Zahlreiche Gläubige feiern das Ende des Ramadans

Es war eher eine unge­wöhn­li­che Zeit, zu der der Schlings­bruch am Sonn­tag­mor­gen gut besucht war. Knapp 200 Gläu­bi­ge aus der tür­kisch-isla­mi­schen Gemein­de waren zusam­men­ge­kom­men, um das Ende des Rama­dans und damit ein­her­ge­hend, den Beginn des drei­tä­gi­gen Zucker­fes­tes, mit einem Gebet zu bege­hen.

Schon bevor um 7.15 Uhr der Imam der Gemein­de, Can Bicer, das Gebet sprach, erläu­ter­te er eini­ge Zeit vor­her den Anwe­sen­den in sei­ner Khut­ba, die Wir­kungs­wei­se Allahs. Die Khut­ba, auch Fei­er­tagss­pre­digt genannt, bezeich­net die Pre­digt beim Fest­ge­bet zum isla­mi­schen Fest des Fas­ten­bre­chens.

Der Vor­sit­zen­de des Ver­eins, Tun­cer Sahin, zeig­te sich ganz beson­ders gegen­über Iris Diek­mann, vom Fach­be­reich für Inne­re Ver­wal­tung und Ord­nung, dank­bar. „Ich freue mich sehr, dass wir die­se Aus­nah­me­ge­neh­mi­gung bekom­men haben, da wir das Gebet zum Ende des Rama­dans auf­grund der gesetz­li­chen Bestim­mun­gen nicht in unse­rer Moschee hät­ten abhal­ten kön­nen”, so Sahin; dort pass­ten auf­grund der aktu­el­len Beschrän­kun­gen ledig­lich knapp 20 Gläu­bi­ge hin­ein.

Aber auch für die Ver­samm­lung auf dem Schlings­bruch hat­te es eini­ge Auf­la­gen gege­ben, die erfüllt wur­den. So hat­te die Teil­neh­mer Mas­ken auf, einen Gebets­tep­pich dabei und hat­ten sich im Vor­feld bereits regis­triert; die Beschei­ni­gung nahm Tun­cer Sahin am Ein­gang pers­nön­lich ent­ge­gen.

Mit dem Fest des Fas­ten­bre­chens been­den Mus­li­me welt­weit den Fas­ten­mo­nat Rama­dan. Es wird auch Rama­dan­fest genannt und dau­ert je nach Land und Regi­on zwei bis drei Tage. Im Tür­ki­schen wird es auch Zucker­fest (Şeker Bay­ramı) genannt, weil Kin­der Süßig­kei­ten geschenkt bekom­men.

Das Zucker­fest gehört mit dem Opfer­fest (Eid al-Adha) zu den bedeu­tends­ten Fest­lich­kei­ten im Islam. Gläu­bi­ge bit­ten Allah dar­um, ihre Gebe­te und Mühen wäh­rend des Rama­dans anzu­er­ken­nen und Feh­ler zu ver­zei­hen. Mit dem Zucker­fest drü­cken Mos­lems ihre Freu­de dar­über aus, dass sie die Ent­beh­run­gen des Fas­ten­mo­nats Rama­dan gemeis­tert haben. Der Fas­ten­mo­nat ist damit offi­zi­ell been­det und Mus­li­me dür­fen wie­der bei Tages­licht essen.

Im Anschluss an das Gebet nutz­ten vie­le Mus­li­me die Mög­lich­keit, per Whats­app Glück­wün­sche zum Zucker­fest zu ver­sen­den. Die Gläu­bi­gen bege­hen das Zucker­fest häu­fig mit aus­gie­bi­gen Fest­essen, die nach dem Fas­ten­mo­nat auch wie­der bei Tages­licht erlaubt sind.

 

 

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Es war eher eine ungewöhnliche Zeit, zu der der Schlingsbruch am Sonntagmorgen gut besucht war. Knapp 200 Gläubige aus der türkisch-islamischen Gemeinde waren zusammengekommen, um das Ende des Ramadans und damit einhergehend, den Beginn des dreitägigen Zuckerfestes, mit einem Gebet zu begehen. Schon bevor um 7.15 Uhr der Imam der Gemeinde, Can Bicer, das Gebet sprach, erläuterte er einige Zeit vorher den Anwesenden in seiner Khutba, die Wirkungsweise Allahs. Die Khutba, auch Feiertagsspredigt genannt, bezeichnet die Predigt beim Festgebet zum islamischen Fest des Fastenbrechens. Der Vorsitzende des Vereins, Tuncer Sahin, zeigte sich ganz besonders gegenüber Iris Diekmann, vom Fachbereich für Innere Verwaltung und Ordnung, dankbar. "Ich freue mich sehr, dass wir diese Ausnahmegenehmigung bekommen haben, da wir das Gebet zum Ende des Ramadans aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen nicht in unserer Moschee hätten abhalten können", so Sahin; dort passten aufgrund der aktuellen Beschränkungen lediglich knapp 20 Gläubige hinein. Aber auch für die Versammlung auf dem Schlingsbruch hatte es einige Auflagen gegeben, die erfüllt wurden. So hatte die Teilnehmer Masken auf, einen Gebetsteppich dabei und hatten sich im Vorfeld bereits registriert; die Bescheinigung nahm Tuncer Sahin am Eingang persnönlich entgegen. Mit dem Fest des Fastenbrechens beenden Muslime weltweit den Fastenmonat Ramadan. Es wird auch Ramadanfest genannt und dauert je nach Land und Region zwei bis drei Tage. Im Türkischen wird es auch Zuckerfest (Şeker Bayramı) genannt, weil Kinder Süßigkeiten geschenkt bekommen. Das Zuckerfest gehört mit dem Opferfest (Eid al-Adha) zu den bedeutendsten Festlichkeiten im Islam. Gläubige bitten Allah darum, ihre Gebete und Mühen während des Ramadans anzuerkennen und Fehler zu verzeihen. Mit dem Zuckerfest drücken Moslems ihre Freude darüber aus, dass sie die Entbehrungen des Fastenmonats Ramadan gemeistert haben. Der Fastenmonat ist damit offiziell beendet und Muslime dürfen wieder bei Tageslicht essen. Im Anschluss an das Gebet nutzten viele Muslime die Möglichkeit, per Whatsapp Glückwünsche zum Zuckerfest zu versenden. Die Gläubigen begehen das Zuckerfest häufig mit ausgiebigen Festessen, die nach dem Fastenmonat auch wieder bei Tageslicht erlaubt sind.    

Ein Leserbrief zu “Zahlreiche Gläubige feiern das Ende des Ramadans

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  1. Man kann nur stau­nen und respekt­voll den Hut zie­hen vor dem vor­bild­li­chen Ver­hal­ten der isla­mi­schen Gemein­de August­dorf. Sie haben sich was ein­fal­len las­sen und Inte­gra­ti­on und Ein­falls­reich­tum bei­spiel­haft vor­ge­lebt. Alle Hoch­ach­tung !!!

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