Politiker nehmen Stellung zum Offenen Brief

Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben am Mon­tag einen Offe­nen Brief des Vor­sit­zen­den des Gemein­de­sport­ver­ban­des, Ger­hard Krum­bach, ver­öf­fent­licht.

Nun ant­wor­ten neben Gott­fried Den­ne­bier auch die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den von CDU, SPD, FWG und FDP. (Klicken Sie ein­fach auf den Link, um direkt zu der ent­spre­chen­den Erwi­de­rung zu gelan­gen.)

 

Erwi­de­rung der CDU

Aus Sicht der CDU August­dorf ist es schon sehr erstaun­lich, dass die Neu­ge­stal­tung und erheb­li­che Auf­wer­tung eines Sport und Frei­zeit­are­als (Schlings­bruch) solch ein Unbe­ha­gen in einem Kreis von Sport­lern erzeugt.

In einem Video wer­den (ehren­amt­lich täti­ge) Poli­ti­ker als „hirn­ris­sig“ bezeich­net und als Toten­grä­ber des Fuß­ball­sports bezeich­net. Man scheut sich auch nicht davor, Ban­ner beim LZ Cup aus­zu­rol­len, um damit den Ver­such zu star­ten, August­dor­fer Poli­ti­ker zu dis­kre­di­tie­ren. Auch wenn Emo­tio­nen die Ursa­che für sol­che „Aus­rut­scher“ sein kön­nen, ist das Ver­hal­ten wenig zuträg­lich für einen wert­schät­zen­den Umgang zwi­schen Sport­lern und Poli­ti­kern. Ich per­sön­lich kann mich nicht dar­an erin­nern, mit einem Sport­ler so wenig wert­schät­zend umge­gan­gen zu sein!

In einem „Offe­nen Brief“ wer­den vie­le Fra­gen gestellt und erneut Vor­wür­fe gegen Poli­ti­ker erho­ben. Ich bin der fes­ten Mei­nung, dass ein Aus­tausch zwi­schen Poli­ti­kern, Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, egal in wel­cher Funk­ti­on sie mit uns spre­chen, immer auf Augen­hö­he, respekt­voll und wert­schät­zend geführt wur­den. Grund­sätz­lich wird es von uns auch so gewünscht und wir hal­ten es auch für ziel­füh­rend, sich im Dia­log mit den Ein­woh­nern aus­zu­tau­schen. Ein Beleg dafür sind zahl­rei­che Gesprä­che, zum Bei­spiel mit dem Vor­stand des Gemein­de­sport­ver­ban­des. Zur Ent­wick­lung eines „Pakts für den Sport“ tra­fen sich Ver­tre­ter der Poli­tik und Mit­glie­der des Spor­tes über zwei Jah­re in unre­gel­mä­ßi­gen Abstän­den.

Ver­tre­ter aller Frak­tio­nen waren stets bereit, sich mit den Wün­schen der Sport­ler aus­ein­an­der­zu­set­zen. Selbst­ver­ständ­lich ist es nicht immer mög­lich, dass Poli­ti­ker alle Wün­sche der Ein­woh­ner erfül­len kön­nen. Man­geln­de Kom­pro­miss­be­reit­schaft las­sen wir uns aller­dings nicht vor­wer­fen.

Beim Aus­tausch von Mei­nun­gen dür­fen und soll­ten alle Vor­schlä­gen dis­ku­tiert wer­den. Auch dar­auf haben wir uns ein­ge­las­sen. Aber gera­de bei der Auf­wer­tung und Neu­ge­stal­tung einer Frei­zeit­an­la­ge wie dem Schlings­bruch soll­te sich nie­mand auf eine bestimm­te Sport­art fokus­sie­ren! Hier müs­sen alle Alters­grup­pen unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger „mit­ge­nom­men“ wer­den.

Und schluss­end­lich müs­sen Poli­ti­ker im Rat der Gemein­de nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen Ent­schei­dun­gen zum Woh­le und zur Teil­ha­be aller Bür­ge­rin­nen und Bür­ger tref­fen. Die­ses ist auch mit der Pla­nung des Schlings­bruch erfolgt. Der Beschluss wur­de zudem ein­stim­mig im Gemein­de­rat gefasst.

Die CDU-Frak­ti­on August­dorf hat sich immer beson­ders für den Sport und für die Sport­stät­ten in August­dorf ein­ge­setzt. Bereits am 11. Sep­tem­ber 2016 stell­ten wir einen einen Antrag, in dem die Ver­wal­tung auf­ge­for­dert wur­de, ein „Sport­stät­ten­kon­zept out­door“ zu ent­wi­ckeln.

Die­ser Antrag war die Grund­la­ge zur Schaf­fung und Erneue­rung des Hei­de­sport­plat­zes. Gesprä­che mit unse­rem Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Chris­ti­an Haa­se führ­ten dazu, dass das Sport­are­al Schlings­bruch nun mit einer För­der­mit­tel­sum­me von 1,8 Mil­lio­nen Euro unter­stützt wird.

Ohne die­sen Ein­satz wäre es sehr frag­lich, ob über­haupt eine posi­ti­ve Ent­wick­lung des Schlings­bruch mög­lich gewe­sen wäre. Herr Krum­bach stellt in sei­nem „Offe­nen Brief“ eine Viel­zahl an Fra­gen. Die­se Fra­gen zum The­ma „Schlings­bruch“ wur­den mei­nes Erach­tens bereits in meh­re­ren Gesprä­chen zwi­schen dem Gemein­de­sport­ver­band und den Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den aller Par­tei­en beant­wor­tet.

Auch der Vor­wurf, die Poli­tik sei nicht trans­pa­rent, weil eine Live­über­tra­gung einer Rats­sit­zung aktu­ell nicht rea­li­sier­bar sei, ist unhalt­bar. Jeder Bür­ger hat die Mög­lich­keit als Zuhö­rer an der Rats­sit­zung teil­zu­neh­men.

Fast alle Fra­gen aus dem „Offe­nen Brief“ des Herrn Krum­bach, wie zum Bei­spiel „War­um gehen die die Frak­tio­nen nicht auf die guten Argu­men­te des FC und des GSV ein?“ könn­ten auch wech­sel­sei­tig gestellt wer­den. Daher wer­den wir nicht wei­ter dar­auf ein­ge­hen.

