Vom Schul­hof der Grund­schu­le In der Sen­ne geht nach Ansicht der Schul­lei­tung eine unmit­tel­ba­re Unfall­ge­fahr aus. Seit Jah­ren for­dern Schul­lei­tung und Eltern­ver­tre­ter die Erneue­rung der Schul­hof­flä­che. „Erst vor Kur­zem hat­te eine Kol­le­gin auf­grund der unebe­nen Boden­flä­che fast einen Unfall”, berich­tet Schul­lei­te­rin Ute Krau­se den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. Der Bereich sei dann zwar aus­ge­bes­sert wor­den. Aber: „Inzwi­schen bestehen Teil­be­rei­che die­ser Flä­che nur noch aus einem Asphalt-Fli­cken-Tep­pich”, so Krau­se und fügt hin­zu: „Von der Ver­wal­tung wer­den wir immer nur vertröstet.”

Dabei ist der Schul­hof nicht das ein­zi­ge Sor­gen­kind. Denn in der Grund­schu­le In der Sen­ne herrscht ins­ge­samt ein mas­si­ver Inves­ti­ti­ons- und Sanie­rungs­stau, davon ist die Schul­lei­tung über­zeugt. Und auch die SPD-Frak­ti­on sieht nach einem Gespräch mit der Lei­tung kla­ren Hand­lungs­be­darf. Aus die­sem Grund will die Par­tei in der nächs­ten Rats- oder Aus­schus­sit­zung die Ver­wal­tung damit beauf­tra­gen, auf­zu­zei­gen, wann und wie die erfor­der­li­chen Bau­maß­nah­men umge­setzt wer­den kön­nen. Außer­dem sol­len außer­plan­mä­ßig 350.000 Euro bereit­ge­stellt werden.

„Mir wur­de erläu­tert, dass ins­be­son­de­re Bau­maß­ah­men, die zwin­gen­de Vor­aus­set­zung für den ordent­li­chen Schul­be­trieb sind, nicht umge­setzt wur­den und die Schul­lei­tung immer wie­der mit Blick auf die Zukunft ver­trös­tet wird”, erklärt der SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Hein­rich Georg Schnei­der gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN.

So sei zum Bei­spiel der Zugang zum Ein­gangs­be­reich der Aula zum eigent­li­chen Erd­ge­schoss wei­ter­hin nur über Stu­fen mög­lich. „Für Roll­stuhl­fah­rer, Geh­be­hin­der­te mit Rol­la­tor oder Per­so­nen mit Kin­der­wa­gen ist der Zugang zur Schu­le nicht mög­lich. So muss­ten bereits Lehrer/Elterngespräche im Außen­be­reich der Schu­le geführt wer­den”, so Schneider.

Mehr­fach hat die Schul­lei­tung den Wunsch gegen­über der Ver­wal­tung geäu­ßert, im Ober­ge­schoss zwei Klas­sen­räu­me mit dane­ben­lie­gen­den För­der­räu­men mit direk­ten Durch­gän­gen (Türen) aus­zu­stat­ten, damit aus päd­ago­gi­scher Sicht der Zugang zu den Räum­lich­kei­ten nicht über den Flur erfol­gen muss — auch da sei bis­her nichts erfolgt.

„Die Inves­ti­ti­on in die Bil­dung ist immer eine Inves­ti­ti­on in die Zukunft“, erklärt Hein­rich Georg Schnei­der. Aus die­sem Grund hat die Frak­ti­on am Sonn­tag einen Antrag beim Bür­ger­meis­ter ein­ge­reicht. Ziel ist es, den Sanie­rungs­stau an der „Grund­schu­le in der Sen­ne“ zu beheben.

„Meh­re­re Bür­ge­rin­nen und Bür­ger haben uns auf die aktu­el­le Situa­ti­on an der Grund­schu­le hin­ge­wie­sen“, erklärt Schnei­der den Beweg­grund für den Antrag: „In der ver­gan­ge­nen Woche haben wir uns dann selbst ein Bild gemacht und sind mit der Schul­lei­tung ins Gespräch gekom­men.“ Der SPD war bereits vor dem Gespräch bewusst, dass ein Inves­ti­ti­ons­stau an der Schu­le herrscht. „Das Gespräch hat die­se Auf­fas­sung noch ein­mal deut­lich bestärkt“, erklärt der Fraktionsvorsitzende.

