„Der Regel­be­treib der Klär­schlammt­rock­nung wird schnellst­mög­lich auf­ge­nom­men. Nach der Fer­tig­stel­lung der Kami­ne und nach aus­rei­chen­dem Pro­be­be­trieb ist eine Ein­woh­ner­ver­samm­lung ggf. auf der Klär­an­la­ge durch­zu­füh­ren.” So lau­tet der Beschluss­vor­schlag, über den der Aus­schuss am kom­men­den Don­ners­tag bera­ten wird — eine Dringlichkeitsentscheidung.

In der Sach­dar­stel­lung wird deut­lich, was vie­le August­dor­fer viel­leicht bis­her noch nicht wuss­ten — die Klär­schlammt­rock­nungs­an­la­ge läuft bis­her noch nicht im Pro­be­be­trieb. Damit dass pas­sie­ren kann, muss der Rats­be­schluss vom 13.06.2019 umge­hend auf­ge­ho­ben, bezie­hungs­wei­se geän­dert wird. Dort heißt es: „Die Klär­schlammt­rock­nungs­an­la­ge wird umge­hend geräumt. Die Trock­nung des Klär­schlam­mes wird ab sofort ein­ge­stellt. Bis zur Fer­tig­stel­lung der Kami­ne ist der Klär­schlamm in Con­tai­ner zu beför­dern. Die Gemein­de­wer­ke stel­len sicher, dass die gefüll­ten Con­tai­ner sofort abge­fah­ren wer­den. Nach Fer­tig­stel­lung der Kami­ne, bzw. vor Wie­der­auf­nah­me der Klär­schlammt­rock­nung ist gem. unse­rer Haut­sat­zung eine Ein­woh­ner­ver­samm­lung ggf. auf der Klär­an­la­ge durchzuführen.“

Gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN erklär­te Betriebs­lei­ter Armin Zim­mer­mann: „Damit die Abluft­ka­mi­ne laut den Vor­ga­ben betrie­ben wer­den kön­nen und die Anwoh­ner nicht mehr zeit­wei­se durch auf­tre­ten­de Gerü­che, bedingt durch den feh­len­den Pro­be­be­trieb, beein­träch­tigt wer­den, ist es zwin­gend erfor­der­lich, unver­züg­lich mit dem Pro­be­be­trieb zu beginnen.”

Neben einer erneu­ten Geräusch­pe­gel­mes­sung, die direkt im Anschluss an den Pro­be­be­trieb, bei West­wind­la­ge, erfol­gen soll, wird es auch eine Geruchs­mes­sung, geben. Die­se soll nach drei Mona­ten im „Nor­mal-Regel­be­trieb“ vor­ge­nom­men werden.

 

Von Redaktion

Ein Gedanke zu „Ausschuss berät über Kläranlage“
  1. Eine Ver­än­de­rung oder sogar Auf­he­bung des Rats­be­schlus­ses vom 13.06.2019 ist nicht ange­zeigt. Der Betrei­ber hat die Anla­ge im Herbst letz­ten Jah­res voll­um­fäng­lich mit Klär­schlamm gefüllt, die Abluft seit dem über die damals fer­tig­ge­stell­ten Abluft­ka­mi­ne in die Umwelt abge­führt und den Klär­schlamm durch das elek­tri­sche Schwein wen­den las­sen. Spä­tes­tens ab die­sem Zeit­punkt wird die Anla­ge bis zum heu­ti­gen Tag, gegen den gül­ti­gen Beschluss des Rates der Gemein­de August­dorf vom 13.06.19, im Regel­be­trieb betrieben.
    Auch lie­gen dem Betriebs­lei­ter, dem Bür­ger­meis­ter und dem Rat der Gemein­de August­dorf aktu­ell erneut Beschwer­den der Nach­bar­schaft über Gestank vor, obwohl die Abluft nun durch die Kami­ne beschleu­nigt abge­führt wird. Des Wei­te­ren lie­gen den o.g. Per­so­nen offi­zi­el­le Beschwer­den diver­ser Anwoh­ner über die Laut­stär­ke der Kami­ne vor. Dem­nach ist die sola­re Klär­schlammt­rock­nungs­an­la­ge mit der Inves­ti­ti­on in die Schlo­te ledig­lich „ver­schlimm­bes­sert“ worden. 

