Hoher Besuch am gest­ri­gen Nach­mit­tag in der Grund­schu­le In der Sen­ne. Minis­te­rin Ina Schar­ren­bach war nach August­dorf gekom­men, um Schul­lei­te­rin Ute Krau­se und den anwe­sen­den Kin­dern den Son­der­preis „Jun­ge Hei­mat” zu über­rei­chen. Land­rat Dr. Axel Leh­mann erklär­te, dass er nicht über­rascht gewe­sen sei, dass die Schu­le den Preis bekom­men habe. „Du, lie­be Ute”, wand­te er sich an die Schul­lei­te­rin, sei sehr umtriebig.

Die Kin­der der Grund­schu­le haben natür­lich einen gro­ßen Vor­teil: Das Muse­um des Hei­mat­ver­eins ist direkt im Kel­ler des Schulgebäudes.
„Hier ler­nen die Kin­der nicht nur anhand von Fil­men, wie es frü­her war, son­dern sie über­le­gen sich auch, wie sie die Inhal­te span­nend den Bewoh­nern des Senio­ren­heims ver­mit­teln kön­nen“, so Krau­se. Denn auch dort sind die Kin­der aktiv. „Im Rah­men der Arbeits­ge­mein­schaft „Begeg­nung der Genera­tio­nen“, besucht eine Grup­pe von Kin­dern regel­mä­ßig das Alten­heim, um mit den Bewoh­ner zu sin­gen, zu bas­teln und zu spie­len“, so die Schulleiterin.

Durch das Pro­jekt im Hei­mat­mu­se­um haben laut Krau­se für die Kin­der nun neue Anknüp­fungs­punk­te erge­ben, um mit den Bewoh­nern des Alten­heims ins Gespräch zu kom­men. „Unse­re Schü­ler for­schen zu The­men wie Klei­dung: frü­her und heu­te oder auch Beru­fe: frü­her und heu­te“, erläu­tert Krau­se das Themenspektrum.

Ein­mal pro Woche fin­den sich sechs bis sie­ben Kin­der im Hei­mat­mu­se­um zusam­men um unter der Anlei­tung der Kul­tur­päd­ago­gin Sabi­ne Rott in die Ver­gan­gen­heit August­dorfs ein­zu­tau­chen. Die Kin­der beschäf­ti­gen sich in der Arbeit auch mit den Inhal­ten der alten Hand­wer­ke, der Sen­ne und der Orts­grün­dung August­dorfs“, erläu­tert Sabi­ne Rott.

Und sie haut auch einen wei­te­ren Vor­teil des Pro­jek­tes aus­ge­macht: „Indem sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit allen Sin­nen dem The­ma nähern, kön­nen über das Betrach­ten der Expo­na­te im Hei­mat­kel­ler und über das Anfas­sen und Aus­pro­bie­ren alter Gegen­stän­de vie­le Ebe­nen des Ler­nens und Expe­ri­men­tie­ren ergeben.

Im Anschluss an die Preis­ver­lei­hung ließ es sich Schar­ren­bach nicht neh­men, das Muse­um ein­ge­hend zu inspek­tie­ren. „Hier wird Geschich­te leben­dig”, so ihr Fazit.

Von Redaktion

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