Das mul­ti­moda­le Ver­kehrs­sys­tem Lip­pe ist offi­zi­ell REGIONALE 2022-Pro­jekt, hat den A‑Status erreicht und damit die letz­te Hür­de genom­men. Dar­über hin­aus erhal­ten das Gesund­heits­zen­trum in Lüdge und die Kli­ma­er­leb­nis­welt in Oer­ling­hau­sen einen neu­en Sta­tus. Die Coro­na-Pan­de­mie hat damit kei­ne Aus­wir­kun­gen auf die Ent­schei­dungs­pro­zes­se der REGIONALE, im Umlauf­ver­fah­ren wur­den Pro­jek­te mit A‑, B- und C‑Status gewürdigt.

„Der Kreis Lip­pe punk­tet mit Pro­jek­ten bei den wich­ti­gen Zukunfts­the­men Mobi­li­tät, Gesund­heit und Kli­ma­schutz. Das ist eine wei­te­re Aner­ken­nung für die zukunfts­wei­sen­den Kon­zep­te, die wir beim Kreis Lip­pe zusam­men mit regio­na­len Netz­werk­part­nern erar­bei­ten“, erklärt Land­rat Dr. Axel Lehmann.

Mul­ti­moda­les Ver­kehrs­sys­tem Lip­pe ist REGIONALE 2022-Projekt

Das mul­ti­moda­le Ver­kehrs­sys­tems Lip­pe hat den A‑Status erhal­ten und ist damit offi­zi­el­les Pro­jekt der Regio­na­le 2022. Beson­ders gewür­digt wird dadurch der geplan­te Lücken­schluss im ÖPNV, indem Stadt und Land durch bes­se­re Ange­bo­te im Nah­ver­kehr ver­bun­den werden.

Eine Schnell­bu­sach­se ermög­licht, im 30-Minu­ten-Takt von Lemgo/Detmold über Blom­berg, Schie­der-Schwa­len­berg und Lüg­de nach Bad Pyr­mont zu fah­ren. Attrak­tiv für Pend­ler ist zudem die Neu­struk­tu­rie­rung der Tari­fe, bei­spiels­wei­se durch Job-Tickets. Kür­ze­re Fahr­zei­ten von regio­na­len Bus­li­ni­en und der Umstieg in neue Orts­bus­sen ver­bes­sern die Optio­nen für die ÖPNV-Nut­zer. Neu ist auch ein fle­xi­bler Ein­stieg in die Orts­bus­se an zusätz­li­chen Bedarfs­hal­te­stel­len im länd­li­chen Raum. Zudem ent­ste­hen Mobil­sta­tio­nen, die den Wech­sel zwi­schen Bus und Bahn, dem Rad sowie dem Auto ver­ein­fa­chen. Die Mobil­sta­tio­nen bie­ten siche­re Abstell­flä­chen für Fahr­rä­der sowie Lade­stel­len für E‑Fahrzeuge. Außer­dem soll dazu eine ein­heit­li­che Informations‑, Buchungs- und Bezahl­platt­form ent­ste­hen, die den Nut­zern online zur Ver­fü­gung ste­hen soll. Ergän­zen­de Ange­bo­te wie die Bereit­stel­lung von Car-Sharing-Fahr­zeu­gen oder Leih­rä­dern run­den das gesam­te Pro­jekt­vor­ha­ben ab.

„guLIP“ – Gesun­des Land Lip­pe: Stand­ort Lüdge erhält den B‑Status

Die Stand­ort­kon­zep­ti­on für ein Gesund­heits­zen­tren in Lüg­de hat den B‑Status erreicht. In den Emmer-Espla­na­den in Lüdge ent­steht ein zwei­tes regio­na­les Gesund­heits­zen­trum, als wei­te­rer Bau­stein um die Ver­sor­gung im Kreis Lip­pe zu ent­wi­ckeln und zu sichern. Denn mit dem Auf­bau regio­na­ler Gesund­heits­zen­tren setzt der Kreis Lip­pe auf ein Gesamt­kon­zept zur Unter­stüt­zung einer hoch­wer­ti­gen Gesund­heits- und Pfle­ge­ver­sor­gung im länd­li­chen Raum.

