Der lip­pi­sche Kreis­tag hat beschlos­sen, jun­ge Fami­li­en im Zuge des Kin­der­bil­dungs­ge­set­zes (KiBiz-Geset­zes), das am 1. August in Kraft tritt, noch stär­ker zu unter­stüt­zen. Die­se Ent­schei­dung bringt unter ande­rem eine Fle­xi­bi­li­sie­rung der Kita-Öff­nungs­zei­ten mit sich. Gleich­zei­tig sorgt der Kreis­tag dafür, dass auch im Juli die Eltern von Kita-Kin­dern im Jugend­amts­be­zirk des Krei­ses Lip­pe auf­grund der ein­ge­schränk­ten Betreu­ungs­zei­ten nicht auf den Kita­ge­büh­ren sit­zen blei­ben und erlässt die­se für den gesam­ten Monat Juli.

„Fami­lie und Berufs­le­ben unter einen Hut zu bekom­men ist eine Auf­ga­be, bei der wir jun­ge Fami­li­en in Lip­pe best­mög­lich unter­stüt­zen wol­len. Wie uner­läss­lich Kin­der­be­treu­ung ist, hat uns Coro­na sehr deut­lich vor Augen geführt. Des­halb erhe­ben wir auch im Juli kei­ne Kita­bei­trä­ge und wol­len mit Hil­fe von KiBiZ die Kitas unter­stüt­zen, die mit einem Aus­bau ihres Ange­bots Eltern mehr Fle­xi­bi­li­tät bie­ten“, unter­streicht Land­rat Dr. Axel Lehmann.

Als Aus­wir­kung der Coro­na-Pan­de­mie in den ver­gan­ge­nen Mona­ten muss­ten Kitas schlie­ßen und konn­ten ledig­lich eine Not­be­treu­ung anbie­ten. So haben vie­le Müt­ter und Väter ihre Kin­der zu Hau­se betreut. Dafür haben sie Urlaub genom­men oder sich im Home­of­fice orga­ni­siert. Dies ver­deut­licht den Bedarf vie­ler jun­ger Fami­li­en: Für sie sind ein mög­lichst brei­tes Ange­bot und fle­xi­ble Betreu­ungs­zei­ten wich­tig, um Beruf und Fami­lie mit­ein­an­der zu vereinbaren.

Kon­kret bedeu­tet die Unter­stüt­zung jun­ger Fami­li­en, dass der Kreis Lip­pe die finan­zi­el­le För­de­rung von kind- und bedarfs­ge­rech­ten sowie fami­li­en­un­ter­stüt­zen­den Ange­bo­ten in der Kin­der­ta­ges­be­treu­ung mit 25 Pro­zent bezu­schusst, sodass mit dem Zuschuss vom Land NRW ein Gesamt­be­trag von rund 400.000 Euro zur Ver­fü­gung steht. Das bringt fle­xi­ble Öff­nungs­zei­ten in Kitas mit sich, die über wöchent­lich 47 Stun­den hin­aus­ge­hen und Betreu­ungs­an­ge­bo­te nach 17 Uhr und vor 7 Uhr ermög­li­chen. Nach Bedarf kön­nen Öff­nungs­zei­ten an Wochen­en­den und Fei­er­ta­gen ermög­licht wer­den. Auch die Schließ­ta­ge der Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen kön­nen ver­rin­gert wer­den, indem die Kitas die­se Lan­des- und Kreis­zu­schüs­se für die zusätz­li­chen Betreu­ungs­zei­ten erhal­ten. Die Ver­wal­tung wird Kri­te­ri­en ent­wi­ckeln, nach denen die Zuschüs­se an die Trä­ger, die den Bedarf an fle­xi­ble Betreu­ungs­zei­ten anmel­den, ver­teilt werden.

Hin­ter­grund:
Das neue Lan­des­ge­setz zur frü­hen Bil­dung und För­de­rung von Kin­dern KiBiz tritt am 1. August 2020 in Kraft und hat zum Ziel, die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf wei­ter zu ver­bes­sern. Die Jugend­äm­ter in NRW haben die­sen Lan­des­zu­schuss ver­pflich­tend um jeweils 25 Pro­zent zu ergänzen.

Von Redaktion

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