Den Vor­wurf von Herrn Krum­bach gegen­über Herrn Den­ne­bier, er hät­te Herrn Schmie­der Undank­bar­keit unter­stellt, kann ich so nicht erken­nen.

Herr Den­ne­bier hat selbst­ver­ständ­lich als Mit­glied des Gemein­de­ra­tes das Recht, sei­ne Mei­nung zu allen The­men äußern zu dür­fen. Die­ses Recht hat er wahr­ge­nom­men und im Kern sei­ner Aus­füh­run­gen die Mei­nung eini­ger Fuß­ball­ver­ei­ne aus dem Kreis­ge­biet publik gemacht.

Per­sön­lich hal­te ich ein klei­nes „Dan­ke­schön“ an alle Poli­ti­ker für deren Ein­satz zur Erneue­rung, Erhal­tung und Opti­mie­rung von Sport­stät­ten für durch­aus ange­bracht.

Lutz Mül­ler, CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der

 

Gott­fried Den­ne­bier erwi­dert fol­gen­des:

1. Zuerst ein­mal möch­te Fol­gen­des fest­stel­len: Ich habe nichts Per­sön­li­ches gegen Herrn Krum­bach oder Herrn Schmie­der.
2. Ich glau­be, dass ich als Rats­herr öffent­lich mei­ne Mei­nung ver­tre­ten darf! Hier jetzt mein Ehren­amt als Kreis­vor­sit­zen­der von Herrn Krum­bach mit ins Spiel zu brin­gen fin­de ich unfair. Herr Krum­bach und Herr Schmie­der wis­sen, dass ich die­ses strickt tren­ne. Das habe ich daher auch deut­lich den AN und dem Ver­tre­ter der LZ gesagt, dass ich dies als Rats­herr spre­che.
3. Ich fin­de es nicht gut, dass der Sport immer wie­der den Weg über die Medi­en und sozia­len Netz­wer­ken sucht! Die­ses Vor­ge­hen kann nicht ziel­füh­rend sein! Auch bedau­re ich es sehr, dass Herr Krum­bach und Herr Schmie­der kein per­sön­li­ches Gesprä­che mit mir gesucht haben, weder vor noch nach der Rats­sit­zung.
4. Ich weiß, dass der Herr Schmie­der viel für den FC August­dorf getan hat und dafür durf­te ich ihn auch des Öfte­ren ehren und aus­zeich­nen! Auch ich habe vie­le Jah­re ehren­amt­lich für den FCE und spä­ter FCA gear­bei­tet, vie­le Jah­re zusam­men mit Herrn Schmie­der! Auch daher ist es mir unver­ständ­lich, war­um er mit mir nicht direkt spricht.
5. Zu der Aus­sa­ge „Ich dach­te immer Rats­mit­glie­der sol­len die Bür­ger schüt­zen und nicht angrei­fen“ stel­le ich die Gegen­fra­ge: Wer schützt die ehren­amt­li­chen Rats­mit­glie­der vor per­sön­li­chen Angrif­fen? Zudem habe ich nie­man­den ange­grif­fen.
6. Zu dem Arti­kel (Beschluss zum Schlings­bruch­kon­zept ver­ab­schie­det) gibt es zwei Leser­brie­fe in den AN. Deren Inhal­te soll­ten Herrn Krum­bach und Herrn Schmie­der nach­denk­lich stim­men.
Zum Schluss möch­te ich fest­hal­ten, dass ich wäh­rend mei­ner Zeit als GSV- Vor­sit­zen­der die Aus­ein­an­der­set­zun­gen nie über die Medi­en geführt habe, son­dern immer per Mail oder im per­sön­li­chen Gespräch!

 

Erwi­de­rung der SPD

Die SPD-Frak­ti­on unter­stützt die Aus­sa­ge des GSV, immer nach opti­ma­len Lösun­gen für den Sport zu suchen. Genau­so ver­hält es sich in der Poli­tik. Alle Rats­mit­glie­der sind bestrebt, allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern opti­ma­le Bedin­gun­gen in allen Lebens­la­gen, natür­lich auch den Sport­lern, zur Ver­fü­gung zu stel­len. Wir sind auch wei­ter­hin sehr zuver­sicht­lich, dass auch in die­ser Ange­le­gen­heit opti­ma­le Lösun­gen für alle gefun­den wer­den. Der GSV muss aber der Poli­tik die Zeit zuge­ste­hen, die der Rat und die Aus­schüs­se für eine gute Lösung benö­ti­gen. Poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen kön­nen aber erst bera­ten wer­den, wenn alle Kos­ten vor­lie­gen und trans­pa­rent sind. Erst wäh­rend der Rats­sit­zung ver­gan­ge­nen Don­ners­tag wur­den wie­der eini­ge Sum­men von der Ver­wal­tung benannt, lei­der lie­gen aber immer noch nicht alle Kos­ten vor. Die­se haben wir als SPD nun wie­der­holt ein­ge­for­dert. Es soll­te doch jeder Ver­ständ­nis dafür auf­brin­gen, dass abschlie­ßen­de Ent­schei­dun­gen bei einem Zwei-Mil­lio­nen-Pro­jekt nicht auf Zuruf, auch wenn es der Bür­ger­meis­ter ist, getrof­fen wer­den kön­nen. Lei­der wur­den bei die­sem Pro­jekt die dafür vor­ge­se­he­nen Gre­mi­en, wie der Aus­schuss Bau, Pla­nung und Umwelt sowie der Aus­schuss für Sport, Jugend und Sozia­les bis heu­te über­haupt nicht betei­ligt, geschwei­ge denn ein­ge­bun­den. Das haben wir nun mit dem gemein­sa­men Rats­be­schluss deut­lich gemacht und ein­ge­for­dert.

