Team „Ärztemangel in Augustdorf ab Ende 2022?“ informiert

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Ein offener Brief von Maria Raschke und Wolfgang Huppke.

Schon seit lan­ger Zeit kämp­fen Wolf­gang Hupp­ke und Maria Rasch­ke dafür, dass die haus­ärzt­li­che Ver­sor­gung in August­dorf wei­ter auf­recht erhal­ten wird. Vor allem, wenn die jetzt täti­gen Medi­zi­ner ihre Pra­xis aus Alters­grün­den auf­ge­ben. Nun wen­den sich bei­de in einem offe­nen Brief an die August­dor­fer, um über den Stand ihrer Bemü­hun­gen zu infor­mie­ren.

 

„Sehr geehr­te August­dor­fer Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger,

mit dem heu­ti­gen Schrei­ben zum obi­gen The­ma, möch­ten wir Sie ger­ne über den aktu­el­len Sach­stand unse­rer Arbeit infor­mie­ren.

Zunächst ein­mal freu­en wir uns, dass wir in der Gemein­de bis­her so glimpf­lich durch die Coro­na Pan­de­mie gekom­men sind und hof­fen, das alle zuvor Erkrank­ten wie­der voll­stän­dig gene­sen sind. Drü­cken wir die Dau­men, dass es so bleibt.

Wie Sie sicher­lich noch wis­sen, hat­ten wir am 23. März eine Podi­ums­dis­kus­si­on mit Gäs­ten, so auch den Gesund­heits­mi­nis­ter von NRW, Herrn Lau­mann, geplant.

Die­se Ver­an­stal­tung ist kurz­fris­tig „Coro­na“ zum Opfer gefal­len. Von die­ser Ver­an­stal­tung hat­ten wir uns einen zusätz­li­chen posi­ti­ven Schub in der Außen­dar­stel­lung „Ärz­te­man­gel in August­dorf“ erhofft.

Stand bis dahin war es auch, unse­re in Zusam­men­ar­beit mit Schü­lern der Lem­go­er Berufs­kol­legs auf­ge­leg­ten Wer­be­ak­ti­on zu prä­sen­tie­ren. Auch hier hat Coro­na zuge­schla­gen. Wie Ihnen rück­bli­ckend viel­leicht noch aus den Medi­en bekannt ist, gab es eine Schul­klas­se in Lem­go (eben unse­re), die genau aus die­sem Öster­rei­cher Ski­ge­biet zurück kam und sofort in häus­li­che Qua­ran­tä­ne muss­te. Zusätz­lich wur­de dann der Schul­be­trieb ein­ge­stellt.  Wir hof­fen nun, dass in den nächs­ten Wochen die Arbeit fort­ge­setzt wer­den kann.

Es gibt aber auch einen zunächst klei­nen Licht­blick am Hori­zont.                                                        

 Das Team erhielt die Infor­ma­ti­on, dass es in der Gemein­de wohl eine Ärz­tin (aus Kroa­ti­en) gibt, deren Lebens­part­ner Sol­dat ist. Also hieß es, Ver­bin­dung auf­zu­neh­men und das Gespräch zu suchen.

Nach­dem der ers­te per­sön­li­che Kon­takt her­ge­stellt wur­de, galt es nun erst ein­mal fest­zu­stel­len, wel­chen Wer­de­gang und Aus­bil­dungs­stand sie hat. Denn Arzt zu sein, heißt nicht auch gleich „All­ge­mein­me­di­zi­ner“ zu sein und eine Pra­xis füh­ren zu dür­fen. Dies erfor­dert eine län­ge­re Zusatz­aus­bil­dung.

Dr. Wer­ner Rasch­ke beglei­tet der­zeit die ers­ten Schrit­te der Aus­bil­dungs­ab­läu­fe. Soll­te alles wie geplant klap­pen, so gehen aller­dings noch knapp vier Jah­re ins Land. Vie­le Pati­en­ten konn­te die Ärz­tin schon seit eini­gen Wochen, jeweils Mon­tags und Frei­tags in der Pra­xis im Prak­ti­kum erle­ben.

Hof­fen wir ein­mal, dass die ergän­zen­de Aus­bil­dung, der Beruf Sol­dat des zukünf­ti­gen Ehe­manns und dass in der Gemein­de „ange­kom­men“ zu seins von Erfolg gekrönt sein wird.

