Bundeswehr soll Feuerwehr helfen

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Mar­tin Thiel, Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat der FWG, möch­te der Feu­er­wehr hel­fen und hat sich aus die­sem Grund an die Bun­des­wehr gewandt. In einem Brief an den Stand­ort­äl­tes­ten, Oberst Jochen Geck, erklär­te Thiel, dass er die­sen in sei­ner Funk­ti­on als Aus­schuss­mit­glied „Öffent­li­che Ein­rich­tun­gen” anschrei­be. Der Lei­ter der Feu­er­wehr, Jörg Diek­mann, habe des öfte­ren eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung bezüg­lich der Tages­ver­füg­bar­keit von Ein­satz­kräf­ten gemel­det. Das lie­ge vor allem dar­an, „dass vie­le ehren­amt­li­chen Feu­er­wehr­leu­te nicht in August­dorf beschäf­tigt sind. Hier wird regel­mä­ßig auf Weh­ren der Nach­bar­schaft zurück­ge­grif­fen”, so Thiel.

Da in den ver­schie­de­nen Ver­bän­den der Bun­des­wehr zahl­rei­che Sol­da­ten eben­falls ehren­amt­li­che Feu­er­wehr­leu­te sei­en, könn­ten die­se tags­über  wesent­lich dazu bei­tra­gen, die Mann­schafts­stär­ke signi­fi­kant zu erhö­hen und im Fal­le einer Alar­mie­rung der Feu­er­wehr August­dorf schnell in der Lage Not­hil­fe zu leis­ten, so Thiels Idee.

Haupt­mann Mar­tin Wal­te­ma­the, Pres­se­of­fi­zier der Pan­zer­bri­ga­de 21 „Lip­per­land“, erklär­te, dass sich die Bri­ga­de über den Vor­schlag freue, so wie sie das über jede Anfra­ge eines Bür­gers täte. Gleich­zei­tig ergä­ben sich bei die­sem Vor­schla­ge zahl­rei­che Fra­gen, die es erst zu erör­ten gel­te. „Dabei muss unter ande­rem auch geklärt wer­den, was pas­siert, wenn die Sol­da­ten im Ein­satz sind”, so der Pres­se­of­fi­zier.

Wal­te­ma­the mach­te aber auch deut­lich, dass er sich zukünf­tig ein ande­res Vor­ge­hen wün­sche. „Der Bür­ger­meis­ter ist qua Amt auch obers­ter Chef der Feu­er­wehr. Aus die­sem Grund wäre es, so wie in der Ver­gan­gen­heit, auch zukünf­tig sinn­voll, wenn sol­che Anfra­gen auch wei­ter­hin über das Gemein­de­ober­haupt an den Stand­ort­äl­tes­ten her­an­ge­tra­gen wer­den”, erklärt der Pres­se­of­fi­zier. Es sei aber natür­lich auch mög­lich, sol­che Ideen in einem ent­spre­chen­den Aus­schuss zu dis­ku­tie­ren und dann wei­ter­zu­tra­gen.

Der Vor­schlag, so die Vor­stel­lung der Bri­ga­de, soll dem­entspre­chend nach dem Wahl­ter­min am 13.9. wei­ter erör­tert wer­den.

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Martin Thiel, Bürgermeisterkandidat der FWG, möchte der Feuerwehr helfen und hat sich aus diesem Grund an die Bundeswehr gewandt. In einem Brief an den Standortältesten, Oberst Jochen Geck, erklärte Thiel, dass er diesen in seiner Funktion als Ausschussmitglied "Öffentliche Einrichtungen" anschreibe. Der Leiter der Feuerwehr, Jörg Diekmann, habe des öfteren eine besondere Herausforderung bezüglich der Tagesverfügbarkeit von Einsatzkräften gemeldet. Das liege vor allem daran, "dass viele ehrenamtlichen Feuerwehrleute nicht in Augustdorf beschäftigt sind. Hier wird regelmäßig auf Wehren der Nachbarschaft zurückgegriffen", so Thiel. Da in den verschiedenen Verbänden der Bundeswehr zahlreiche Soldaten ebenfalls ehrenamtliche Feuerwehrleute seien, könnten diese tagsüber  wesentlich dazu beitragen, die Mannschaftsstärke signifikant zu erhöhen und im Falle einer Alarmierung der Feuerwehr Augustdorf schnell in der Lage Nothilfe zu leisten, so Thiels Idee. Hauptmann Martin Waltemathe, Presseoffizier der Panzerbrigade 21 „Lipperland“, erklärte, dass sich die Brigade über den Vorschlag freue, so wie sie das über jede Anfrage eines Bürgers täte. Gleichzeitig ergäben sich bei diesem Vorschlage zahlreiche Fragen, die es erst zu erörten gelte. "Dabei muss unter anderem auch geklärt werden, was passiert, wenn die Soldaten im Einsatz sind", so der Presseoffizier. Waltemathe machte aber auch deutlich, dass er sich zukünftig ein anderes Vorgehen wünsche. "Der Bürgermeister ist qua Amt auch oberster Chef der Feuerwehr. Aus diesem Grund wäre es, so wie in der Vergangenheit, auch zukünftig sinnvoll, wenn solche Anfragen auch weiterhin über das Gemeindeoberhaupt an den Standortältesten herangetragen werden", erklärt der Presseoffizier. Es sei aber natürlich auch möglich, solche Ideen in einem entsprechenden Ausschuss zu diskutieren und dann weiterzutragen. Der Vorschlag, so die Vorstellung der Brigade, soll dementsprechend nach dem Wahltermin am 13.9. weiter erörtert werden.

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