Dani­el Klöp­per erklärt: “Natür­lich wol­len wir nicht ver­heh­len, dass wir die „Ide­al­lö­sung“ favo­ri­sie­ren. Die­se soge­nann­te „Ide­al­lö­sung“ wur­de unter der Mode­ra­ti­on von Herrn Dr. Ste­fan Eckl vom Insti­tut für koope­ra­ti­ve Pla­nung und Sport­ent­wick­lung mit Betei­li­gung inter­es­sier­ter Sport­ler und Ein­woh­nern, Ver­tre­tern des GSV und des FC, Schu­len und den Frak­tio­nen in meh­re­ren Work­shops gemein­sam erar­bei­tet. Mit gro­ßer Zustim­mung aller Betei­lig­ten wur­de die­se „Ide­al­lö­sung“ wich­ti­ger Bestand­teil des dann im Som­mer 2018 vor­ge­stell­ten Sport­stät­ten­kon­zep­tes. Und die­se „Ide­al­lö­sung“ beinhal­tet den Erhalt des Rasen­spiel­plat­zes sowie den Bau eines zusätz­li­chen ganz­jäh­rig bespiel­ba­ren Kunst­ra­sen­plat­zes auf dem Schings­bruch. Mit dem neu­en Klein­spiel­feld, wel­ches Bestand­teil des Umbaus des Hei­de­sport­plat­zes zu einem Frei­zeit­ge­län­de ist, wer­den zukünf­tig sogar 1,5 Sport­plät­ze ganz­jäh­rig bespiel­bar sein, so dass wir auch für die Zukunft ein sehr gutes Ange­bot für den Ver­eins­sport haben.”

Mats Schu­bert unter­streicht: „Für die SPD steht außer Fra­ge, die nun von den Fuß­bal­lern vor­ge­brach­ten Erklä­run­gen und Argu­men­te bei den wei­te­ren poli­ti­schen Bera­tun­gen in den Aus­schüs­sen zu berück­sich­ti­gen. Alle Mit­glie­der der SPD-Frak­ti­on sind wei­ter­hin sehr opti­mis­tisch, dass für alle Pro­ble­me gute Lösun­gen gefun­den wer­den kön­nen. Die Poli­tik hat wäh­rend der ver­gan­ge­nen Mona­te bzw. des letz­ten Jah­res trotz eini­ger Vor­wür­fe bewie­sen, alles Erdenk­li­che in Bewe­gung zu set­zen, um gera­de im Bereich der ehren­amt­li­chen Sport­aus­übung opti­ma­le Bedin­gun­gen zur Ver­fü­gung zu stel­len. Ange­fan­gen von der Unter­stüt­zung und Stär­kung des GSV im Rah­men der Ziel­ver­ein­ba­rung und dem Ver­zicht auf Hal­lenn­nut­zungs­ge­büh­ren bis hin zur Opti­mie­rung der Sport­stät­ten. Und das wird auch so blei­ben, da sind wir Sozi­al­de­mo­kra­ten uns ganz sicher. Wir möch­ten jetzt wei­ter­hin gemein­sam mit dem Sport, der Poli­tik und den Bür­gern offen über die Alter­na­ti­ven und Kom­pro­mis­se dis­ku­tie­ren und die bes­te Lösung für August­dorf fin­den.“

 

Erwi­de­rung der FWG

Einer poli­ti­schen Mei­nung, die öffent­lich im Rat vor­ge­tra­gen wird, gehen vie­le inhalt­li­che Dis­kus­sio­nen inner­halb einer Frak­ti­on vor­aus. In einer Frak­ti­on sind Bür­ger mit unter­schied­li­chen Mei­nun­gen ver­tre­ten.

Zwi­schen deren Inter­es­sen und Vor­stel­lun­gen zu ver­schie­de­nen Sach­the­men, ins­be­son­de­re auch dann,  wenn es um den Sport all­ge­mein geht, gilt es abzu­wä­gen. Die­se Mei­nungs­viel­falt zu einem gemein­sa­men Beschluss im Sin­ne aller zusam­men­zu­füh­ren, ins­be­son­de­re auch unter Beach­tung der Haus­halts­la­ge und mög­li­cher Ein­spa­run­gen und vie­les mehr, ist es nicht immer ein­fach, weil die The­men aus allen Blick­win­keln betrach­tet wer­den müs­sen und unter­schied­lichs­te Bedürf­nis­se der Bevöl­ke­rung Berück­sich­ti­gung fin­den sol­len. Durch kon­struk­ti­ven Mei­nungs­aus­tausch inner­halb der Frak­ti­on ver­su­chen wir, bei den unter­schied­lichs­ten The­men eine gemein­sa­me kla­re Linie zu fin­den und die­se dann auch gemein­sam zu ver­tre­ten

Die­se Vor­ge­hens­wei­se zeigt sich auch mit der Bereit­stel­lung diver­ser Sport­stät­ten und finan­zi­el­ler Mit­tel für den Sport all­ge­mein (nicht nur Fuß­ball) im Haus­halt.

Wenn dann vier unter­schied­li­che Frak­tio­nen über alle poli­ti­schen Gren­zen hin­weg aus die­ser Gemen­gen­la­ge her­aus, einen gemein­sa­men Weg beschrei­ten, ist das ein nach außen kla­res posi­ti­ves Votum gegen­über dem Sport bzw. dem FC.  Auch bei der Umset­zung des 2018 ein­stim­mig beschlos­se­nen Sport­stät­ten­kon­zep­tes wur­de die­ser gemein­sa­me Weg bei­be­hal­ten.

Es war immer unser gemein­sa­mes Ziel, den Fuß­bal­lern einen ganz­jäh­rig bespiel­ba­ren Platz zur Ver­fü­gung zu stel­len und den ver­eins­or­ga­ni­sier­ten Fuß­ball­sport in Zukunft auf der Sport- und   Frei­zeit­an­la­ge Schlings­bruch zu kon­zen­trie­ren.

Ziel Sport­stät­ten­kon­zept:

Sport u. Frei­zeit­an­la­ge SCHLINGSBRUCH : hoch­wer­ti­gen Sport- und Begeg­nungs­park mit beleuch­te­tem  Groß­spiel­feld Natur­ra­sen und ein trai­nings- und Aus­weich­platz Kunst­ra­sen mit Beleuch­tung

HEIDEPARK : mul­ti­funk­tio­na­les, fami­li­en­freund­li­ches Sport­ge­län­de mit Kunst­stoff Jugend­spiel und Trai­nings­feld

Für die Beschlüs­se zum zwei­ten För­der­an­trag bekräf­tig­te Chris­ti­an SCHMIEDER gegen­über der Poli­tik noch­mal die o.a. Vari­an­te und bezeich­ne­te es als Ide­al­fall.

