„Nach­dem zu Beginn des ver­gan­ge­nen Jah­res auf Pri­vat­flä­chen wie­der­holt und will­kür­lich uralte Eichen von Bür­gern gefällt wur­den, konn­te man nun beob­ach­ten, dass auch auf gemein­de­ei­ge­nen Grün­flä­chen grund­los Bäu­me abge­holzt wur­den. Zunächst wur­den an der ehe­ma­li­gen Haupt­schu­le meh­re­re gro­ße Bäu­me gefällt.

Die Begrün­dung des Bür­ger­meis­ters, dass die­se Bäu­me wegen des Abris­ses des Atri­ums ent­fernt wer­den muss­ten, ist nicht nach­voll­zieh­bar, da die­se Bäu­me weit ent­fernt vom Atri­um wuch­sen. Den Abriss des Atri­ums kön­nen die­se alten Bäu­me daher auf kei­nen Fall behin­dert haben. Dem wider­spricht auch die Tat­sa­che, dass ein Baum der direkt neben dem ehe­ma­li­gen Atri­um stand, erhal­ten wur­de. Die Beschö­ni­gung, dass dort eine Ersatz­be­pflan­zung erfol­gen soll, ist schon ver­wun­der­lich. Alten gesun­den Baum­be­stand ent­fer­nen, dafür klei­ne Bäum­chen pflan­zen, ist leicht­fer­tig und macht für unser Kli­ma wenig Sinn.

In einer Nacht- und Nebel­ak­ti­on wur­den nun zwi­schen der Moschee am Kirch­weg und der Pom­mern­stra­ße drei mehr als 40 Jah­re alte Erlen abge­sägt. Bei ein­set­zen­der Dun­kel­heit und auf­kom­men­dem Nebel fäll­ten dunk­le Gestal­ten mit schwe­ren Ket­ten­sä­gen drei wun­der­schö­ne und cir­ca 16 Meter hohe Laub­bäu­me in dem gemein­de­ei­ge­nen Gewässerlauf.

Auf Nach­fra­ge, war­um die­se drei Erlen gefällt wer­den muss­ten bzw. war­um der Erhalt die­ser Bäu­me nicht mög­lich war, erklär­te der Bür­ger­meis­ter, dass die­se Bäu­me nicht gefällt, son­dern ein­ge­kürzt wur­den; Erlen wür­den wie­der austreiben.

Mathe­ma­tisch betrach­tet hat der Bür­ger­meis­ter natür­lich Recht, wenn man Bäu­me mit einer Höhe von 16 Meter auf 80 cm absägt, muss man nicht unbe­dingt von Fäl­lung spre­chen, eine Kür­zung der Bäu­me hört sich doch bes­ser an. Der eigent­li­che Sinn von Bäu­men, Auf­nah­me und Spei­che­rung von Koh­len­di­oxid sowie Pro­duk­ti­on von Sauer­stoff, inter­es­siert den Bür­ger­meis­ter augen­schein­lich nicht.

Anzu­mer­ken wäre noch, dass die­se Flä­che des Bach­lau­fes Bestand­teil des zukünf­ti­gen Grün­flä­chen­kon­zep­tes wer­den soll. Sicher­lich kann man auch hier Ersatz­pflan­zun­gen vor­neh­men. Man kann natür­lich auch Plas­tik­bäu­me oder Plas­tik­blu­men auf­stel­len, dann fal­len im Herbst auch kei­ne Blät­ter run­ter und der betrof­fe­ne Anlie­ger muss sich nicht dem Schre­cken und den Gefah­ren einer Nacht- und Nebel­ak­ti­on aussetzen.

Bleibt nur zu hof­fen, dass die­ses Bei­spiel von Baum­kür­zun­gen in unse­rer Gemein­de nicht Schu­le macht. Wie die Begleit­bäu­me an der Pivits­hei­der Stra­ße oder ande­re gemein­de­ei­ge­nen Anla­gen zukünf­tig aus­se­hen könn­ten, kann sich nun sicher­lich jeder bild­haft vorstellen.”

Von Redaktion

Ein Gedanke zu „„Der Baumfrevel geht um.”“
  1. Man hat­te eigent­lich doch noch gehofft , dass der hilf­lo­sen CDU in der Gemein­de, die durch ihren Bür­ger­meis­ter so belas­tet ist, wenigs­tens vor­läu­fig eine neu­er­li­che unsin­ni­ge „Halb­wahr­heit” des Bür­ger­meis­ters erspart wür­de, damit sich die­se bür­ger­li­che demo­kra­ti­sche Par­tei hier erho­len könn­te, doch weit gefehlt!!!! In Sachen „Baum­fre­vel” , den H.G.Schneider zurecht beklagt , sind die Erklä­run­gen dazu aus dem Bür­ger­meis­ter­bü­ro gera­de­zu unver­schämt. Im zukünf­ti­gen „Grün­gür­tel” gesun­de Bäu­me bis auf Stümp­fe zu fäl­len, damit sie wie­der wach­sen — mal ganz abge­se­hen von den unver­ständ­li­chen Abhol­zun­gen an der ehe­ma­li­gen Haupt­schu­le — ergän­zen die end­lo­se Rei­he der dümm­lich­dreis­ten „Halb­wahr­hei­ten” des Dr. Wulf nun über Jah­re (Chris­tus­ver­gleich bei Amts­miss­brauch, Zer­schla­gung des FCE, Sport­haus­af­fä­re samt wis­sent­lich unehr­li­chen Ver­hal­tens bzgl. zwei­ter Römer­spie­le und Römer­spiel­ge­län­de-Lüge­rei und die lächer­li­che Affä­re um den „Park” dann dort, die gewollt betrie­be­ne Schlie­ßung der Erich-Käs­t­ner-Schu­le statt Sekun­dar­schu­le, die wis­sent­lich fal­sche Anzei­ge gegen einen nur unbe­que­men Bür­ger, die Ent­sor­gung des schö­nen Frei­ba­des — Aus­hän­ge­schild der Gemein­de !!!- samt unver­schäm­tem Bade­see — Vor­gau­keln, die unge­fähr­li­chen August­dor­fer Kat­zen , die Natio­nal­park- Brem­se, die blöd­sin­ni­ge Düpie­rung der gefähr­de­ten Fahr­schü­ler nach SHS, die unrühm­li­che Affä­re um den tra­gi­schen Tor­un­fall, die höchst bedau­er­li­che offen­ba­re angst­be­setz­te Maul­korb­situa­ti­on in der Ver­wal­tung, die uner­träg­li­che Selbst­dar­stel­lung in den Medi­en und der Miss­brauch der offi­zi­el­len Home­page der Gemein­de für rein
    per­sön­li­che Erklä­run­gen usw. usw, usw,.….) Wie lan­ge noch ???
    Ich wün­sche mir, dass die CDU wie­der mutig Fuß fasst und dass nicht die Lücke von den Rech­ten genutzt wird !!

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