Mor­gen Nacht ist es wie­der soweit: Am Sonn­tag, 29. März beginnt die Som­mer­zeit. Die Zeit­um­stel­lung wird erneut vie­len Men­schen zu schaf­fen machen, denn die Uhr wird von 2 auf 3 Uhr vor­ge­stellt. Damit fehlt in der Nacht der Zeit­um­stel­lung eine Stunde.

Nach der Zeit­um­stel­lung auf die Som­mer­zeit bleibt es mor­gens also wie­der eine Stun­de län­ger dun­kel, dafür ist es abends eine Stun­de län­ger hell.

Das EU-Par­la­ment plä­diert für eine Abschaf­fung der Zeit­um­stel­lung – aller­dings erst im Jahr 2021. Auf die­se Posi­ti­on einig­ten sich die Abge­ord­ne­ten am Diens­tag in Straß­burg. Für die tat­säch­li­che Abschaf­fung müss­te aller­dings noch ein Kom­pro­miss mit den Mit­glied­staa­ten erzielt werden. 

Hin­ter­grund ist eine Online-Umfra­ge: Mehr als 80 Pro­zent der 4,6 Mil­lio­nen Teil­neh­mer plä­dier­ten für ein Ende der Zeit­um­stel­lung, dar­un­ter allein 3 Mil­lio­nen aus Deutschland.

Nach der Befra­gung kün­dig­te Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Jean-Clau­de Juncker an, einen Geset­zes­vor­schlag vor­zu­le­gen. Die Sache schien ein­fach: „Mil­lio­nen haben geant­wor­tet und sind der Auf­fas­sung, dass es so sein soll­te, dass die Som­mer­zeit in Zukunft für alle Zeit gilt“, sag­te er. Die Zeit­um­stel­lung soll­te damit abge­schafft wer­den. Die Staa­ten könn­ten künf­tig selbst ent­schei­den, ob sie dau­er­haft Win­ter- oder Som­mer­zeit wollen.

Gut ein Jahr spä­ter gibt es im Kreis der EU-Staa­ten wenig Fort­schrit­te. Ein gro­ßer Teil der Län­der habe noch kei­ne Posi­ti­on, hieß es aus Diplo­ma­ten­krei­sen in Brüs­sel. Es gebe die Sor­ge, dass die Aus­wir­kun­gen einer Ände­rung nicht aus­rei­chend erforscht und ana­ly­siert seien.

Das Euro­pa­par­la­ment sprach sich hin­ge­gen bereits im März dafür aus, die Umstel­lung 2021 abzu­schaf­fen. Damit die Ände­rung in Kraft tre­ten kann, müss­ten aber auch die EU-Staa­ten mehr­heit­lich zustim­men. Bei den zustän­di­gen Ver­kehrs­mi­nis­tern gab es dazu bis­lang kei­ne Eini­gung. Die Umset­zung der geplan­ten Abschaf­fung der Zeit­um­stel­lung steht also der­zeit noch in den Ster­nen. Vor allem an einer Stel­le gibt es Probleme.

 

 

Von Redaktion

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