Facebook löscht Augustdorfer Fake-Accounts

Seit Mon­tag­abend sind Hei­ko W. und Rai­ner E. Geschich­te, zumin­dest was ihre Exis­tenz auf Face­book anbe­trifft. Ihre Kon­ten wur­den nach Hin­wei­sen an das Face­book-Team, dass es sich um nicht real exis­tie­ren­de Per­so­nen han­deln könn­te, vom sozia­len Netz­werk gelöscht.

Eigent­lich wäre das an sich kei­ne Mel­dung wert, denn Fake-Pro­fi­le gibt es wie Sand am Meer. Bei die­sen machen Per­so­nen in ihrem Pro­fil fal­sche Anga­ben über sich selbst. Man­che geben sich als ganz ande­re Per­so­nen aus, ande­re laden geklau­te Bil­der hoch oder schum­meln bei ihrem Geburts­jahr. Sozia­le Netz­wer­ke sind immer bemüht, die­se Pro­fi­le aus­fin­dig zu machen, um sie dann zu löschen.

Hei­ko W. und Rai­ner E. waren auf Face­book sehr aktiv. Aller­dings immer nur dann, wenn irgend­wo im Netz etwas ihrer Mei­nung nach zu Kri­ti­sches über den amtie­ren­den Bür­ger­meis­ter geschrie­ben wur­de. Dann waren bei­de zu Stel­le und über­schüt­te­ten den­je­ni­gen, der die Nach­richt schrieb, mit Schmä­hun­gen. Sie ergrif­fen Par­tei für den Amts­in­ha­ber und glänz­ten dabei immer wie­der mit spe­zi­fi­schem Wis­sen aus Rat und Ver­wal­tung. So zitier­ten die bei­den immer wie­der aus Beschluss­vor­la­gen und wuss­ten genau, was die Ver­wal­tung vor­hat. Auch die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN fiel bei den bei­den in Ungna­de. Stim­mungs­ma­che und Mani­pu­la­ti­on wur­de der Redak­ti­on vor­ge­wor­fen. Nun wur­den bei­de selbst der Mani­pu­la­ti­on über­führt, nach­dem meh­re­re Nut­zer, dar­un­ter auch die Redak­ti­on, sich an Face­book gewandt hat­ten und um die Über­prü­fung der Pro­fi­le baten — mit Erfolg.

Wer wirk­lich hin­ter die­sen Pro­fi­len steck­te, wird wahr­schein­lich nie her­aus­kom­men. Das Vor­ge­hen wirft aller­dings ein Schlag­licht dar­auf, mit wel­chen Metho­den in August­dorf Stim­mung für den amtie­ren­den Bür­ger­meis­ter gemacht wird. Dabei scha­den, wenn es denn raus­kommt, sol­che Fake-Pro­fi­le eher dem­je­ni­gen, dem sie eigent­lich nut­zen soll­ten.

Es bleibt zu hof­fen, dass sich nur noch rea­le Per­so­nen mit der August­dor­fer Poli­tik und deren Akteu­ren aus­ein­an­der­set­zen.

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Seit Montagabend sind Heiko W. und Rainer E. Geschichte, zumindest was ihre Existenz auf Facebook anbetrifft. Ihre Konten wurden nach Hinweisen an das Facebook-Team, dass es sich um nicht real existierende Personen handeln könnte, vom sozialen Netzwerk gelöscht. Eigentlich wäre das an sich keine Meldung wert, denn Fake-Profile gibt es wie Sand am Meer. Bei diesen machen Personen in ihrem Profil falsche Angaben über sich selbst. Manche geben sich als ganz andere Personen aus, andere laden geklaute Bilder hoch oder schummeln bei ihrem Geburtsjahr. Soziale Netzwerke sind immer bemüht, diese Profile ausfindig zu machen, um sie dann zu löschen. Heiko W. und Rainer E. waren auf Facebook sehr aktiv. Allerdings immer nur dann, wenn irgendwo im Netz etwas ihrer Meinung nach zu Kritisches über den amtierenden Bürgermeister geschrieben wurde. Dann waren beide zu Stelle und überschütteten denjenigen, der die Nachricht schrieb, mit Schmähungen. Sie ergriffen Partei für den Amtsinhaber und glänzten dabei immer wieder mit spezifischem Wissen aus Rat und Verwaltung. So zitierten die beiden immer wieder aus Beschlussvorlagen und wussten genau, was die Verwaltung vorhat. Auch die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN fiel bei den beiden in Ungnade. Stimmungsmache und Manipulation wurde der Redaktion vorgeworfen. Nun wurden beide selbst der Manipulation überführt, nachdem mehrere Nutzer, darunter auch die Redaktion, sich an Facebook gewandt hatten und um die Überprüfung der Profile baten - mit Erfolg. Wer wirklich hinter diesen Profilen steckte, wird wahrscheinlich nie herauskommen. Das Vorgehen wirft allerdings ein Schlaglicht darauf, mit welchen Methoden in Augustdorf Stimmung für den amtierenden Bürgermeister gemacht wird. Dabei schaden, wenn es denn rauskommt, solche Fake-Profile eher demjenigen, dem sie eigentlich nutzen sollten. Es bleibt zu hoffen, dass sich nur noch reale Personen mit der Augustdorfer Politik und deren Akteuren auseinandersetzen.

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