„Bei den Vor­ge­sprä­chen zum Sport­stät­ten­kon­zept für August­dorf haben wir vom FC stets auf die Not­wen­dig­keit eines Kunst­ra­sen­plat­zes für die Win­ter­mo­na­te hin­ge­wie­sen. Wir favo­ri­sie­ren wei­ter­hin die Kon­zen­tra­ti­on des Ver­eins­sport (Fuß­ball) am Schlings­bruch. Im Ide­al­fall kann der DIN-Rasen­platz erhal­ten wer­den und der hin­te­re Platz in eine beleuch­te­te Kunst­ra­sen­flä­che als trai­nings- und Aus­weich­platz umge­baut wer­den. „

Auf die Angrif­fe und Vor­wür­fe gegen­über den poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­gern zum The­ma Kunst­ra­sen­platz am HEIDEPARK von Sei­ten des Vor­sit­zen­den Herrn Schmie­der will ich auch noch­mal hin­wei­sen. Ins­be­son­de­re wenn dann urpötz­lich, wo es eigent­lich um die Bespre­chung zur Umset­zung der bestehen­den ein­stim­mi­gen Beschlüs­se geht, ent­ge­gen den bis­he­ri­gen Aus­sa­gen des FC , die­ser mit einem neu­en teu­ren Kon­zept (teu­ers­te Vari­an­te Schlings­bruch) um die Kur­ve kommt, wo zusätz­lich noch ein Kunst­ra­sen­platz ana­log zum HEIDEPARK für den Jugend­fuß­ball auf dem Schlings­bruch gebaut wer­den soll.

CDU,SPD,FWG,FDP bestä­ti­gen mehr­mals gegen­über dem Bür­ger­meis­ter, das gem. „IDEALKONZEPT Sport­stät­ten­kon­zept“ der Rasen­platz erhal­ten bleibt sowie ein Neu­bau eines gro­ßen Kunst­ra­sen­plat­zes auf dem Schlings­bruch umge­setzt wer­den soll.

Die zuge­sag­ten För­der­mit­tel die­nen zum Umbau des gesam­ten Schlings­bruch in eine moder­ne Sport u. Frei­zeit­an­la­ge für alle August­dor­fer (Natur­na­her Aben­teu­er­spiel­platz, zwei Beach­vol­ley­ball­an­la­gen mit Beleuch­tung, Auf­wer­tung und Her­rich­tung des bestehen­den Grill­plat­zes mit Über­da­chung, Ersatz des Toi­let­ten­wa­gens durch ein Sani­tär­ge­bäu­de sowie Umset­zung von ener­ge­ti­schen Maß­nah­men im Sin­ne der Kli­ma­schutz­zie­le — auch im Sport­haus) gleich­wer­tig zu ermög­li­chen. Das heißt, dass die zuge­spro­che­nen För­der­mit­tel auch des­halb nicht haupt­säch­lich (ins­be­son­de­re wenn noch nicht mal alle Kos­ten zur Umset­zung der beschlos­se­nen Vari­an­te bekannt sind) für die Inter­es­sen des Fuß­ball­sports zur Ver­fü­gung ste­hen.

 

Erwi­de­rung der FDP

Gott­fried Den­ne­biers kla­re und deut­li­che Stel­lung­nah­me begrü­ßen wir. Mehr als ver­wun­der­lich erscheint die plötz­li­che Kos­ten­stei­ge­rung für den wei­te­ren Aus­bau des Sport­hau­ses. Der FC woll­te für nicht ein­mal 100.000€ das Kel­ler­ge­schoss kom­plett mit Umklei­den und Sani­tär­an­la­gen aus­stat­ten. Auch wird ver­ges­sen, dass bei der gan­zen Dis­kus­si­on um das Sport­stät­ten­kon­zept der zwei­te August­dor­fer Fuß­ball­ver­ein, der SC August­dorf, auf der Stre­cke geblie­ben ist und sich auf­löst. Nur mit unse­rer Alter­na­ti­ve erhal­ten wir die Opti­on, wei­te­ren Ver­ei­nen oder ande­ren Sport­ar­ten eine Sport­flä­che anbie­ten zu kön­nen. Wir pla­nen zukunfts­ori­en­tiert für alle und nicht nur für einen Sport­ver­ein. Sonst könn­ten Neid­dis­kus­sio­nen ent­ste­hen und Begehr­lich­kei­ten bei ande­ren Ver­ei­nen und Grup­pen geweckt wer­den, die nicht befrie­digt wer­den kön­nen.

Zusätz­lich ist das Natur­pro­dukt Rasen ein wich­ti­ger Sauer­stoff­lie­fe­rant die­ser Erde- ein Fuß­ball­feld allei­ne pro­du­ziert Sauer­stoff für ca. 110 Men­schen, zusätz­lich bin­det Natur­ra­sen Staub und absor­biert Schad­stof­fe. Lei­der trifft die­ses nicht für den Kunst­ra­sen zu.

Lei­der erscheint es auf den ers­ten Blick außer­or­dent­lich ver­lo­ckend, alle Spiel­fel­der mit Kunst­ra­sen zu bele­gen um von der Natur unab­hän­gig zu sein. Aber auch die neus­te Genera­ti­on von Kunst­ra­sen ver­birgt noch vie­le unge­klär­te Fra­gen. Ins­be­son­de­re im Außen­be­reich sind die Spät­fol­gen heu­te kaum abseh­bar.

