Heu­te ist der Tag, den vie­le Eltern, Leh­rer und zahl­rei­che Kin­der her­bei­ge­sehnt haben: Schul­be­ginn, zumin­dest für die Viert­kläss­ler. Seit dem 16. März war der regu­lä­re Schul­un­ter­richt aus­ge­fal­len. Was ist seit­dem vor­ge­fal­len, wie haben sich die Schul­lei­te­rin­nen auf den Tag X vor­be­rei­tet? „Am Anfang hat­ten wir eine Not­be­treu­ung mit einem Kind”, erklärt Ute Krau­se, Schul­lei­te­rin der Grund­schu­le In der Sen­ne. An einen nor­ma­len Tages­ab­lauf sei aber über­haupt nicht zu den­ken gewe­sen. „Wir hat­ten wahn­sin­nig viel zu tun”, erklärt sie.

Vie­le Anfra­gen sei­en zu beant­wor­ten,  zahl­rei­che, for­mel­le Ange­le­gen­hei­ten zu regeln gewe­sen. „Die größ­te Her­aus­for­de­rung bestand aber dar­in, dass wir vie­le Infor­ma­tio­nen in den ers­ten Tagen der Kri­se häu­fig erst spät am Tag vom Schul­mi­nis­te­ri­um erhal­ten haben”, so Krau­se. Die dar­in ent­hal­te­nen Wei­sun­gen hät­ten häu­fig am nächs­ten Tag umge­setzt wer­den müs­sen. Die Zusam­men­ar­beit den Eltern indes habe gut geklappt. „Vie­le Leh­re­rin­nen und Leh­rer waren zwi­schen­durch zu den Schü­lern gefah­ren und haben auch tele­fo­nisch und via Inter­net Kon­takt gehal­ten”, schil­dert die Schul­lei­te­rin die Erfah­rung der letz­ten Wochen.

Im Büro ist Ute Krau­se hin­ter einer Ple­xi­glas­schei­be geschützt. (Foto. Wolff)

Wie soll es nun ab heu­te wei­ter­ge­hen? Wie soll sicher­ge­stellt wer­den, dass es kei­ne wei­te­ren Infi­zie­run­gen gibt? Die drei vier­ten Klas­sen sind dazu in jeweils zwei bis drei Grup­pen unter­teilt. Die­se wer­den zeit­ver­setzt zur Schu­le kom­men. „Jede Grup­pe hat täg­lich  drei Zeit­stun­den Unter­richt”, erklärt Ute Krause.

Aber auch der Umgang mit dem Mund­schutz stellt die Päd­ago­gen vor eine Her­aus­for­de­rung. So soll wäh­rend des Unter­richts kein Mund­schutz­zwang bestehen, wohl aber in den Pau­sen. Die gro­ße Unbe­kann­te sei­en die Kin­der. „Wir wis­sen ein­fach nicht, wie sich die­se an die Vor­ga­ben hal­ten wer­den”, erklärt die Schulleiterin.

Damit sich die Grup­pen nicht unter­ein­an­der begeg­nen, wur­de die gan­ze Schu­le in eine Ein­bahn­stra­ße ver­wan­delt, Toi­let­ten dür­fen nur ein­zeln betre­ten wer­den., zwi­schen sechs und zehn Schü­lern sind einer Grup­pe zuge­ord­net, von den 26 Leh­rern, die an der Schu­le unter­rich­ten, fal­len aller­dings acht aus — eine ech­te Herausforderung.

„Wir wer­den in den ers­ten Stun­den erst ein­mal dar­über spre­chen, wie die Kin­der die ver­gan­ge­nen Wochen erlebt haben”, hat sich Ute Krau­se mit dem Kol­le­gi­um vor­ge­nom­men. Dabei wol­len die Päd­ago­gen auch beson­ders wach­sam sein, ob irgend­wel­che Ereig­nis­se in den Fami­li­en vor­ge­fal­len sind.

So wur­den in Oer­ling­hau­sen meh­re­re Kin­der durch das Jugend­amt zur Not­be­treu­ung gebracht — das geschieht nur bei Miss­brauch und Misshandlungen.

Das sei in der Grund­schu­le In der Sen­ne bis­her nicht der Fall gewe­sen, unter­streicht Krau­se, die sich nach eige­nen Wor­ten gemein­sam mit dem Kol­le­gi­um „rie­sig auf die Kin­der freut.” — es bleibt spannend.

Von Redaktion

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