Im Kreis Lip­pe gibt es ins­ge­samt 739 bestä­tig­te Coro­na­fäl­le – damit ist kei­ne wei­te­re Infek­ti­on bekannt. 682 Per­so­nen sind wie­der gene­sen, vier mehr als am Frei­tag. 29 Per­so­nen sind ver­stor­ben. Somit sind aktu­ell 28 Per­so­nen in Lip­pe mit dem Coro­na­vi­rus infi­ziert. Seit dem 6. März wur­den bis­her 13.154 Abstri­che von mobi­len Teams und im Dia­gnos­tik­zen­trum genommen.

Ver­schwö­rungs­theo­rien erle­ben in Kri­sen­zei­ten einen Auf­schwung, das ist nicht außer­ge­wöhn­lich und wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie nicht anders. „Coro­na ist ein Para­de­bei­spiel für ein Sze­na­rio, das wir nicht für mög­lich gehal­ten haben. Men­schen sind ver­un­si­chert und über­for­dert ob der Flut an Infor­ma­tio­nen, die uns tag­täg­lich erreicht“, beschreibt Land­rat Dr. Axel Leh­mann die Situa­ti­on. Was jedoch maß­geb­lich zu Ver­un­si­che­rung und Ängs­ten bei­tra­ge, sei­en Ver­schwö­rungs­theo­rien, die im Inter­net kur­sie­ren, per Mes­sen­ger­dienst ver­schickt oder auf Demons­tra­tio­nen kund­ge­tan wer­den. „Wir leben in einer Demo­kra­tie, das Recht auf Mei­nungs­frei­heit ist ein hohes Gut“, betont der Land­rat. „Wenn es jedoch so weit geht, dass extre­mis­ti­sches Gedan­ken­gut, fal­sche Infor­ma­tio­nen oder irre­füh­ren­de Gerüch­te bewusst ver­brei­tet wer­den, geht das zu weit!“

Doch wie erken­ne ich eine Ver­schwö­rungs­theo­rie und was kann ich tun, wenn ich damit kon­fron­tiert wer­de? Sascha Schmit­tutz ist beim Kreis Lip­pe Koor­di­na­tor für das Lan­des-Pro­jekt „NRWelt­of­fen, das sich gegen Rechts­ex­tre­mis­mus und Ras­sis­mus wen­det. In die­sem Tagen beschäf­tigt er sich inten­siv mit Ver­schwö­rungs­theo­rien, die sich rund um Covid-19 dre­hen. „Impf­ma­fia und Bill Gates sind pro­mi­nen­te Schlag­wor­te, die im Zusam­men­hang mit der Coro­na-Pan­de­mie fal­len“, weiß er. Ein wich­ti­ger Fak­tor, der für oder gegen eine Theo­rie spre­che, sei immer die ange­ge­be­ne Quel­le: „Ist die­se bekannt? Gilt sie als ver­trau­ens­wür­dig? Gibt es eine zwei­te Quel­le, die die­se The­sen unter­stützt, oder gibt es womög­lich gar kei­ne Anga­ben zum Urhe­ber? Spä­tes­tens dann spricht eini­ges gegen die Serio­si­tät des Inhalts.“ Oft wür­den die auf­ge­stell­ten The­sen auch zu poli­ti­schen oder kom­mer­zi­el­len Zwe­cken genutzt.

Gene­rell rät Schmit­tutz dazu, nicht alles zu tei­len, was im Netz kur­siert und Inhal­te kri­tisch zu beleuch­ten. Fal­len einem selbst Wider­sprü­che auf, kön­nen die­se offen geäu­ßert wer­den, um auch ande­re auf die Frag­wür­dig­keit der Theo­rie hinzuweisen.

Von Redaktion

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