Wildgänse fühlen sich in Augustdorf wohl

Zahllose Wildgänse haben sich in den let­zten Tagen in August­dorf einge­fun­den, viele davon in der Nähe der Sand­grube. „Der Großteil von ihnen kommt aus

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Zahllose Wildgänse haben sich in den letzten Tagen in Augustdorf eingefunden, viele davon in der Nähe der Sandgrube. „Der Großteil von ihnen kommt aus der arktischen Tundra und überwintert mittlerweile in Ostfriesland sowie am Niederrhein", erklärt Biologin Edda Affeldt. Und auch wenn die Tiere schön anzusehen sind: Sie können regional Schaden anrichten, „da sie gerne die frische Aussaat verputzen", merkt Edda Affeldt an. Wintergetreideäcker mit sprießenden Jungpflanzen, die sehr empfindlich sind, haben es ihnen dabei besonders angetan. Massiver Schaden entsteht immer dann, wenn die Pflanzen ausgezupft oder in den nassen Boden eingetreten werden. Eigentlich seien Graugänse Zugvögel, die gewöhnlich im Winter nach Süden ziehen. Sie sind Ende August aus ihren sibirischen Brutgebieten zu ihrer rund 6000 Kilometer langen Reise aufgebrochen.

Allein am Niederrhein wird mit rund 200.000 Wildgänsen gerechnet. „In den letzten Jahrzehnten kann man allerdings beobachten", dass vor allem Graugänse immer weiter im Norden überwintern und dadurch zu Standvögeln werden. Das werde unter anderem durch eine intensivierte Landwirtschaft hervorgerufen, die auch im Winter genügend Nahrung auf abgeernteten oder neu eingesäten Feldern biete. „Aber auch der nachhaltige Schutzstatus im Vergleich zu Südeuropa spielt eine Rolle", weiß die Biologin.

Normalerweise würden die Gänse spätestens im Mai weiterziehen. „Dann geht es zurück nach Sibirien", betont Edda Affeldt. Mittlerweile haben es sich die gefiederten Freunde aber auch in Augustdorf bequem gemacht. Während sie sich tagsüber auf dem Feld wohlfühlen, versammeln sie sich bei Einbruch der Dämmerung auf dem nahgelegenen Baggersee um dort zu übernachten.

Graugänse werden im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif, brüten aber meist erst zwei Jahre später. In Nordrhein-Westfalen genießen die Wildgänse, die mit ihrem Geschnatter schon aus der Entfernung auf sich aufmerksam machen, einen besonderen Schutz, indem sie von der Jagd verschont sind.