Seit­dem Frank Salo­mon sein Amt als CDU-Vor­sit­zen­der nicht ange­tre­ten hat (die AN berich­te­ten), flie­gen hin­ter den Kulis­sen die Fet­zen. Grund dafür ist unter ande­rem eine Äuße­rung wäh­rend der Ver­samm­lung, zu der die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN aus­ge­la­den wur­den.

„Die Stim­mung war auf­ge­heizt”, beschreibt Axel Meckel­mann die Atmo­sphä­re wäh­rend der Mit­glie­der­ver­samm­lung. Meckel­mann ist nicht nur Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat der CDU in Leo­polds­hö­he, son­dern auch stell­ver­tre­ten­der Kreis­vor­sit­zen­der. Als sol­cher lei­tet er im Augen­blick die Sit­zung, da es kei­nen Vor­sit­zen­den der CDU in August­dorf gibt.

Dass Frank Salo­mon für den Vor­sitz kan­di­diert, wuss­ten nur weni­ge Ein­ge­weih­te. „Ich war schon über­rascht, dass Salo­mon sei­nen Hut in den Ring wirft, nach­dem er im letz­ten Jahr zurück­ge­tre­ten ist”, erklärt CDU-Mit­glied Hel­mut Brei­den­bach. In der Sit­zung for­dert er Salo­mon zu einer Loya­li­täts­be­kun­dung für Bür­ger­meis­ter Wulf auf, was Salo­mon sofort vehe­ment ver­wei­ger­te. „Das geht doch über­haupt nicht”, echauf­fiert sich Salo­mon. Auch ande­re Teil­neh­mer erklä­ren im Gespräch mit der Redak­ti­on, dass es sol­che Art von Bekun­dun­gen zu Hit­lers Zei­ten gege­ben habe.

Auch Axel Meckel­mann wun­der­te sich über die Äuße­rung. „Es ist schon unge­wöhn­lich, dass ein poten­ti­el­ler Vor­sit­zen­der so etwas sagen soll”, unter­streicht er. Meckel­mann betont, dass die­se For­de­rung sei­ner Ansicht nach nicht aus der Emo­ti­on her­aus gekom­men, son­dern vor­be­rei­tet gewe­sen sei. „Ich habe die­se Dis­kus­si­on zwi­schen den zwei Lagern dann gestoppt, denn die führ­te ja zu nichts”, erläu­tert er gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN.

Brei­den­bach selbst kann die Auf­re­gung um sei­ne Äuße­rung gar nicht ver­ste­hen. „Da regen sich Leu­te jetzt über die­ses Wort auf, die die CDU selbst vor die Wand gefah­ren haben”, ist er sich sicher. Wenn das CDU-Mit­glied von Frank Salo­mon und dem ehe­ma­li­gen Vor­stand Uwe Rieks und Gott­fried Den­ne­bier spricht, nutzt er den Begriff Hin­ter­zim­mer­re­vo­luz­zer, „da die­se im Gehei­men den Bür­ger­meis­ter absä­gen woll­ten”. „Denen geht es nicht um die Sache, son­dern nur um per­sön­li­che Ani­mo­si­tä­ten”, ist er sich sicher. Brei­den­bach geht noch einen Schritt wei­ter und erklärt, dass Frank Salo­mon die Mit­glie­der erpresst habe. „Er hat mit Rück­tritt gedroht, wenn wir ihm nicht fol­gen”, ärgert er sich heu­te noch über die Sit­zung im November.

Die­se Vor­wür­fe kann Frank Salo­mon nicht ste­hen las­sen. „Ich habe nie­man­den erpresst, son­dern ledig­lich erklärt, was der Vor­stand unter­nimmt, wenn er das Gefühl hat, dass sei­ne Ent­schei­dung nicht das Votum der Mit­glie­der ist”, schil­dert er die Bege­ben­heit des letz­ten Jah­res. Als Ver­ur­sa­cher der Mise­re will sich Salo­mon nicht hin­stel­len las­sen. „Ich bin mit Sicher­heit nicht der Sün­den­bock, der sitzt hier in August­dorf an einer ande­ren Stelle.”