Dies bedeu­tet aber nicht, dass wir aller Sor­gen ent­le­digt sind. Nein bestimmt nicht! Wir dür­fen noch ein­mal erin­nern, dass wir aktu­ell fünf Ärz­te haben. Vier möch­ten in der Ruhe­stand gehen. Somit ist klar, dass wir unter ande­rem auch durch unse­re ange­peil­te Wer­be­maß­nah­me über­re­gio­nal wer­ben wol­len und ver­su­chen schnellst­mög­lich die mög­li­chen Lücken in der ärzt­li­chen Ver­sor­gung zu schlie­ßen.

Ziel ist es auch, die aus­ge­fal­le­ne Dis­kus­si­ons­run­de nach­zu­ho­len.

Blei­ben Sie alle gesund!

Maria Rasch­ke und Wolf­gang Hupp­ke”

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Schon seit langer Zeit kämpfen Wolfgang Huppke und Maria Raschke dafür, dass die hausärztliche Versorgung in Augustdorf weiter aufrecht erhalten wird. Vor allem, wenn die jetzt tätigen Mediziner ihre Praxis aus Altersgründen aufgeben. Nun wenden sich beide in einem offenen Brief an die Augustdorfer, um über den Stand ihrer Bemühungen zu informieren.   "Sehr geehrte Augustdorfer Mitbürgerinnen und Mitbürger, mit dem heutigen Schreiben zum obigen Thema, möchten wir Sie gerne über den aktuellen Sachstand unserer Arbeit informieren. Zunächst einmal freuen wir uns, dass wir in der Gemeinde bisher so glimpflich durch die Corona Pandemie gekommen sind und hoffen, das alle zuvor Erkrankten wieder vollständig genesen sind. Drücken wir die Daumen, dass es so bleibt. Wie Sie sicherlich noch wissen, hatten wir am 23. März eine Podiumsdiskussion mit Gästen, so auch den Gesundheitsminister von NRW, Herrn Laumann, geplant. Diese Veranstaltung ist kurzfristig „Corona“ zum Opfer gefallen. Von dieser Veranstaltung hatten wir uns einen zusätzlichen positiven Schub in der Außendarstellung „Ärztemangel in Augustdorf“ erhofft. Stand bis dahin war es auch, unsere in Zusammenarbeit mit Schülern der Lemgoer Berufskollegs aufgelegten Werbeaktion zu präsentieren. Auch hier hat Corona zugeschlagen. Wie Ihnen rückblickend vielleicht noch aus den Medien bekannt ist, gab es eine Schulklasse in Lemgo (eben unsere), die genau aus diesem Österreicher Skigebiet zurück kam und sofort in häusliche Quarantäne musste. Zusätzlich wurde dann der Schulbetrieb eingestellt.  Wir hoffen nun, dass in den nächsten Wochen die Arbeit fortgesetzt werden kann. Es gibt aber auch einen zunächst kleinen Lichtblick am Horizont.                                                          Das Team erhielt die Information, dass es in der Gemeinde wohl eine Ärztin (aus Kroatien) gibt, deren Lebenspartner Soldat ist. Also hieß es, Verbindung aufzunehmen und das Gespräch zu suchen. Nachdem der erste persönliche Kontakt hergestellt wurde, galt es nun erst einmal festzustellen, welchen Werdegang und Ausbildungsstand sie hat. Denn Arzt zu sein, heißt nicht auch gleich „Allgemeinmediziner“ zu sein und eine Praxis führen zu dürfen. Dies erfordert eine längere Zusatzausbildung. Dr. Werner Raschke begleitet derzeit die ersten Schritte der Ausbildungsabläufe. Sollte alles wie geplant klappen, so gehen allerdings noch knapp vier Jahre ins Land. Viele Patienten konnte die Ärztin schon seit einigen Wochen, jeweils Montags und Freitags in der Praxis im Praktikum erleben. Hoffen wir einmal, dass die ergänzende Ausbildung, der Beruf Soldat des zukünftigen Ehemanns und dass in der Gemeinde „angekommen“ zu seins von Erfolg gekrönt sein wird. Dies bedeutet aber nicht, dass wir aller Sorgen entledigt sind. Nein bestimmt nicht! Wir dürfen noch einmal erinnern, dass wir aktuell fünf Ärzte haben. Vier möchten in der Ruhestand gehen. Somit ist klar, dass wir unter anderem auch durch unsere angepeilte Werbemaßnahme überregional werben wollen und versuchen schnellstmöglich die möglichen Lücken in der ärztlichen Versorgung zu schließen. Ziel ist es auch, die ausgefallene Diskussionsrunde nachzuholen. Bleiben Sie alle gesund! Maria Raschke und Wolfgang Huppke"

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