Oft­mals ist die Schu­le bei not­wen­di­gen Inves­ti­tio­nen ver­trös­tet wor­den: „Ich kann nicht ver­ste­hen, war­um vie­le klei­ne Inves­ti­tio­nen immer wie­der auf­ge­scho­ben wur­den.“ Ein Bei­spiel hier­für ist die Befes­ti­gung einer digi­ta­len Tafel an der Wand. „Anschei­nend ist die­se Befes­ti­gung eines 7.000 Euro teu­ren Gerä­tes an den Kos­ten geschei­tert“, zeigt sich Schnei­der erstaunt. Aller­dings gebe es auch weit­aus grö­ße­re Hand­lungs­fel­der: „Die Bar­rie­re­frei­heit ist im Ein­gangs­be­reich nicht gege­ben, wodurch Eltern­ge­sprä­che schon im Außen­be­reich der Schu­le geführt wer­den muss­ten.“ Zudem sei­en sicher­heits­re­le­van­te Maß­nah­men, wie die Absi­che­rung einer Glas­wand oder die Befes­ti­gung der Decke zwin­gend not­wen­dig. „Das alles sind Grund­vor­aus­set­zun­gen, um einen ordent­li­chen Schul­be­trieb sicher­stel­len zu kön­nen“, so Schneider.

Lei­der sind aber auch außer­halb des Gebäu­des not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen durch­zu­füh­ren: „Die Schu­le benö­tigt drin­gend neue Park­plät­ze und auch der Schul­hof ist in einem kata­stro­pha­len Zustand.“ Nach rund 50 Jah­ren besteht der Pau­sen­hof an vie­len Stel­len nur noch aus einem Asphalt-Fli­cken-Tep­pich. „Hier­bei geht es uns nicht nur um das äuße­re Erschei­nungs­bild“, erläu­tert der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de. „Wir müs­sen auch beden­ken, dass ein sol­cher Zustand schnell zu Unfäl­len füh­ren kann.“

„Wir müs­sen inten­siv in unse­re Schu­len inves­tie­ren, denn Bil­dung bedeu­tet auch immer Zukunft“, appel­liert Schnei­der. An der Real­schu­le wer­den bereits meh­re­re Mil­lio­nen Euro inves­tiert und auch in die bei­de Grund­schu­len haben in den ver­gan­ge­nen Mona­ten von Moder­ni­sie­rungs­maß­nah­men pro­fi­tiert. „Es ist aber bei wei­tem noch nicht genug“, erklärt Schneider.

„Die Grund­schu­le in der Sen­ne ist die mit Abstand ältes­te Schu­le in unse­rer Gemein­de. Hier­durch sind umfas­sen­de Sanie­rungs­maß­nah­men selbst­er­klä­rend“, führt der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de aus. Zudem gehe es den Sozi­al­de­mo­kra­ten auch dar­um, die Leis­tung die­ser Schu­le zu wür­di­gen. Die Grund­schu­le in der Sen­ne betrei­be offen­siv und umfas­send Inklu­si­ons- und Inte­gra­ti­ons­maß­nah­men. Sie hat bereits voll­wer­ti­ge OGS-Klas­sen ein­ge­rich­tet und muss auf­grund der hohen Anmel­de­zah­len sogar War­te­lis­ten füh­ren. „Die Arbeit der Grund­schu­le wird durch­weg posi­tiv bewer­tet, aus die­sem Grund ist es uns auch wich­tig, dass wir die Schu­le unter­stüt­zen“, so die SPD.

Für die Maß­nah­men bean­tragt die SPD in einem ers­ten Schritt, dass die Ver­wal­tung einen Maß­nah­men­plan vor­legt. Hier­aus soll ersicht­lich sein, wann und wie die erfor­der­li­chen Inves­ti­tio­nen getä­tigt wer­den. Zudem for­dert die SPD-Frak­ti­on, dass für die Maß­nah­men noch in die­sem Jahr 350.000 EUR bereit­ge­stellt wer­den. „Die­ses Geld haben wir an ande­rer Stel­le sicher­heits­hal­ber im Haus­halt ein­ge­plant“, erklärt Schnei­der. „Nach aktu­el­len Aus­sa­gen aus der Ver­wal­tung ist die­ses Geld aber nicht mehr not­wen­dig, des­we­gen möch­ten wir es ger­ne sinn­voll ver­wen­den.“ Die SPD ist aber auch für alter­na­ti­ve Vor­schlä­ge offen: „Wich­tig ist nur, dass end­lich gehan­delt wird.“

Von Redaktion

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