Als der Ange­klag­te Vita­li S. (Name geän­dert), der aus Rumä­ni­en stammt, den Gerichts­saal betritt, sind nur weni­ge Zuschau­er anwe­send. Auch auf der Pres­se­bank haben sich zu dem Zeit­punkt ledig­lich die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN ein­ge­fun­den. Ganz anders sah es noch beim ers­ten Pro­zess aus, als die Zuschau­er­bän­ke kom­plett gefüllt waren.

In der ers­ten gro­ßen Straf­kam­mer des Land­ge­richts in Bie­le­feld geht es nun unter ande­rem dar­um, her­aus­zu­fin­den, ob die Zeu­gen­aus­sa­gen in den ver­gan­ge­nen Ver­fah­ren aus­rei­chend gewür­digt wurden.

Aus die­sem Grund liest der Vor­sit­zen­de Rich­ter Dr. Georg Zim­mer­mann die bis­he­ri­gen Urteils­be­grün­dun­gen vor, wäh­rend dem Ange­klag­ten die­se simul­tan von sei­ner Dol­met­sche­rin vor­ge­le­sen wer­den. Vor­sichts­hal­ber hat die Kam­mer gleich zwei Dol­met­scher kom­men las­sen, allei­ne die Vor­le­sung der bis­he­ri­gen Urtei­le nimmt meh­re­re Stun­den in Anspruch. Durch die­se wird noch ein­mal das Gesche­hen vom Janu­ar 2018 aufgerollt.

Der Ange­klag­te, der zu dem Zeit­punkt als Lager­ar­bei­ter arbei­te­te und — genau­so wie sei­ne dama­li­ge Freun­din, in der Sied­lung Am Dören wohn­te, wur­de nach eige­nen Anga­ben von die­ser in der Tat­nacht mit einem Mes­ser ange­grif­fen. Er habe ihre dar­auf­hin das­sel­bi­ge aus der Hand geschla­gen und dann mehr als 20 Mal auf sie eingestochen.

Im Anschluss hat der Rumä­ne sei­ne Freun­din mit einer Gar­di­nen­schnur noch so stark gewürgt, dass neben dem Blut­ver­lust durch die Ein­sti­che, auch der Bruch des Zun­gen­beins zum Tode geführt hätte.

Ober­staats­an­walt Chris­to­pher Imig geht davon aus, dass das bis­he­ri­ge Urteil Bestand haben wird. Die­ses soll vor­aus­sicht­lich im März ver­kün­det werden.

Von Redaktion

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