Wenn das Pan­zer­gre­na­dier­ba­tail­lon 212 was macht, dann rich­tig. Das ließ sich am Mitt­woch und Don­ners­tag die­ser Woche wie­der ein­drucks­voll beob­ach­ten — aller­dings nicht in August­dorf, son­dern auf dem Trup­pen­übungs­platz in Bergen.

Dort­hin hat­ten die Sol­da­ten zum gro­ßen Medi­en­tag unter dem Mot­to „Good­bye Mar­der – Wel­co­me Puma“ ein­ge­la­den. 25 Jour­na­lis­ten und Foto­gra­fen aus ganz Deutsch­land waren schon früh­mor­gens ange­kom­men, um Zeu­ge von zwei beein­dru­cken­den Gefechts­ma­nö­vern zu werden.

Zuerst beein­druck­ten die Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten eines Pan­zer­gre­na­dier­zu­ges der 4. Kom­pa­nie am Vor­mit­tag mit der Leis­tungs­fä­hig­keit der Trup­pe. Zunächst stell­ten sie dabei ein­drucks­voll die Feu­er­kraft und Dyna­mik des neu­en Schüt­zen­pan­zers Puma wäh­rend eines Gefechts­schie­ßens unter Beweis.

Das Sze­na­rio war dabei vor­mit­tags als auch nach­mit­tags sowohl ein­drucks­voll als auch dif­fe­ren­ziert. „Die Ope­ra­ti­on heißt Angriff”, erläu­ter­te Batail­lons­kom­man­deur Maik Cohrs den Anwe­sen­den die Taktik.

Die Sol­da­ten der 3. Kom­pa­nie zeig­ten nach­mit­tags letzt­ma­lig die Fähig­kei­ten des Mar­ders, der seit 1972 das Haupt­waf­fen­sys­tem der August­dor­fer Pan­zer­gre­na­die­re war und nun schritt­wei­se durch den hoch­mo­der­nen Puma ersetzt wird.

So wur­den in der ers­ten Pha­se zwei Züge breit ein­ge­setzt, um einen nach­ge­bau­ten Ort im Übungs­ge­län­de als Zwi­schen­ziel anzu­grei­fen. Das gestal­te­te sich  als schwie­rig, da in dem Sze­na­rio der Feind den Weg mit einer Pan­zer­ab­wehr­mi­nen­sper­re blo­ckiert hat­te — für die 212er natür­lich kein Problem.

Der Kom­pa­nie­chef befahl sei­nen Sol­da­ten, die Sper­re rechts zu umge­hen, den die geg­ne­ri­schen Pio­nie­re aller­dings mit einer Trich­ter­sper­re ver­wehrt hat­ten. Aus dem Grund muss­ten die Trup­pe nun absit­zen und für ein siche­res Umfeld sorgen.

An der Stel­le kamen die Besu­cher dann in den Genuss, den Brü­cken­le­ge­pan­zer Biber in Akti­on zu erle­ben, der in kür­zes­ter Zeit eine Brü­cke über die Sper­re legte.

„Die Wech­sel der Kampf­wei­sen ist inten­siv”, schil­der­te Stabs­feld­we­bel Westarp die Vor­ge­hens­wei­se. Westarp, als Sicher­heits­of­fi­zier  für den Zug Bra­vo ein­ge­setzt, beglei­te­te das Manö­ver in unmit­tel­ba­rem Abstand. Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN durf­ten ihn dabei direkt begleiten.

Der Stabs­feld­we­beld zeig­te sich von dem Manö­ver begeis­tert. „Ich bin 22 Jah­re dabei und kann an zwei Hän­den abzäh­len, wie häu­fig so ein umfas­sen­des Manö­ver trai­niert wurde.”

Und auch Batail­lons­kom­man­deur Maik Cohrs war zufrie­den: „Das Zusam­men­spiel zwi­schen den ein­zel­nen Trup­pen hat gut geklappt, auch wenn wir noch Luft nach oben haben”, so Cohrs gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN.

 

Der letz­te Schuss

Wäh­rend am Mitt­woch die Gefechts­übun­gen im Vor­der­grund stan­den, wur­de es am Don­ners­tag noch ein­mal emo­tio­nal. Denn da star­te­ten drei Mar­der, um vor zahl­rei­chen gela­de­nen Gäs­ten und den Rekru­ten der Bun­des­wehr, die eigens dafür aus August­dorf nach Ber­gen gekom­men waren, die letz­te schar­fe Muni­ti­on abzufeuern.

Als die letz­te Muni­ti­on ver­schos­sen und der Nebel durch die Nebel­mit­tel­wurf­an­la­ge ver­zo­gen war, gin­gen die drei Mar­der­be­sat­zun­gen zum Batail­lons­kom­man­deur, um die­sem die letz­te Muni­ti­on zu über­ge­ben, die die­ser wie­der­um dann fei­er­lich an die Besat­zung weitergab.

„Das war ein­fach über­wäl­ti­gend”, war von vie­len Besu­chern zu hören, die die­sem Augen­blick bei­woh­nen konn­ten und die im Anschluss noch für lan­ge Zeit gemein­sam in Erin­ne­run­gen schwelgten.

Von Redaktion

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