Ein Gelöb­nis der ganz beson­de­ren Art erleb­ten die Rekru­ten des Auf­klä­rungs­ba­tail­lons 7, des Jäger­ba­tail­lons 1 und des Pan­zer­gre­na­dier­ba­tail­lons 212.

Wäh­rend ansons­ten Besu­cher und Ehren­gäs­te den Scharn­horst­platz säu­men, herrsch­te beim ers­ten Appell wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie gespens­ti­sche Stil­le. Und natür­lich wur­den auch die Sicher­heits­be­stim­mun­gen peni­bel ein­ge­hal­ten. Ein­ge­läu­tet wur­de der fei­er­li­che Tag mit einem Stand­ort­got­tes­dienst, der unter frei­em Him­mel stattfand.

Die bei­den evan­ge­li­schen Mili­tär­pfar­rer Mar­tin Ben­ker und Claus Wag­ner gestal­te­ten die­sen gemein­sam mit ihrer katho­li­schen Kol­le­gin, der Pfarr­hel­fe­rin Doris Weber. Die drei Seel­sor­ger wünsch­ten den anwe­sen­den Rekru­ten alles Gute für die Zukunft und unter­stri­chen, dass in jeg­li­cher Situa­ti­on Jesus mit ihnen sei.

Im Anschluss fan­den sich die Rekru­ten am Scharn­horst­platz ein. Der Kom­man­deur des Pan­zer­gre­na­dier­ba­tail­lons 212, Oberst­leut­nant Maik Cohrs, ver­deut­lich­te die unge­wohn­te Situa­ti­on, in der sich die Sol­da­ten befan­den. „Wir sind in einer For­ma­ti­on ange­tre­ten, die so in kei­ner unse­rer Vor­schrif­ten zu fin­den ist“, erklärt er. Die Gesell­schaft seh­ne sich nach mehr Nor­ma­li­tät. „Dabei gewich­ten wir, die hier zusam­men­ge­kom­men sind, Nor­ma­li­tät anders“, mach­te Cohrs deut­lich. „Für die Stamm­sol­da­ten der 5./212 und für mich ist die­ser Tag ein Stück Nor­ma­li­tät, wenn­gleich unter ande­ren Rah­men­be­din­gun­gen“, so der Kommandeur.

Maik Cohrs unter­strich, dass die Zere­mo­nie, auch wenn die­se einen ande­ren Rah­men habe, wei­ter­hin eine beson­de­re Erin­ne­rung im Leben eines Sol­da­ten sei. „Das gilt unab­hän­gig von Lauf­bahn oder Sta­tus. Ich bin sicher, ein jeder Sol­dat kann sich an den Tag sei­nes Gelöb­nis­ses erin­nern. Ich garan­tie­re Ihnen, bei Ihnen wird es nicht anders sein“, mach­te er deutlich.

Cohrs unter­strich in sei­ner Rede den Unter­schied des Sol­da­ten­seins zu ande­ren Beru­fen. „Die einen — vol­ler Pio­nier­geist — stre­ben dem Neu­en, dem Unbe­kann­ten, auf der Suche nach einer bahn­bre­chen­de Ent­de­ckung ent­ge­gen“, so der Kommandeur.

Die ange­tre­te­nen jun­gen Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten hät­ten sich für einen ande­ren Weg ent­schie­den. „Sie sind nicht dem Indi­vi­dua­lis­mus gefolgt. Sie sind Teil einer Grup­pe, eines Zuges gar einer Kom­pa­nie gewor­den. Bewusst und aus frei­en Stü­cken haben Sie sich für ein ande­res Instru­ment ent­schie­den. Sie wähl­ten die Uni­form der Bun­des­wehr um Ihren Bei­trag zu leis­ten!“, erläu­ter­te Cohrs.

In einer trotz der Umstän­de, fei­er­li­chen Zere­mo­nie leg­ten dann die jun­gen Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten ihr Treue­be­kennt­nis ab. „Ein beson­de­rer Tag“, hör­te man die Sol­da­ten im Anschluss sagen, die die­sen Tag mit Sicher­heit nicht ver­ges­sen werden.

Von Redaktion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner