Der Kreis Lip­pe hat es in die Vor­auswahl des Modell­vor­ha­bens Smar­te Land­re­gio­nen geschafft und will jetzt ein Model­land­kreis für Digi­ta­li­sie­rung im länd­li­chen Raum wer­den. Als ein­zi­ger Land­kreis in Ost­west­fa­len-Lip­pe hat der Kreis Lip­pe die ers­te Hür­de gemeis­tert. Sie­ben Land­krei­se wird das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft (BMEL) mit ins­ge­samt rund 25 Mil­lio­nen Euro bei der Ent­wick­lung und Umset­zung digi­ta­ler Lösun­gen im länd­li­chen Raum unterstützen. 

„Lip­pe konn­te mit Ideen und Kon­zep­ten im Bereich der Digi­ta­li­sie­rung über­zeu­gen und wird von ‚Smar­te Land­Re­gio­nen‘ pro­fi­tie­ren. Denn alle 22 Land­krei­se, die in der fina­len Bewer­bungs­pha­se ihren Hut in den Ring wer­fen, erhal­ten eine Unter­stüt­zung aus dem Modell­vor­ha­ben. Jetzt arbei­ten wir inten­siv an der wei­te­ren Bewer­bung, um einer der Model­land­kreis zu wer­den“, erklärt Land­rat Dr. Axel Leh­mann. Er ist davon über­zeugt, dass das Modell­vor­ha­ben ent­schei­dend dazu bei­trägt, an den gleich­wer­ti­gen Lebens­ver­hält­nis­sen zwi­schen Stadt und Land zu arbeiten.

Bil­dung, Daseins­vor­sor­ge, Gesund­heit, Mobi­li­tät oder Arbeit – digi­ta­le Anwen­dun­gen sind aus unse­rem All­tag nicht mehr weg­zu­den­ken und erleich­tern die­sen zuneh­mend. Dabei umfasst die Digi­ta­li­sie­rung alle Lebens­be­rei­che und gera­de für den länd­li­chen Raum erge­ben sich neue Chan­cen. Denn länd­li­che Räu­me, wie Tei­le des Krei­ses Lip­pe ste­hen vor beson­de­ren gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen zur Siche­rung ihrer Zukunfts­fä­hig­keit. Für ein attrak­ti­ves Lebens- und Arbeits­um­feld gera­de in länd­li­chen Regio­nen steigt der Bedarf nach digi­ta­len Lösun­gen, bei­spiels­wei­se E‑Mobilität, E‑Learning oder Tele­me­di­zin sind The­men, die den All­tag der Men­schen prä­gen wer­den. Die aktu­el­le Coro­na-Pan­de­mie ver­deut­licht zudem, wie wich­tig die fle­xi­ble, orts­un­ab­hän­gi­ge Gestal­tung von Arbeit im hei­mi­schen Büro sein kann.

Das BMEL hat den Kreis Lip­pe nach objek­ti­ven Kri­te­ri­en aus 68 Bewer­bun­gen für die fina­le Bewer­bungs­pha­se nomi­niert. Lip­pe hat jetzt zwei Mona­te Zeit, um die Inhal­te ein­zu­rei­chen. Ann-Kath­rin Habig­horst und Karen Zerei­ke vom Kreis Lip­pe koor­di­nie­ren den Antrags­pro­zess und knüp­fen an die Erfah­run­gen aus vor­he­ri­gen Pro­jek­ten an: „Unser Ziel ist es, den erfolg­rei­chen Par­ti­zi­pa­ti­ons­an­satz des erfolg­reich durch­ge­führ­ten Pro­jekts Smart Coun­try Side aus­zu­wei­ten und nun auf wei­te­re Berei­che zu übertragen“. 

 

Die fina­len Bewer­bun­gen wird eine unab­hän­gi­ge Jury prü­fen und ent­schei­den, wel­che sie­ben Land­krei­se die „Smar­ten Land­Re­gio­nen“ reprä­sen­tie­ren. Vor­aus­sicht­lich im Spät­som­mer steht fest, ob der Kreis Lip­pe es unter die bes­ten sie­ben Land­krei­se geschafft hat. Gemein­sam mit dem renom­mier­ten Fraun­ho­fer-Insti­tut für Expe­ri­men­tel­le Soft­ware Ent­wick­lung (IESE) wird auch der Kreis Lip­pe digi­ta­le Diens­te für die Bür­ger gestal­ten. Die Ergeb­nis­se und digi­ta­len Lösun­gen, die inner­halb des Modell­vor­ha­bens ent­wi­ckelt wer­den, sol­len auf wei­te­re Krei­se und Regio­nen in Deutsch­land über­tra­gen wer­den. So sol­len die 15 Land­krei­se, die es nicht in die End­aus­wahl geschafft haben, eng ein­ge­bun­den wer­den und pro­fi­tie­ren daher durch die Erkennt­nis­se aus dem Modell­pro­jekt. Gewon­nen hat der Kreis Lip­pe also jetzt schon. Denn die­ser wird in den nächs­ten vier Jah­ren bei der Wei­ter­ent­wick­lung der Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie pro­fes­sio­nell begleitet.

Von Redaktion

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