Wanderrückblick von Gregor Müllensiefen

Da die Som­mer­wan­de­rung wegen des Coro­na­vi­rus aus­fal­len muss, hat der geschäfts­füh­ren­de Vor­stand des Hei­mat­ver­eins beschlos­sen, alle Akti­vi­tä­ten bis Ende August aus­zu­set­zen.

Wan­der­wart Gre­gor Müllen­sie­fen wen­det sich dar­um per­sön­lich an die Hei­mat- und Wan­der­freun­de.


„Ein herz­li­ches Hal­lo an alle Hei­mat und Wan­der­freun­de des HV August­dorf in der Hoff­nung das ihr alle bei bes­ter Gesund­heit seid.

Die­ses mal möch­te ich einen Rück­blick auf unse­re Wan­de­rung vom Juli 2017 hal­ten und die­se in Erin­ne­rung brin­gen.

Start war damals in Bad Sal­zu­flen am Berg­re­stau­rant Hol­len­stein von wo wir schon den ers­ten tol­len Fern­blick unter ande­rem über Schöt­mar hat­ten. Nach kur­zer Weg­stre­cke auf der Stra­ße ging es rechts ab auf den Wan­der­weg 6 wo sogleich ein mit Efeu bewach­se­nes, altes Back­haus am Weges­rand zu erbli­cken war.

Durch herr­li­chen Misch­wald, am Süd­hang des Vie­ren­ber­ges ent­lang, sahen wir nach einer Wei­le über Pfer­de­kop­peln hin­weg das Gut Rib­ben­trop, das heu­te einen Rei­ter­hof beher­bergt. Wei­ter geht es ent­lang an einer impo­san­ten Fal­scher Jas­min Hecke, an deren Ende bei genau­em Hin­se­hen noch Res­te von einem alten Gemäu­er zu sehen sind.


Hier befand sich eine Rast­stät­te, die zum Gut Rib­ben­trop gehör­te und den Fuhr­leu­ten dien­te, die auf dem Erd­er­schen Weg, eine dama­li­ge Han­dels­rou­te, unter­wegs waren. Die­se Han­dels­rou­te führ­te von Bad Sal­zu­flen über Hol­len­stein, Tal­le, Hohen­hau­sen und Kall­dorf zum Lip­pi­schen Weser­ha­fen nach Kal­le­tal Erder. Holz, Glas und selbst Salz wur­de zur Weser gebracht und auf den Schif­fen ver­la­den.


Wir fol­gen den Weg bis zum Fuße des Asen­ber­ges, wo wir wenig spä­ter eine Schutz­hüt­te für Wan­de­rer fin­den, vor der ein gro­ßer Gedenk­stein liegt, der an den Lip­pi­schen Wan­der­va­ter Karl Bach­ler erin­nert. Wir bie­gen rechts ab auf den Wan­der­weg 5/6 und kom­men bald zur Asen­quel­le die noch in den 70ger Jah­ren stark spru­del­te, heu­te aber nur noch so dahin plät­schert.

Wei­ter geht es in Rich­tung Hüh­ner­wiem, wo seit Ewig­kei­ten eine Ruhe­bank steht, die von den Wan­de­rern sehr ger­ne ange­nom­men wur­de. Wahr­schein­lich ent­stand der Name Hüh­ner­wiem dadurch das die Wan­de­rer dort wie die Hüh­ner auf der Stan­ge saßen. Von hier­aus hat­te man einen pri­ma Fern­blick bis nach Wüs­ten und zum Weser­ge­bir­ge. Die­ser Weg wur­de auch Bumbam genannt, es war ein alter Kirch­weg nach Schöt­mar, wo man von hier­aus schon das Glo­cken­ge­läut der Kili­ans­kir­che hören konn­te.


Par­al­lel zum Wan­der­weg 6 ver­läuft ein hohl­weg­ar­ti­ger Pfad hin­auf auf den Vie­ren­berg. Nach kur­zer Zeit durch den Misch­wald errei­chen wir den an 14.Oktober 1900 ein­ge­weih­ten und zu Ehren von Fürst und Reichs­kanz­ler Otto von Bis­marck, den 18 Meter hohen gleich­na­mi­gen Turm. Ein bestei­gen des Turms ist ein abso­lu­tes muss und wur­de von unser 23 köp­fi­gen Wan­der­grup­pe sofort in die Tat umge­setzt. Der ein­drucks­vol­le Blick
reicht über das Lip­pi­sche Berg­land, über Bad Sal­zu­flen bis zum Wie­hen­ge­bir­ge mit dem Kai­ser Wil­helm Denk­mal an der Por­ta West­fa­li­ca.