Dass es in der CDU knirscht und gärt, so wird jetzt deut­lich, fing nicht erst mit der Ent­schei­dung des letz­ten Vor­stan­des an, Dr. Andre­as Wulf nicht als Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten vor­zu­schla­gen. Die Kri­se begann schon Mona­te, wenn nicht Jah­re vor­her — jetzt bre­chen ledig­lich alle Dämme.

Dabei sind klar zwei Lager aus­zu­ma­chen: Die Wulf-Befür­wor­ter und die Geg­ner des Bür­ger­meis­ters. Die ste­hen sich, in Tei­len, unver­söhn­lich gegen­über. Wäh­rend die Befür­wor­ter dar­auf hin­wei­sen, dass doch Wulf der­je­ni­ge sei, der für Sta­bi­li­tät sor­ge, hal­ten die Geg­ner dage­gen, dass „die schlech­te Repu­ta­ti­on des Bür­ger­meis­ters in der Gemein­de auch auf die CDU abfärbt.”

Wie das Ren­nen um die Kan­di­da­tur und den Vor­sitz wei­ter­geht, ist nach wie vor völ­lig offen. „Ich hof­fe nur, dass sich die CDU nicht selbst zer­fleischt,” äußert ein Ver­tre­ter der SPD; denn das wür­de Platz für die AfD machen. Ein Sprich­wort besagt: „Neid muss man sich erar­bei­ten, Mit­leid bekommt man geschenkt.” Im Augen­blick kann sich die August­dor­fer CDU vor lau­ter Geschen­ken kaum retten.

 

 

 

Von Redaktion

Ein Gedanke zu „Zoff in der CDU: „Das hat es zu Hitlers Zeiten gegeben!”“
  1. Nun kom­men sie also aus den Löchern gekro­chen, die rech­ten Zer­stö­rer unse­rer frei­heit­li­chen demo­kra­ti­schen Grund­ord­nung, die brau­ne Soße lebt auch in August­dorf auf.….zunächst in Per­son des Herrn Brei­den­bach, der sich ja schon kürz­lich in einem unsäg­li­chen Leser­brief mit völ­ki­schem Gedan­ken­gut in Sze­ne gesetzt hat­te. Nun soll­te auf­ge­for­dert vom rech­ten Deut­schen Brei­den­bach Herr Salo­mon erst in ekel­haft bekann­ter brau­ner Manier dem „Füh­rer” Dr. Wulf hul­di­gen , ehe er sich den Platz an der Spit­ze der CDU wie­der ver­dient gehabt hät­te. Bei allen Vor­be­hal­ten gegen­über Herrn Salo­mon kann man nicht umhin sei­ne muti­ge Stand­haf­tig­keit anzu­er­ken­nen und dem „Füh­rer­kult” der unse­li­gen Ver­gan­gen­heit eine kla­re Absa­ge zu ertei­len. Ein Dr. Wulf in sei­nem Hang zu fast krank­haf­tem selbst­herr­li­chem Umgang mit Wahr­heit , mit sei­ner auch noch reli­gi­ös ein­ge­färb­ten gren­zen­lo­sen Selbst­dar­stel­lung (per­sön­li­che Ich-Bot­schaf­ten in gemein­de­ei­ge­nem Mit­tei­lungs­sys­tem!!) , die vor kei­ner Zer­stö­rung demo­kra­ti­scher gemein­sa­mer Anstän­dig­keit Halt macht, gehört nicht in unser August­dorf !!!! Auch wenn es teu­er und müh­sam sein wird, soll­te man im Rat über eine vor­zei­ti­ge Abwahl ernst­haft nachdenken.
    Dass aus­ge­rech­net die CDU Nähr­bo­den und Aus­gangs­punkt für rech­te Gefahr zu sein scheint , erfüllt den Bür­ger wahr­lich mit Mit­leid und tie­fem Bedau­ern. Das hat die­se bür­ger­li­che Par­tei , die doch für gemein­sa­me WERTE und Auf­schwung steht, nicht verdient.

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