Pünkt­lich zum Beginn des Rama­dan­fes­tes hat die tür­kisch-isla­mi­sche Gemein­de in August­dorf am Frei­tag Mit­tag um 13.30 Uhr den Gebets­ruf erschal­len las­sen, den der Imam der Gemein­de, Can Bicer, ausrief.

Eini­ge weni­ge Gläu­bi­ge hat­ten sich an der Stra­ße mit dem erfor­der­li­chen Abstand zuein­an­der ver­sam­melt, um dem Imam zuzu­hö­ren, der die­se begrüß­te und dar­an erin­ner­te, dass die­ses Fest, dass eigent­lich gemein­sam gefei­ert wer­de, unter den aktu­el­len Umstän­den beson­ders sei.

Gleich im Anschluss wand­te sich Bicer gen Osten und rief auf arabisch:

Allah ist der Allergrößte
Ich bezeu­ge, dass es kei­nen Gott außer Allah gibt
Ich bezeu­ge, dass Muham­mad der Gesand­te Allahs ist
Kommt her zum Gebet
Kommt her zum Heil
Allah ist der Allergrößte
Es gibt kei­nen Gott außer Allah

„Bis auf wei­te­res wird zu Mit­tags­zei­ten der Gebets­ruf mit Rück­sicht auf das Umfeld prak­ti­ziert wer­den”, erklärt der Vor­stand der Gemeinschaft.

 

 

 

Was ist der Gebetsruf?

Der Gebets­ruf (ara­bisch: Adhān ) erin­nert Mus­li­me an die täg­li­chen Pflicht­ge­be­te. Dazu besteigt der Muez­zin das Mina­rett. Von dem hohen spit­zen Turm an der Moschee war er gut und weit zu hören. In Län­dern mit einer isla­mi­schen Tra­di­ti­on kann man das noch an vie­len Orten beob­ach­ten. Der Gebets­ruf ist immer ein Sprech­ge­sang in Ara­bi­scher Sprache.

Der ers­te Gebets­ruf in der Geschich­te des Islam soll, nach­dem der Pro­phet Moham­med, ange­regt durch ʿAbd Allāh ibn Zaid, den Gebets­ruf beschlos­sen hat­te, von Bil­al al-Haba­schi, einem frei­ge­las­se­nen abes­si­ni­schen Skla­ven und engem Ver­trau­ten des Pro­phe­ten, um 623, kurz nach der Aus­wan­de­rung  aus Mek­ka, geru­fen wor­den sein.

Von Redaktion

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