In die­sem Som­mer wech­selt die Trä­ger­schaft des Natur­schutz­groß­pro­jek­tes Sen­ne und Teu­to­bur­ger Wald. Dann über­nimmt der Kreis Lip­pe vom Natur­park „Teu­to­bur­ger Wald und Egge­ge­bir­ge“ dasselbige.

Im Gespräch mit den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN erläu­tert Land­rat Dr. Axel Leh­mann das Pro­jekt. Denn die Über­ga­be der Trä­ger­schaft habe von Anfang an fest­ge­stan­den erklärt er.
Das Pro­jekt lau­fe bereits seit 2004, schon damals habe fest­ge­stan­den, dass der Kreis in die­sem Jahr das Pro­jekt über­neh­men werde.
„Wir haben uns gegen­über dem Land und dem Bund dazu ver­pflich­tet“, so Lehmann.

Im März des ver­gan­ge­nen Jah­res habe ihn der Kreis­tag dann ein­stim­mig dazu auf­ge­for­dert, die Über­nah­me-Gespräch vorzubereiten.
„Wir hät­ten auch kei­ne ande­re Mög­lich­keit gehabt“, betont der Land­rat, da sonst Rück­for­de­rung von rund 12 Mil­lio­nen Euro gedroht hätten.

Der Natur­freund erklärt aber, dass er nicht wegen der dro­hen­den Rück­zah­lun­gen den Schritt gegan­gen sei. „Mir ist das Pro­jekt ein Her­zens­an­lie­gen“, unter­streicht er. Geför­dert wird die­ses seit Anfang an mit Gel­dern vom Bund, der mit 70 Pro­zent dar­an betei­ligt ist, dem Land mit 20 Pro­zent und bis jetzt noch dem Natur­park „Teu­to­bur­ger Wald/Eggegebirge“.

Des­sen Anteil wer­de wie­der­um vom Kreis, und neben August­dorf auch von Det­mold, Lage, Oer­ling­hau­sen und der Stif­tung „Natur­schutz, Hei­mat- und Kul­tur­pfle­ge“ getra­gen. Bis­her sei­en rund zwölf Mil­lio­nen Euro in das Pro­jekt geflos­sen, die über­wie­gend zum Kauf von Flä­chen und dem Per­so­nal inves­tiert wurden.

Wei­te­re Krei­se sei­en zwar ange­spro­chen wor­den, um sich am Natur­park und an den Kos­ten zu betei­li­gen. „Da das Pro­jekt­ge­biet aber fast aus­schließ­lich in Lip­pe liegt“, haben ande­re kein Inter­es­se dar­an“, erklärt der Landrat.,

Für die Beschäf­tig­ten ändert sich nichts. Sie bekom­men ledig­lich einen neu­en Arbeit­ge­ber und wer­den zukünf­tig vom Kreis bezahlt. Land­rat Dr. Leh­mann betont, dass das Natur­schutz­groß­pro­jekt ein wah­rer Hot­spot der Bio­di­ver­si­tät sei und sich mit den Jah­ren zu einer Erfolgs­ge­schich­te ent­wi­ckelt habe.  Ziel sei es, die Flä­chen als Natur­schutz­ge­bie­te aus­zu­wei­sen und sie zu erhal­ten.  Über 600 Pflan­zen und Far­ne zählt das Gebiet, 80 Brut­vö­gel-Arten und 700 Insek­ten sind dort beheimatet.

Axel Leh­mann hat noch viel vor: „Wir wol­len die Natur erleb­bar machen – das gelingt auch dank der vier gro­ßen Wan­der­we­ge, die unter ande­rem durch August­dorf oder nach Oer­ling­hau­sen ver­lau­fen.“ „Wenn jemand eine Idee hat, was man noch machen kann, um das Gebiet wei­ter inter­es­sant zu machen, freue ich mich über Vor­schlä­ge“, ermun­tert der Land­rat alle.

Von Redaktion

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