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Die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN haben am Montag einen Offenen Brief des Vorsitzenden des Gemeindesportverbandes, Gerhard Krumbach, veröffentlicht. Nun antworten neben Gottfried Dennebier auch die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, FWG und FDP. (Klicken Sie einfach auf den Link, um direkt zu der entsprechenden Erwiderung zu gelangen.)   Erwiderung der CDU Aus Sicht der CDU Augustdorf ist es schon sehr erstaunlich, dass die Neugestaltung und erhebliche Aufwertung eines Sport und Freizeitareals (Schlingsbruch) solch ein Unbehagen in einem Kreis von Sportlern erzeugt. In einem Video werden (ehrenamtlich tätige) Politiker als „hirnrissig“ bezeichnet und als Totengräber des Fußballsports bezeichnet. Man scheut sich auch nicht davor, Banner beim LZ Cup auszurollen, um damit den Versuch zu starten, Augustdorfer Politiker zu diskreditieren. Auch wenn Emotionen die Ursache für solche „Ausrutscher“ sein können, ist das Verhalten wenig zuträglich für einen wertschätzenden Umgang zwischen Sportlern und Politikern. Ich persönlich kann mich nicht daran erinnern, mit einem Sportler so wenig wertschätzend umgegangen zu sein! In einem „Offenen Brief“ werden viele Fragen gestellt und erneut Vorwürfe gegen Politiker erhoben. Ich bin der festen Meinung, dass ein Austausch zwischen Politikern, Bürgerinnen und Bürgern, egal in welcher Funktion sie mit uns sprechen, immer auf Augenhöhe, respektvoll und wertschätzend geführt wurden. Grundsätzlich wird es von uns auch so gewünscht und wir halten es auch für zielführend, sich im Dialog mit den Einwohnern auszutauschen. Ein Beleg dafür sind zahlreiche Gespräche, zum Beispiel mit dem Vorstand des Gemeindesportverbandes. Zur Entwicklung eines „Pakts für den Sport“ trafen sich Vertreter der Politik und Mitglieder des Sportes über zwei Jahre in unregelmäßigen Abständen. Vertreter aller Fraktionen waren stets bereit, sich mit den Wünschen der Sportler auseinanderzusetzen. Selbstverständlich ist es nicht immer möglich, dass Politiker alle Wünsche der Einwohner erfüllen können. Mangelnde Kompromissbereitschaft lassen wir uns allerdings nicht vorwerfen. Beim Austausch von Meinungen dürfen und sollten alle Vorschlägen diskutiert werden. Auch darauf haben wir uns eingelassen. Aber gerade bei der Aufwertung und Neugestaltung einer Freizeitanlage wie dem Schlingsbruch sollte sich niemand auf eine bestimmte Sportart fokussieren! Hier müssen alle Altersgruppen unserer Bürgerinnen und Bürger „mitgenommen“ werden. Und schlussendlich müssen Politiker im Rat der Gemeinde nach bestem Wissen und Gewissen Entscheidungen zum Wohle und zur Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger treffen. Dieses ist auch mit der Planung des Schlingsbruch erfolgt. Der Beschluss wurde zudem einstimmig im Gemeinderat gefasst. Die CDU-Fraktion Augustdorf hat sich immer besonders für den Sport und für die Sportstätten in Augustdorf eingesetzt. Bereits am 11. September 2016 stellten wir einen einen Antrag, in dem die Verwaltung aufgefordert wurde, ein „Sportstättenkonzept outdoor“ zu entwickeln. Dieser Antrag war die Grundlage zur Schaffung und Erneuerung des Heidesportplatzes. Gespräche mit unserem Bundestagsabgeordneten Christian Haase führten dazu, dass das Sportareal Schlingsbruch nun mit einer Fördermittelsumme von 1,8 Millionen Euro unterstützt wird. Ohne diesen Einsatz wäre es sehr fraglich, ob überhaupt eine positive Entwicklung des Schlingsbruch möglich gewesen wäre. Herr Krumbach stellt in seinem „Offenen Brief“ eine Vielzahl an Fragen. Diese Fragen zum Thema „Schlingsbruch“ wurden meines Erachtens bereits in mehreren Gesprächen zwischen dem Gemeindesportverband und den Fraktionsvorsitzenden aller Parteien beantwortet. Auch der Vorwurf, die Politik sei nicht transparent, weil eine Liveübertragung einer Ratssitzung aktuell nicht realisierbar sei, ist unhaltbar. Jeder Bürger hat die Möglichkeit als Zuhörer an der Ratssitzung teilzunehmen. Fast alle Fragen aus dem „Offenen Brief“ des Herrn Krumbach, wie zum Beispiel „Warum gehen die die Fraktionen nicht auf die guten Argumente des FC und des GSV ein?“ könnten auch wechselseitig gestellt werden. Daher werden wir nicht weiter darauf eingehen. Den Vorwurf von Herrn Krumbach gegenüber Herrn Dennebier, er hätte Herrn Schmieder Undankbarkeit unterstellt, kann ich so nicht erkennen. Herr Dennebier hat selbstverständlich als Mitglied des Gemeinderates das Recht, seine Meinung zu allen Themen äußern zu dürfen. Dieses Recht hat er wahrgenommen und im Kern seiner Ausführungen die Meinung einiger Fußballvereine aus dem Kreisgebiet publik gemacht. Persönlich halte ich ein kleines „Dankeschön“ an alle Politiker für deren Einsatz zur Erneuerung, Erhaltung und Optimierung von Sportstätten für durchaus angebracht. Lutz Müller, CDU-Fraktionsvorsitzender   Gottfried Dennebier erwidert folgendes: 1. Zuerst einmal möchte Folgendes feststellen: Ich habe nichts Persönliches gegen Herrn Krumbach oder Herrn Schmieder. 2. Ich glaube, dass ich als Ratsherr öffentlich meine Meinung vertreten darf! Hier jetzt mein Ehrenamt als Kreisvorsitzender von Herrn Krumbach mit ins Spiel zu bringen finde ich unfair. Herr Krumbach und Herr Schmieder wissen, dass ich dieses strickt trenne. Das habe ich daher auch deutlich den AN und dem Vertreter der LZ gesagt, dass ich dies als Ratsherr spreche. 3. Ich finde es nicht gut, dass der Sport immer wieder den Weg über die Medien und sozialen Netzwerken sucht! Dieses Vorgehen kann nicht zielführend sein! Auch bedaure ich es sehr, dass Herr Krumbach und Herr Schmieder kein persönliches Gespräche mit mir gesucht haben, weder vor noch nach der Ratssitzung. 4. Ich weiß, dass der Herr Schmieder viel für den FC Augustdorf getan hat und dafür durfte ich ihn auch des Öfteren ehren und auszeichnen! Auch ich habe viele Jahre ehrenamtlich für den FCE und später FCA gearbeitet, viele Jahre zusammen mit Herrn Schmieder! Auch daher ist es mir unverständlich, warum er mit mir nicht direkt spricht. 5. Zu der Aussage „Ich dachte immer Ratsmitglieder sollen die Bürger schützen und nicht angreifen“ stelle ich die Gegenfrage: Wer schützt die ehrenamtlichen Ratsmitglieder vor persönlichen Angriffen? Zudem habe ich niemanden angegriffen. 6. Zu dem Artikel (Beschluss zum Schlingsbruchkonzept verabschiedet) gibt es zwei Leserbriefe in den AN. Deren Inhalte sollten Herrn Krumbach und Herrn Schmieder nachdenklich stimmen. Zum Schluss möchte ich festhalten, dass ich während meiner Zeit als GSV- Vorsitzender die Auseinandersetzungen nie über die Medien geführt habe, sondern immer per Mail oder im persönlichen Gespräch!   