Bei sehr schwü­len Wet­ter und ca 25 Grad waren wir dann alle froh den knapp acht Kilo­me­ter lan­gen Wan­der­weg bald geschafft zu haben und den bereit­ge­stell­ten Kaf­fee und Kuchen im Bier­gar­ten vom Berg­re­stau­rant Hol­len­stein uns ein­ver­lei­ben zu kön­nen.

 

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Da die Sommerwanderung wegen des Coronavirus ausfallen muss, hat der geschäftsführende Vorstand des Heimatvereins beschlossen, alle Aktivitäten bis Ende August auszusetzen. Wanderwart Gregor Müllensiefen wendet sich darum persönlich an die Heimat- und Wanderfreunde.

"Ein herzliches Hallo an alle Heimat und Wanderfreunde des HV Augustdorf in der Hoffnung das ihr alle bei bester Gesundheit seid.

Dieses mal möchte ich einen Rückblick auf unsere Wanderung vom Juli 2017 halten und diese in Erinnerung bringen.

Start war damals in Bad Salzuflen am Bergrestaurant Hollenstein von wo wir schon den ersten tollen Fernblick unter anderem über Schötmar hatten. Nach kurzer Wegstrecke auf der Straße ging es rechts ab auf den Wanderweg 6 wo sogleich ein mit Efeu bewachsenes, altes Backhaus am Wegesrand zu erblicken war. Durch herrlichen Mischwald, am Südhang des Vierenberges entlang, sahen wir nach einer Weile über Pferdekoppeln hinweg das Gut Ribbentrop, das heute einen Reiterhof beherbergt. Weiter geht es entlang an einer imposanten Falscher Jasmin Hecke, an deren Ende bei genauem Hinsehen noch Reste von einem alten Gemäuer zu sehen sind.

Hier befand sich eine Raststätte, die zum Gut Ribbentrop gehörte und den Fuhrleuten diente, die auf dem Erderschen Weg, eine damalige Handelsroute, unterwegs waren. Diese Handelsroute führte von Bad Salzuflen über Hollenstein, Talle, Hohenhausen und Kalldorf zum Lippischen Weserhafen nach Kalletal Erder. Holz, Glas und selbst Salz wurde zur Weser gebracht und auf den Schiffen verladen.

Wir folgen den Weg bis zum Fuße des Asenberges, wo wir wenig später eine Schutzhütte für Wanderer finden, vor der ein großer Gedenkstein liegt, der an den Lippischen Wandervater Karl Bachler erinnert. Wir biegen rechts ab auf den Wanderweg 5/6 und kommen bald zur Asenquelle die noch in den 70ger Jahren stark sprudelte, heute aber nur noch so dahin plätschert.

Weiter geht es in Richtung Hühnerwiem, wo seit Ewigkeiten eine Ruhebank steht, die von den Wanderern sehr gerne angenommen wurde. Wahrscheinlich entstand der Name Hühnerwiem dadurch das die Wanderer dort wie die Hühner auf der Stange saßen. Von hieraus hatte man einen prima Fernblick bis nach Wüsten und zum Wesergebirge. Dieser Weg wurde auch Bumbam genannt, es war ein alter Kirchweg nach Schötmar, wo man von hieraus schon das Glockengeläut der Kilianskirche hören konnte.

Parallel zum Wanderweg 6 verläuft ein hohlwegartiger Pfad hinauf auf den Vierenberg. Nach kurzer Zeit durch den Mischwald erreichen wir den an 14.Oktober 1900 eingeweihten und zu Ehren von Fürst und Reichskanzler Otto von Bismarck, den 18 Meter hohen gleichnamigen Turm. Ein besteigen des Turms ist ein absolutes muss und wurde von unser 23 köpfigen Wandergruppe sofort in die Tat umgesetzt. Der eindrucksvolle Blick reicht über das Lippische Bergland, über Bad Salzuflen bis zum Wiehengebirge mit dem Kaiser Wilhelm Denkmal an der Porta Westfalica.

Bei sehr schwülen Wetter und ca 25 Grad waren wir dann alle froh den knapp acht Kilometer langen Wanderweg bald geschafft zu haben und den bereitgestellten Kaffee und Kuchen im Biergarten vom Bergrestaurant Hollenstein uns einverleiben zu können.

 

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