­des auf schu­li­sche Bil­dung kei­ne Ein­stel­lung des Unterrichtsbetriebs.

Damit Schul­trä­ger bzw. Schul­lei­tun­gen eine mög­lichst gesi­cher­te Ent­schei­dung über das Ob und Wann einer Schul­schlie­ßung oder einer vor­zei­ti­gen Been­di­gung des Unter­richts tref­fen kön­nen, ist die Gefähr­dungs­ein­schät­zung der für Gefah­ren­ab­wehr zustän­di­gen Behör­den (Poli­zei, Feu­er­wehr) ein­zu­ho­len. Zudem sol­len die Infor­ma­tio­nen des Deut­schen Wet­ter­diens­tes hin­zu­ge­zo­gen wer­den. Auch die Bezirks­re­gie­run­gen ste­hen den Schul­lei­tun­gen und Schul­trä­gern für ent­spre­chen­de Anfra­gen zur Verfügung.

 

Von Redaktion

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