Bären­star­ker Tabel­len­füh­rer müht sich zum Aus­wärts­sieg – der Wil­helms­ha­ve­ner HV nimmt ver­dient bei­de Punk­te mit auf die Heim­rei­se, muss­te aber auch bis zum Ende viel Arbeit inves­tie­ren. Den­noch Hut ab vor der Leis­tung unse­rer Mann­schaft. „Mei­ne Jungs haben das ganz ordent­lich gemacht. Wil­helms­ha­ven hat ver­dient gewon­nen, da sie 45 Minu­ten lang ein gutes Spiel abge­lie­fert haben“, so Mat­thi­as Struck nach der knap­pen 26:30-Niederlage am Samstagabend.

Die Lip­per kämpf­ten sich nach einem Rück­stand mit bis zu neun Toren zum Ende der Par­tie hin wie­der mehr und mehr zurück ins Spiel. Bis auf drei Tref­fer konn­te das Team von Mat­thi­as Struck noch­mal ver­kür­zen. „Sicher­lich hat­ten wir durch die Umstel­lung zur offen­si­ve­ren Deckung Ball­ge­win­ne, die uns leich­te Tore ermög­lich haben. Aber wir hät­ten auch drei, vier leich­te Tore mehr haben kön­nen, da haben wir ein­fach ein paar Chan­cen zu viel ver­ge­ben. Dann wäre viel­leicht noch­mal etwas mög­lich gewe­sen“, zeig­te sich der THL-Trai­ner aber trotz­dem zufrie­den mit dem Auf­tritt gegen das Spit­zen­team aus dem Norden.

„Das war heu­te eine rie­sen Auf­ga­be. Wil­helms­ha­ven hat das über einen Groß­teil des Spiels sehr gut gemacht“, zoll­te Struck dem Geg­ner Respekt. „Sie haben aus dem Rück­raum sehr viel Druck ent­wi­ckelt und sehr prä­zi­se gewor­fen.“ Kurz nach Beginn der Par­tie gerie­ten die Gast­ge­ber in Rück­stand. „Wir haben es in der Abwehr selbst nicht geschafft, genug Druck auf die Rück­raum­spie­ler zum rich­ti­gen Zeit­punkt, also rela­tiv schnell, aus­zu­üben, so dass sie eine gute Über­sicht hat­ten. In der Pha­se hat­ten sie es dann leicht, zu ent­schei­den“, sah Struck einen star­ken Auf­tritt des WHV.

„Wil­helms­ha­ven hat zudem in der ers­ten Halb­zeit unse­re Feh­ler im Angriff gna­den­los bestraft“, konn­ten sie sich durch leich­te Tore aus dem Gegen­stoß und aus der zwei­ten Wel­le her­aus wei­ter abset­zen. Nach dem 8:13 nach zwan­zig Minu­ten gelang es dem Team Hand­bALL zwar, drei Tref­fer in Serie zu set­zen. Doch nach dem Anschluss zum 11:13 wur­de Wil­helms­ha­ven wie­der treff­si­che­rer und setz­te sich bis zur Pau­se auf 18:12 ab.

„In der zwei­ten Halb­zeit haben wir, nach­dem wir recht hoch zurück­la­gen und die 6:0‑Deckung nicht grei­fen woll­te, auf offen­si­ve Deckung umge­stellt“, ver­än­der­te der THL-Trai­ner die Abwehr­for­ma­ti­on. „Auch da hat Wil­helms­ha­ven anfangs durch viel Lauf­ein­satz und viel Dyna­mik gute Lösun­gen gefun­den. Aber dann ließ die Kraft nach und wir haben es dann immer wie­der geschafft, die Spie­ler in die Situa­ti­on zu brin­gen, dass sie Fehl­päs­se gespielt haben oder auch ein­fach nicht wuss­ten, wo sie den Ball hin­spie­len konn­ten“, waren die Gast­ge­ber nun erfolg­rei­cher im Spiel.

„Uns ist es gelun­gen, den Spiel­stand zu ver­kür­zen“, sah Struck sei­ne Jungs bis auf drei Tore kurz vor Schluss wie­der an den WHV her­an­rü­cken. „Wir haben dabei sogar noch vier, fünf gute Chan­cen aus­ge­las­sen. Wenn wir das rich­tig gut gemacht hät­ten, hät­ten wir das Ding noch mal rich­tig eng machen kön­nen. Aber ich glau­be, die Jungs haben das ganz ordent­lich gemacht und gut hin­be­kom­men gegen eine mit die­sem Kader als gestan­de­ne Zweit­li­ga­mann­schaft zu bezeich­nen­de Trup­pe aus Wilhelmshaven.“

Das hono­rier­ten auch die 450 Zuschau­er in der wineo-ARE­NA zum Ende des Spiels mit viel Bei­fall trotz der knap­pen Nie­der­la­ge gegen das Spit­zen­team aus Wil­helms­ha­ven. „Der WHV hat 45 Minu­ten lang das Spiel bestimmt und auch ver­dient gewon­nen“, gra­tu­liert Struck. „Hier und da hat uns ein biss­chen Luft gefehlt, heu­te sind wir ja auch ersatz­ge­schwächt ange­tre­ten. Wir haben viel Kampf­geist gezeigt, allen vor­an Michel Rei­te­mann, der, abge­se­hen von einer Zeit­stra­fe, durch­ge­spielt hat. Die Jungs haben das sehr ordent­lich gemacht. Wir haben uns im Vor­feld auf das Spiel gefreut und die Mann­schaft hat­te Spaß. Nun haben wir wie­der etwas Zeit, durch­zu­at­men“, hat das Team Hand­bALL am kom­men­den Wochen­en­de erneut spielfrei.

Team Hand­bALL: Zecher, Wet­zel; Schmidt 1, Rose 3, Hinsch, Hang­stein 6/1, Han­sen, Rei­te­mann 5, Tiron­zel­li 1, Geis 2, Schal­les 8/2.

Von Redaktion

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