Kli­ma­er­leb­nis­welt Oer­ling­hau­sen erhält den C‑Status

Die Kli­ma­er­leb­nis­welt Oer­ling­hau­sen wird als bun­des­weit ers­te erleb­nis­päd­ago­gi­sche Ein­rich­tung geplant. Mit dem Ziel die drän­gen­den Fra­gen der Anpas­sung an den Kli­ma­wan­del auf­zu­zei­gen und zu beant­wor­ten, denn Hit­ze oder Dür­re stel­len Natur, Woh­nen und Gesund­heit vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen. Das Pro­jekt macht den Kli­ma­wan­del haut­nah erfahr­bar und stellt Stra­te­gien vor, um dar­auf zu reagieren.

So ver­an­schau­li­chen die Gebäu­de – als Teil der Kli­ma­er­leb­nis­welt – anhand nach­hal­ti­ger Mate­ria­li­en und Ener­gie­er­zeu­gung das kli­ma­an­ge­pass­te Bau­en. Die Fas­sa­den und das Bau­ma­te­ri­al für das bar­rie­re­freie Gebäu­de ori­en­tie­ren sich an den Aspek­ten „Feu­er, Luft, Was­ser, Erde“, im Zuschnitt wird eine Waben­struk­tur aufgegriffen.

Die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels und Mög­lich­kei­ten der Anpas­sung, die Neu­ge­stal­tung des per­sön­li­chen Lebens­um­felds im urba­nen Raum sowie die zukunfts­ori­en­tier­te Land- und Forst­wirt­schaft kön­nen die Besu­cher inner­halb der Gebäu­de erle­ben. Im Natur­schutz­groß­pro­jekt lässt sich die rea­le Umset­zung besich­ti­gen. Das nahe Archäo­lo­gi­sche Frei­licht­mu­se­um schlägt den Bogen zur Kli­ma­fol­gen­an­pas­sung unse­rer Vorfahren.

Wei­te­re Pro­jek­te aus Lip­pe wer­den mit neu­em Sta­tus gewürdigt

Zwei­mal B‑Status und ein­mal C‑Status ver­deut­li­chen, dass die Pro­jek­te aus Lip­pe wei­ter­hin gefragt sind und Chan­cen haben, um im Rah­men der REGIONALE rea­li­siert zu werden.

Dies bedeu­tet den nächs­ten Schritt für das Pro­jekt „Auto­bahn — Bau­stein Auto­BAHN-CAB“, das den Auf­bau und Demons­tra­ti­on von Mono­Cab-Pro­to­ty­pen der TH OWL als eine visio­nä­re Zukunft des Nah­ver­kehrs auf­zeigt. Es erhält den B‑Status.

Auch die Pla­nung für ein neu­es Ein­gangs- und Aus­stel­lungs­ge­bäu­de im LWL-Frei­licht­mu­se­um Det­mold erhält den B‑Beschluss. Durch den Neu­bau ent­ste­hen Aus­stel­lungs­flä­chen und neue muse­ums­päd­ago­gi­sche Mög­lich­kei­ten – eine wich­ti­ge Ent­wick­lungs­chan­ce für das größ­te Frei­licht­mu­se­um Deutschlands.

Zudem erhält der Bil­dungs­cam­pus im Stadt­Land­Quar­tier – inte­grier­te Bestand­tei­le eines kom­mu­na­len Ent­wick­lungs­pro­zes­ses Gemein­de Leo­polds­hö­he den C‑Status der REGIONALE.

Über die REGIONALE 2022

Ost­West­fa­len­Lip­pe rich­tet die REGIONALE 2022 unter der Über­schrift „Urban­Land“ aus. Ziel ist es, die Gleich­wer­tig­keit der Lebens­ver­hält­nis­se in Stadt und Land über inno­va­ti­ve und modell­haf­te Pro­jek­te zu stär­ken. Die Pro­jek­te geben Ant­wor­ten auf die Fra­ge, wie wir in Zukunft leben, woh­nen, arbei­ten, uns fort­be­we­gen und unse­re Frei­zeit gestal­ten wol­len. Im Prä­sen­ta­ti­ons­jahr 2022 wer­den ers­te Ergeb­nis­se sicht­bar. Alle Infor­ma­tio­nen: www.urbanland-owl.de

Von Redaktion

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