Erwiderung der SPD Die SPD-Fraktion unterstützt die Aussage des GSV, immer nach optimalen Lösungen für den Sport zu suchen. Genauso verhält es sich in der Politik. Alle Ratsmitglieder sind bestrebt, allen Bürgerinnen und Bürgern optimale Bedingungen in allen Lebenslagen, natürlich auch den Sportlern, zur Verfügung zu stellen. Wir sind auch weiterhin sehr zuversichtlich, dass auch in dieser Angelegenheit optimale Lösungen für alle gefunden werden. Der GSV muss aber der Politik die Zeit zugestehen, die der Rat und die Ausschüsse für eine gute Lösung benötigen. Politische Entscheidungen können aber erst beraten werden, wenn alle Kosten vorliegen und transparent sind. Erst während der Ratssitzung vergangenen Donnerstag wurden wieder einige Summen von der Verwaltung benannt, leider liegen aber immer noch nicht alle Kosten vor. Diese haben wir als SPD nun wiederholt eingefordert. Es sollte doch jeder Verständnis dafür aufbringen, dass abschließende Entscheidungen bei einem Zwei-Millionen-Projekt nicht auf Zuruf, auch wenn es der Bürgermeister ist, getroffen werden können. Leider wurden bei diesem Projekt die dafür vorgesehenen Gremien, wie der Ausschuss Bau, Planung und Umwelt sowie der Ausschuss für Sport, Jugend und Soziales bis heute überhaupt nicht beteiligt, geschweige denn eingebunden. Das haben wir nun mit dem gemeinsamen Ratsbeschluss deutlich gemacht und eingefordert. Daniel Klöpper erklärt: “Natürlich wollen wir nicht verhehlen, dass wir die „Ideallösung“ favorisieren. Diese sogenannte „Ideallösung“ wurde unter der Moderation von Herrn Dr. Stefan Eckl vom Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung mit Beteiligung interessierter Sportler und Einwohnern, Vertretern des GSV und des FC, Schulen und den Fraktionen in mehreren Workshops gemeinsam erarbeitet. Mit großer Zustimmung aller Beteiligten wurde diese „Ideallösung“ wichtiger Bestandteil des dann im Sommer 2018 vorgestellten Sportstättenkonzeptes. Und diese „Ideallösung“ beinhaltet den Erhalt des Rasenspielplatzes sowie den Bau eines zusätzlichen ganzjährig bespielbaren Kunstrasenplatzes auf dem Schingsbruch. Mit dem neuen Kleinspielfeld, welches Bestandteil des Umbaus des Heidesportplatzes zu einem Freizeitgelände ist, werden zukünftig sogar 1,5 Sportplätze ganzjährig bespielbar sein, so dass wir auch für die Zukunft ein sehr gutes Angebot für den Vereinssport haben." Mats Schubert unterstreicht: „Für die SPD steht außer Frage, die nun von den Fußballern vorgebrachten Erklärungen und Argumente bei den weiteren politischen Beratungen in den Ausschüssen zu berücksichtigen. Alle Mitglieder der SPD-Fraktion sind weiterhin sehr optimistisch, dass für alle Probleme gute Lösungen gefunden werden können. Die Politik hat während der vergangenen Monate bzw. des letzten Jahres trotz einiger Vorwürfe bewiesen, alles Erdenkliche in Bewegung zu setzen, um gerade im Bereich der ehrenamtlichen Sportausübung optimale Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Angefangen von der Unterstützung und Stärkung des GSV im Rahmen der Zielvereinbarung und dem Verzicht auf Hallennnutzungsgebühren bis hin zur Optimierung der Sportstätten. Und das wird auch so bleiben, da sind wir Sozialdemokraten uns ganz sicher. Wir möchten jetzt weiterhin gemeinsam mit dem Sport, der Politik und den Bürgern offen über die Alternativen und Kompromisse diskutieren und die beste Lösung für Augustdorf finden.“   Erwiderung der FWG Einer politischen Meinung, die öffentlich im Rat vorgetragen wird, gehen viele inhaltliche Diskussionen innerhalb einer Fraktion voraus. In einer Fraktion sind Bürger mit unterschiedlichen Meinungen vertreten. Zwischen deren Interessen und Vorstellungen zu verschiedenen Sachthemen, insbesondere auch dann,  wenn es um den Sport allgemein geht, gilt es abzuwägen. Diese Meinungsvielfalt zu einem gemeinsamen Beschluss im Sinne aller zusammenzuführen, insbesondere auch unter Beachtung der Haushaltslage und möglicher Einsparungen und vieles mehr, ist es nicht immer einfach, weil die Themen aus allen Blickwinkeln betrachtet werden müssen und unterschiedlichste Bedürfnisse der Bevölkerung Berücksichtigung finden sollen. Durch konstruktiven Meinungsaustausch innerhalb der Fraktion versuchen wir, bei den unterschiedlichsten Themen eine gemeinsame klare Linie zu finden und diese dann auch gemeinsam zu vertreten Diese Vorgehensweise zeigt sich auch mit der Bereitstellung diverser Sportstätten und finanzieller Mittel für den Sport allgemein (nicht nur Fußball) im Haushalt. Wenn dann vier unterschiedliche Fraktionen über alle politischen Grenzen hinweg aus dieser Gemengenlage heraus, einen gemeinsamen Weg beschreiten, ist das ein nach außen klares positives Votum gegenüber dem Sport bzw. dem FC.  Auch bei der Umsetzung des 2018 einstimmig beschlossenen Sportstättenkonzeptes wurde dieser gemeinsame Weg beibehalten. Es war immer unser gemeinsames Ziel, den Fußballern einen ganzjährig bespielbaren Platz zur Verfügung zu stellen und den vereinsorganisierten Fußballsport in Zukunft auf der Sport- und   Freizeitanlage Schlingsbruch zu konzentrieren. Ziel Sportstättenkonzept: Sport u. Freizeitanlage SCHLINGSBRUCH : hochwertigen Sport- und Begegnungspark mit beleuchtetem  Großspielfeld Naturrasen und ein trainings- und Ausweichplatz Kunstrasen mit Beleuchtung HEIDEPARK : multifunktionales, familienfreundliches Sportgelände mit Kunststoff Jugendspiel und Trainingsfeld Für die Beschlüsse zum zweiten Förderantrag bekräftigte Christian SCHMIEDER gegenüber der Politik nochmal die o.a. Variante und bezeichnete es als Idealfall. „Bei den Vorgesprächen zum Sportstättenkonzept für Augustdorf haben wir vom FC stets auf die Notwendigkeit eines Kunstrasenplatzes für die Wintermonate hingewiesen. Wir favorisieren weiterhin die Konzentration des Vereinssport (Fußball) am Schlingsbruch. Im Idealfall kann der DIN-Rasenplatz erhalten werden und der hintere Platz in eine beleuchtete Kunstrasenfläche als trainings- und Ausweichplatz umgebaut werden. „ Auf die Angriffe und Vorwürfe gegenüber den politischen Entscheidungsträgern zum Thema Kunstrasenplatz am HEIDEPARK von Seiten des Vorsitzenden Herrn Schmieder will ich auch nochmal hinweisen. Insbesondere wenn dann urpötzlich, wo es eigentlich um die Besprechung zur Umsetzung der bestehenden einstimmigen Beschlüsse geht, entgegen den bisherigen Aussagen des FC , dieser mit einem neuen teuren Konzept (teuerste Variante Schlingsbruch) um die Kurve kommt, wo zusätzlich noch ein Kunstrasenplatz analog zum HEIDEPARK für den Jugendfußball auf dem Schlingsbruch gebaut werden soll. CDU,SPD,FWG,FDP bestätigen mehrmals gegenüber dem Bürgermeister, das gem. „IDEALKONZEPT Sportstättenkonzept“ der Rasenplatz erhalten bleibt sowie ein Neubau eines großen Kunstrasenplatzes auf dem Schlingsbruch umgesetzt werden soll. Die zugesagten Fördermittel dienen zum Umbau des gesamten Schlingsbruch in eine moderne Sport u. Freizeitanlage für alle Augustdorfer (Naturnaher Abenteuerspielplatz, zwei Beachvolleyballanlagen mit Beleuchtung, Aufwertung und Herrichtung des bestehenden Grillplatzes mit Überdachung, Ersatz des Toilettenwagens durch ein Sanitärgebäude sowie Umsetzung von energetischen Maßnahmen im Sinne der Klimaschutzziele - auch im Sporthaus) gleichwertig zu ermöglichen. Das heißt, dass die zugesprochenen Fördermittel auch deshalb nicht hauptsächlich (insbesondere wenn noch nicht mal alle Kosten zur Umsetzung der beschlossenen Variante bekannt sind) für die Interessen des Fußballsports zur Verfügung stehen.   Erwiderung der FDP Gottfried Dennebiers klare und deutliche Stellungnahme begrüßen wir. Mehr als verwunderlich erscheint die plötzliche Kostensteigerung für den weiteren Ausbau des Sporthauses. Der FC wollte für nicht einmal 100.000€ das Kellergeschoss komplett mit Umkleiden und Sanitäranlagen ausstatten. Auch wird vergessen, dass bei der ganzen Diskussion um das Sportstättenkonzept der zweite Augustdorfer Fußballverein, der SC Augustdorf, auf der Strecke geblieben ist und sich auflöst. Nur mit unserer Alternative erhalten wir die Option, weiteren Vereinen oder anderen Sportarten eine Sportfläche anbieten zu können. Wir planen zukunftsorientiert für alle und nicht nur für einen Sportverein. Sonst könnten Neiddiskussionen entstehen und Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen und Gruppen geweckt werden, die nicht befriedigt werden können. Zusätzlich ist das Naturprodukt Rasen ein wichtiger Sauerstofflieferant dieser Erde- ein Fußballfeld alleine produziert Sauerstoff für ca. 110 Menschen, zusätzlich bindet Naturrasen Staub und absorbiert Schadstoffe. Leider trifft dieses nicht für den Kunstrasen zu. Leider erscheint es auf den ersten Blick außerordentlich verlockend, alle Spielfelder mit Kunstrasen zu belegen um von der Natur unabhängig zu sein. Aber auch die neuste Generation von Kunstrasen verbirgt noch viele ungeklärte Fragen. Insbesondere im Außenbereich sind die Spätfolgen heute kaum absehbar.

