Die meis­ten August­dor­fer ken­nen sicher­lich den Dünen­wan­der­weg. Die wenigs­ten haben ihn aber schon ein­mal durch die Augen von Sat­ya­de­vi Bretz gese­hen. Die 38-Jäh­ri­ge ist Yoga- und Semi­nar­lei­te­rin bei Yoga Vidya und hat einen Sinn für Din­ge, der den meis­ten ande­ren wahr­schein­lich abhan­den gekom­men ist oder den die­se nie hatten.

Sat­ya­de­vi spürt die Ener­gie von Bäu­men, spricht mit Engeln und stellt Fra­gen, die sie hat, dem Äther. Wer jetzt denkt, dass das unge­wohnt klingt, hat das sym­pa­thi­sche Engels­me­di­um noch nicht ken­nen gelernt. Denn schon nach weni­gen Minu­ten ist man ihrem Charme ver­fal­len. Sat­ya­de­vi Bretz ist über­zeu­gend und man spürt sofort die Leich­tig­keit bei gleich­zei­ti­ger Ernst­haf­tig­keit, mit der sie durchs Leben geht.

Ein Spa­zier­gang mit ihr ist wie eine Wan­de­rung durch uner­forsch­tes Gebiet. Din­ge, an denen man sonst vor­bei läuft, erschei­nen plötz­lich im neu­en Licht, Fra­gen tür­men sich auf, neue Erkennt­nis­se wer­den gewon­nen und drei Stun­den ver­ge­hen wie im Flug.

Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben Sat­ya­de­vi Bretz exklu­siv durch das Dünen­feld beglei­tet. Das Gefühl, das an man­chen Natur­plät­zen auf uner­klär­li­che Art und Wei­se beson­ders star­ke Emp­fin­dun­gen aus­löst, kom­me laut der prak­ti­zie­ren­den Yoga-Lei­te­rin auf­grund soge­nann­ter Kraf­t­or­te. „Da kann man die Schön­heit der Natur spü­ren und emp­fin­det Ehr­furcht, Respekt und Stau­nen”, erklärt sie. Hier gebe es es fei­ne ener­ge­ti­sche Strö­mungs­kräf­te, die sich an die­sem Ort kon­zen­trie­ren und auf- oder abwärts strömen.

Vor allem Bäu­me sind Kraf­t­or­te. „Die Bäu­me sind alle ener­ge­tisch mit­ein­an­der ver­bun­den. Sie besit­zen ein gemein­sa­mes Bewusst­sein”, so Bretz. Es wur­de fest­ge­stellt, dass Bäu­me unter­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren. Tritt jemand in den Wald mit der Absicht einen Baum zu fäl­len, so wird einen Kilo­me­ter wei­ter die­se Infor­ma­ti­on bereits an die ande­ren Bäu­me weitergegeben.

Und so fällt ihr Blick nach weni­gen Metern im Dünen­feld auf eine Kie­fer, die sich in unge­wöhn­li­cher Form ihren Weg nach oben bahnt. „Das ist einer der spi­ri­tu­ells­ten Bäu­me, die ich je gese­hen habe”, ent­fährt es ihr. Dabei beob­ach­tet sie nicht nur den Baum, son­dern auch die unmit­tel­ba­re Umge­bung. Denn dort wächst eine Bir­ke, die an zwei Stel­len die Äste der Kie­fer streift — ein beson­de­rer Kraft­ort, an dem beson­ders viel Ener­gie flie­ße. Aber auch eine Esche wächst nur ein paar Meter ent­fernt. „Eschen haben eine beson­de­re Schutz­funk­ti­on”, erklärt Bretz.

Ein unschein­ba­rer Baum ent­puppt sich als beson­de­re Kraft­quel­le. (Foto: Wolff)

Es gibt aber noch wei­te­re Hin­wei­se auf Bäu­me, die eine beson­de­re Funk­ti­on in der Land­schaft haben. „Baum­rüs­sel sind Äste, die vom Stamm zuerst waa­ge­recht weg wach­sen und dann plötz­lich nach oben stre­ben. An die­sen Bäu­men kann man gut rege­ne­rie­ren, da an die­sen Bäu­men eine erhöh­te Vital­kraft vor­zu­fin­den ist. Oft zeigt die Rich­tung des Rüs­sels einen ande­ren beson­de­ren Ort bis in ca. 500 Metern Ent­fer­nung an”, erklärt die Yoga-Leiterin.

Aber auch Bau­mau­gen und Baum­to­re wei­sen auf Kraf­t­or­te hin, die die Hei­lung an Men­schen beschleu­ni­gen kann. „Man soll­te sich auf die­sen Ort ein­stim­men, damit die Hei­lung effek­ti­ver wirkt”, erklärt Bretz. „Eine Art des Hal­lo-Sagens oder den Baum umar­men wäre schon hilfreich.”

Der Wald habe sehr posi­ti­ve Eigen­schaf­ten auf den Men­schen und kön­ne die­sem hel­fen, wie­der ins Gleich­ge­wicht zu kommen.
„Der Wald macht ein­fach glück­lich”, ist sich Bretz sicher.

Bäu­me sind an ihren Stand­ort gebun­den und reagie­ren sen­si­bel auf das ener­ge­ti­sche Umfeld. Ist die­ses für ihr Wachs­tum nicht opti­mal, so reagie­ren sie dar­auf. Jedes leben­di­ge Sys­tem, so auch der Baum, sucht immer den Aus­gleich, die Harmonie.

Nach­dem wir uns auf der Bank am Mäu­se­grund aus­ru­hen, geht es wie­der zurück zum Aus­gangs­punkt. Eins weiß ich ab jetzt: Die nächs­te Wan­de­rung im Dünen­feld wer­de ich mit ande­ren Sin­nen erleben.

 

Von Redaktion

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