Schularbeiten während Corona — zwei Schüler und eine Lehrerin berichten

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Die Schu­len sind geschlos­sen, trotz­dem muss gelernt wer­den. Wie sieht der All­tag für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus und was erwar­ten die Leh­rer?

Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben mit SV-Leh­re­rin Edith Keme­ny, Saa­det Sario­g­lu und Adam Rama­da­ni von der Real­schu­le eine Video­kon­fe­renz abge­hal­ten. Dabei berich­te­ten die Schü­ler von ihren Erfah­run­gen; Keme­ny berich­te­te auch von der Ver­ant­wor­tung, die die Kin­der und Jugend­li­chen haben. „Das kam alles so plötz­lich”, erklärt Adam, der sich nach eige­nen Anga­ben an die Situa­ti­on noch gewöh­nen muss. Micha­el Ast, kom­mis­sa­ri­scher Lei­ter der Real­schu­le hat­te schnell reagiert. „Er hat gemein­sam mit einem Kol­le­gen eine digi­ta­le Lern­platt­form bereit gestellt, auf die jeder Schü­ler Zugriff hat”, berich­tet Keme­ny.

Die­se Platt­form sei nach Jahr­gän­gen und Klas­sen unter­teilt. „Für jede Klas­se gibt es einen Ord­ner, in dem die Auf­ga­ben für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ent­hal­ten sind”, beschreibt die SV-Leh­re­rin das Pro­ce­de­re. Die Schü­ler kön­nen sich mit einem Benut­zer­na­men und Pass­wort ein­log­gen. „Wir haben vor­her alle Eltern ange­schrie­ben und dar­um gebe­ten, dass die Auf­ga­ben hand­schrift­lich erle­digt wer­den müs­sen”, so Keme­ny. Und auch für die­je­ni­gen, die kei­nen Inter­net­an­schluss haben, wur­de gesorgt. „Ein paar Leh­rer haben die Unter­richts­ma­te­ria­li­en kopiert und den Schü­lern zukom­men las­sen”, erklärt die Leh­re­rin.

Wie gehen nun aber die Schü­ler mit der Situa­ti­on um? „Die Art und Wei­se, wie alles umge­setzt wur­de, war echt posi­tiv”, erklärt Saa­det Sario­g­lu, die auch Schü­ler­spre­che­rin ist. Sie fin­det die Zwangs­pau­se nach eige­nen Aus­sa­gen blöd, da die­ses die letz­ten Mona­te für die Zehnt­kläss­le­rin in der Schu­le wären. Sie fin­det es aber toll, dass die Schu­le so schnell reagiert hat.

Ihr Tages­ab­lauf sieht ent­spannt aus. „Ich schla­fe erst ein­mal aus und dann fan­ge ich irgend­wann an zu arbei­ten”, erzählt sie schmun­zelnd. Der ein­zi­ge Nach­teil der Heim­ar­beit sei, dass sie sich schlech­ter kon­zen­trie­ren kön­ne.

Das ist auch bei Adam Rama­dan der Fall. „Ich bin leicht ablenk­bar”, erklärt er und unter­streicht, dass er es furcht­bar gefun­den habe, dass die Schu­le geschlos­sen wor­den sei.

Trotz allem füh­len sich Adam als auch Saa­det gut betreut. „Wenn es Fra­gen gibt, kön­nen uns die Schü­ler kon­tak­tie­ren”, erklärt Edith Keme­ny. Aber alle drei haben einen ganz drin­gen­den Wunsch: „Dass die Zeit schnell vor­bei­geht.”

 

 

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Die Schulen sind geschlossen, trotzdem muss gelernt werden. Wie sieht der Alltag für die Schülerinnen und Schüler aus und was erwarten die Lehrer? Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben mit SV-Lehrerin Edith Kemeny, Saadet Sarioglu und Adam Ramadani von der Realschule eine Videokonferenz abgehalten. Dabei berichteten die Schüler von ihren Erfahrungen; Kemeny berichtete auch von der Verantwortung, die die Kinder und Jugendlichen haben. "Das kam alles so plötzlich", erklärt Adam, der sich nach eigenen Angaben an die Situation noch gewöhnen muss. Michael Ast, kommissarischer Leiter der Realschule hatte schnell reagiert. "Er hat gemeinsam mit einem Kollegen eine digitale Lernplattform bereit gestellt, auf die jeder Schüler Zugriff hat", berichtet Kemeny. Diese Plattform sei nach Jahrgängen und Klassen unterteilt. "Für jede Klasse gibt es einen Ordner, in dem die Aufgaben für die Schülerinnen und Schüler enthalten sind", beschreibt die SV-Lehrerin das Procedere. Die Schüler können sich mit einem Benutzernamen und Passwort einloggen. "Wir haben vorher alle Eltern angeschrieben und darum gebeten, dass die Aufgaben handschriftlich erledigt werden müssen", so Kemeny. Und auch für diejenigen, die keinen Internetanschluss haben, wurde gesorgt. "Ein paar Lehrer haben die Unterrichtsmaterialien kopiert und den Schülern zukommen lassen", erklärt die Lehrerin. Wie gehen nun aber die Schüler mit der Situation um? "Die Art und Weise, wie alles umgesetzt wurde, war echt positiv", erklärt Saadet Sarioglu, die auch Schülersprecherin ist. Sie findet die Zwangspause nach eigenen Aussagen blöd, da dieses die letzten Monate für die Zehntklässlerin in der Schule wären. Sie findet es aber toll, dass die Schule so schnell reagiert hat. Ihr Tagesablauf sieht entspannt aus. "Ich schlafe erst einmal aus und dann fange ich irgendwann an zu arbeiten", erzählt sie schmunzelnd. Der einzige Nachteil der Heimarbeit sei, dass sie sich schlechter konzentrieren könne. Das ist auch bei Adam Ramadan der Fall. "Ich bin leicht ablenkbar", erklärt er und unterstreicht, dass er es furchtbar gefunden habe, dass die Schule geschlossen worden sei. Trotz allem fühlen sich Adam als auch Saadet gut betreut. "Wenn es Fragen gibt, können uns die Schüler kontaktieren", erklärt Edith Kemeny. Aber alle drei haben einen ganz dringenden Wunsch: "Dass die Zeit schnell vorbeigeht."    

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