Leserbriefe zu “Politiker nehmen Stellung zum Offenen Brief

Leserbriefe geben die Ansicht der Einsender wieder, die mit der Meinung der Redaktion nicht übereinstimmen muss.


  1. Im Gegen­satz zu Herrn Micha­el Mül­ler kann ich noch kein Bild erken­nen. Mei­ne Puz­zle­tei­le zum The­ma „Schlings­bruch“ pas­sen näm­lich nicht zusam­men. Hier ergän­zend noch eini­ge Fak­ten die mich nach­denk­lich machen. Am 12.07.2018 wur­de wäh­rend einer Rats­sit­zung durch Herrn Dr. Eckl das Sport­stät­ten­kon­zept prä­sen­tiert. Ein­stim­mi­ger Beschluss des Rates ‑Kennt­nis­nah­me-. Am 25.09.2018 tag­te der Aus­schuss für Bau, Pla­nung und Umwelt. Die­ser berei­te­te einen Beschluss­vor­schlag für den Gemein­de­rat vor. Bemer­kens­wert für mich, die Aus­sa­ge eines Aus­schuss­mit­glie­des: „ …das die For­mu­lie­rung ‑Sport­stät­ten­kon­zept- etwas hoch­ge­grif­fen ist.“ Die erar­bei­te­te Vor­la­ge führ­te am 27.09.2018 im Rat zu einem ein­stim­mi­gen Bera­tungs­er­geb­nis. Hier ein Aus­zug: „Die Gemein­de ver­folgt das Ziel, den Fuß­ball­sport auf dem Schlings­bruch zu kon­zen­trie­ren. Wie die bei­den Plät­ze sowie die übri­ge Infra­struk­tur kon­kret ent­wi­ckelt wer­den, bedarf einer ein­ge­hen­den Pla­nung unter Berück­sich­ti­gung der Fol­ge­kos­ten und unter Betei­li­gung der Nut­zer.“ Mei­ner Mei­nung nach war man zu die­sem Zeit­punkt auf dem rich­ti­gen Weg. Ich kann also nicht nach­voll­zie­hen, war­um mitt­ler­wei­le die „Ide­al­lö­sung“ die Vor­la­ge zur Lösung die­ser Pro­ble­ma­tik ist. Wäre die Umset­zung des Beschlus­ses vom 27.09.2018 nicht die bes­se­re Alter­na­ti­ve? För­der­gel­der sind ja bereits bewil­ligt! Ich hof­fe ‑für ein bes­se­res August­dorf- auf eine ein­ver­nehm­li­che Lösung aller Betei­lig­ten.

