Seit Mit­te Febru­ar steht Gene­ral­leut­nant Alfons Mais an der Spit­ze des Hee­res der Bun­des­wehr.  Sein ers­ter Dienst­an­tritts­be­such einer Kampf­trup­pen­bri­ga­de führ­te den frisch geba­cke­nen Inspek­teur  heu­te in die August­dor­fer Rommel-Kaserne.

Über sechs Stun­den dau­er­te der Besuch bei der Trup­pe um Bri­ga­de­kom­man­deur Ans­gar Mey­er. Umfas­send ließ sich der obers­te Hee­res­sol­dat in die aktu­el­le Lage  sowie die Auf­ga­ben der Pan­zer­bri­ga­de 21 ein­wei­sen. Dabei stan­den neben den Ein­satz­ver­pflich­tun­gen des Groß­ver­ban­des in Afgha­ni­stan sowie im über­nächs­ten Jahr an der NATO-Ost­flan­ke in Litau­en auch Fra­gen zur mate­ri­el­len Aus­stat­tung der Batail­lo­ne auf der Agen­da. Die Bot­schaft von Kom­man­deur Ans­gar Mey­er war dabei ein­deu­tig: „Aus­bil­den kön­nen wir immer, auch unter schwie­ri­gen Rahmenbedingungen.”

Aus­bil­dung sei stets die bes­te Ver­si­che­rung für das Bestehen im Ein­satz und im Gefecht, beton­te der Kom­man­deur der August­dor­fer Bri­ga­de aus­drück­lich. Für den Hee­res­in­spek­teur stand aber nicht nur der Infor­ma­ti­ons­aus­tausch im Mit­tel­punkt. Mais ist die Begeg­nung mit Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten des Hee­res wich­tig. Gele­gen­heit dazu bot sich wäh­rend des zwei­ten Teils der Besuchsprogramms.

Im Lehr­saal­ge­bäu­de des Pan­zer­gre­na­dier­ba­tail­lons 212 das seit Novem­ber nach dem Ober­stabs­ge­frei­ten Ale­xej Kobe­lew benannt ist,
erklär­te Ober­stabs­feld­we­bel Uwe Simol­ka Hin­ter­grün­de und Bedeu­tung des Namens­ge­bers für die August­dor­fer Pan­zer­gre­na­die­re. Ale­xej Kobe­lew fiel im Juni 2011 in Nord­af­gha­ni­stan. „Es ist gut, dass wir die Namen derer in Ehren hal­ten, die im Gefecht ihr Leben gelas­sen haben”, unter­strich Mais.

An zahl­rei­chen Bun­des­wehr­stand­or­ten wird mitt­ler­wei­le in ähn­li­cher Wei­se gefal­len Sol­da­ten gedacht. Fach­per­so­nal des Pan­zer­ba­tail­lons 203 prä­sen­tier­te neu­ge­bau­te Instand­set­zungs­hal­len sowie die Schieß-und Gefechts­si­mu­la­to­ren der Pan­zer­trup­pe. „Wir for­dern der­zeit hier neue zusätz­li­che Simu­la­to­ren für die Trup­pe”, so Mais. Das Heer stellt der­zeit im baden-würt­tem­ber­gi­schen Hard­heim ein neu­es Pan­zer­ba­tail­lon auf.

Auch August­dorf ist seit vie­len Jahr­zehn­ten Hei­mat der Kampf­pan­zer vom Typ Leo­pard 2. Und so war ein Besuch des Hee­res­in­spek­teurs beim Tra­di­ti­ons­ver­ein Fahr­Sim Ket­te August­dorf e.V. eine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Der Ver­ein pflegt und betreibt den letz­ten ana­lo­gen Pan­zer­fahr­si­mu­la­tor aus dem Jahr 1978. „Vor über 30 Jah­ren bin ich mal in so einem Simu­la­tor gefah­ren”, erin­ner­te sich Mais bei der Einweisung.

Nach dem abschlie­ßen­den Besuch auf dem Bri­ga­de­ge­fechts­stand und vie­len Gesprä­chen mit Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten der Bri­ga­de zog der Inspek­teur des Hee­res ein posi­ti­ves Fazit: „Es ist beein­dru­ckend, was hier geleis­tet wird”, lob­te der Gene­ral. „Auch unter schwie­ri­gen Ver­hält­nis­sen stellt die­se Bri­ga­de etwas auf die Bei­ne.” Das kön­ne auch in Zukunft nur gelin­gen, wenn alle einem Strang zögen, so Mais zum Abschied.

 

Von Redaktion

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