    Wie kann dann allen Erns­tes eine Abän­de­rung des dama­li­gen Beschlus­ses in „nach aus­rei­chen­dem Pro­be­be­trieb ist eine Ein­woh­ner­ver­samm­lung ggf. auf der Klär­an­la­ge durch­zu­füh­ren“ vor­ge­legt werden.
    Der Beschluss des Rates am 13.06.19 wur­de auf Drän­gen der Anwoh­ner durch einen demo­kra­ti­schen Akt (Unter­schrif­ten­ak­ti­on) erreicht. Es gibt über­haupt kei­nen Grund davon abzu­rü­cken, weil die Geruchs­pro­ble­ma­tik wei­ter besteht und durch die Lärm­be­läs­ti­gung sogar ins uner­träg­li­che gestei­gert wurde.
    Der Pro­be­be­trieb der gesam­ten Anla­ge ist bereits im Herbst des Jah­res 2017 gestar­tet. Was soll denn bit­te geprobt wer­den? Die grund­sätz­li­che Arbeits­wei­se, Trock­nung des Schlamms durch sola­re Strah­lung, wen­den durch das elek­tri­sche Schwein und Aus­tausch der feuch­te­ren Hal­len­luft mit der trock­ne­ren Außen­luft, hat sich seit der Erst­in­be­trieb­nah­me nicht verändert.
    Der Abluft ist es völ­lig egal ob sie seit­lich oder nach oben aus der Anla­ge geführt wird. Ekel­er­re­gen­de Gerü­che und krank­ma­chen­de Par­ti­kel hat sie in der einen wie auch in der ande­ren Rich­tung im Gepäck.
    Es bleibt also fest­zu­hal­ten, dass die Bezirks­re­gie­rung der­zeit kein grü­nes Licht gibt, weil der wei­ter gül­ti­ge Beschluss des Rates vom 13.06.19 genau das verhindert.
    War­um hat die­ser Beschluss eigent­lich nicht ver­hin­dert, dass weder Schlamm nach dem 13.06.19 in der Anla­ge zum Trock­nen aus­ge­brei­tet wur­de (Teil­flä­chen — in der Hoff­nung das es dann auch nur teil­wei­se stinkt) noch die voll­stän­di­ge Inbe­trieb­nah­me der sola­ren Klär­schlammt­rock­nungs­an­la­ge im Herbst des ver­gan­ge­nen Jahres? 

    Es ist an der Zeit ein­fach anzu­er­ken­nen, dass eine sol­che Tech­nik in der­art räum­li­cher Nähe zu einer Wohn­sied­lung, ohne erheb­li­che Beläs­ti­gun­gen der Anwoh­ner, nicht beherrsch­bar ist. Abschlie­ßend sei ange­merkt, dass die Klär­an­la­ge ihrer eigent­li­chen Auf­ga­be, näm­lich Abwas­ser zu rei­ni­gen, nicht ein­ge­schränkt ist. Egal ob mit oder sola­rer Klär­schlammt­rock­nung. Einen Dring­lich­keits­be­schluss her­bei­zu­füh­ren ist daher völ­lig unnötig.

    Mein Appell an die Mit­glie­der des Haupt- und Finanzausschuss: 

    Hal­ten Sie an dem dama­lig ein­stim­mig gefass­ten Beschluss fest und leh­nen Sie die­sen Beschluss­vor­schlag ab, weil zu den dama­li­gen Pro­ble­men jetzt noch ein dra­ma­ti­sche­res hin­zu­ge­kom­men ist. 

    Vol­ker Dierk

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