  2. Wenn man die Poli­ti­ker hört, die uni­so­no mit Unver­ständ­nis und Auf­ru­fen zu Gemein­sam­keit auf den Brief des Herrn Krum­bach reagie­ren, dann fragt man sich , was da vor der letz­tem Gemein­de­rats­sit­zung abge­lau­fen ist. Denn die gan­ze Tur­bu­lenz um den Schlings­bruch ist kaum noch ver­ständ­lich.
    Wenn man aber die Fol­ge der Ereig­nis­se über­denkt, dann könn­te die Erklä­rung des Durch­ein­an­ders recht ein­fach sein : Könn­te es sein, dass den Fuß­bal­lern im Ver­ein mit dem Gemein­de­sport­ver­band kürz­lich etwas ande­res ver­spro­chen wur­de , als das was deut­lich und klar das mehr­heit­lich beschlos­se­ne Schlings­bruch­kon­zept aus­sagt, und wofür es För­der­mit­tel gibt ??? Könn­te es sein , dass zB ein kom­for­ta­bler NUR-Kunst­ra­sen­platz ( mit kur­zen Wegen und ande­ren unbe­kann­ten Vor­tei­len) der Fu0balllobby doch noch ver­spro­chen wur­de ??? Und dass die Ent­täu­schung dar­über, dass das nicht so gelau­fen ist, aus den Wor­ten des GSV Vor­sit­zen­den spricht ??? Könn­te es sein, dass der plötz­li­che erheb­li­che Zuwachs an CDU Mit­glie­dern vor der Nomi­nie­rung des Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten damit zusam­men­hängt ?? Könn­te es sein, dass der plötz­li­che über­ra­schen­de Vor­stoß des Bür­ger­meis­ters auf der Letz­ten Rats­sit­zung ( NUR Kunst­ra­sen­platz im Schlings­bruch) dadurch erklärt wird ??? Dann näm­lich wird das Puz­zle Schlings­bruch zum Bild , man erkennt sehr deut­lich, wer denn für die­ses Durch­ein­an­der ver­ant­wort­lich ist. Oder irre ich mich ????? (hof­fent­lich!!)

  3. Sehr geehr­te Lese­rIn­nen,
    als inter­es­sier­ter Bür­ger unse­rer Gemein­de, freue ich mich über den „Offe­nen Brief“ von Herrn Ger­hard Krum­bach und hof­fe, dass er als Vor­sit­zen­der des Gemein­de­sport­ver­ban­des auf sei­ne Fra­gen zeit­nah Ant­wor­ten erhält. Soll­ten sich unse­re Rats­mit­glie­der aller­dings nur gegän­gelt füh­len und ihm bzw. uns ihre Grün­de zu die­ser Ent­schei­dung vor­ent­hal­ten, gehört die ZIELVEREINBARUNG: „GEMEINSAM FÜR DEN SPORT IN AUGUSTDORF“ zwi­schen der Gemein­de August­dorf und dem Gemein­de­sport­ver­band August­dorf für die Jah­re 2020 bis 2024 wohl in den Reiß­wolf. Die­ser Ver­ein­ba­rung hat unser Gemein­de­rat übri­gens Ende letz­ten Jah­res zuge­stimmt. (Ein­stim­mig) Mei­ner Mei­nung nach, soll­te bei einem zwei Mil­lio­nen Euro Pro­jekt jeder Betei­lig­te für „sich“ einen umfang­rei­chen Ent­schei­dungs­pro­zess durch­füh­ren. Ist dann ein Ent­schluss gefal­len, soll­te man die­sen auch umset­zen. Eine grund­le­gen­de „Lage­än­de­rung“ die eine erneu­te Ent­schei­dungs­fin­dung aus­löst, kann ich aller­dings seit 2018 nicht ent­de­cken. War­um gehe ich dar­auf ein? Das Abstim­mungs­ver­hal­ten unse­res Gemein­de­ra­tes ist für mich ein Buch mit sie­ben Sie­geln. Im Dezem­ber 2018 stimm­ten 23 Mit­glie­der für einen För­der­an­trag, bei dem der Haupt­ra­sen­platz in einen Kunst­ra­sen­platz umge­wan­delt und ein zusätz­li­cher Rasen­platz geschaf­fen wird. Im Sep­tem­ber 2019 stimm­ten 11 Rats­mit­glie­der (SPD, FWG, FDP) bei 9 Gegen­stim­men (CDU) für den Erhalt des Haupt­ra­sen­plat­zes und den Bau eines klei­ne­ren Kunst­ra­sen­plat­zes. Die­se Vari­an­te wur­de bei der letz­ten Rats­sit­zung erneut bestä­tigt. Dies­mal mit 25 Ja-Stim­men und drei Ent­hal­tun­gen. Die­se Ent­schei­dung haben die Rats­her­ren für uns Bür­ger gefällt. Jetzt wün­sche ich mir aller­dings eine Erklä­rung für die­se Kehrt­wen­de. Die Kos­ten kom­men dafür ja nicht unbe­dingt in Fra­ge. Die­se waren 2018 bereits erheb­lich. Auf­fäl­lig für mich ist, dass der GSV, der FC und die Ver­wal­tung über den gesam­ten Zeit­raum an der Vari­an­te eines ganz­jäh­rig bespiel­ba­ren Haupt­kunst­ra­sen­plat­zes mit liga­taug­li­chen Aus­ma­ßen fest­ge­hal­ten haben. Das wäre für mich eben­falls der Schwer­punkt!!! Oder wür­den sie ein Haus bau­en, in dem die Hei­zung nur den Kel­ler und die Gara­ge beheizt und sie die Wohn­räu­me im Win­ter nur bedingt nut­zen könn­ten?

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