Die Kin­der­ta­ges­stät­ten im Kreis Lip­pe muss­ten wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie immer wie­der neu pla­nen: Eine Not­be­treu­ung auf­bau­en, bei einem bestä­tig­ten Fall schlie­ßen oder vor eini­gen Wochen einen ein­ge­schränk­ten Regel­be­trieb orga­ni­sie­ren. Dabei gilt es, gleich­zei­tig die Aus­brei­tung des Virus zu ver­mei­den und auf das Wohl der Kin­der ein­zu­ge­hen. Wie Kitas die­sen Spa­gat im All­tag meis­tern, davon hat sich Land­rat Dr. Axel Leh­mann ein Bild gemacht und sich mit den Mit­ar­bei­ten­den der Kita des Deut­schen Kin­der­schutz­bun­des Lage e.V. ausgetauscht.

„Die Erzie­he­rin­nen und Erzie­her leis­ten hier eine groß­ar­ti­ge Arbeit und tun dies mit viel Enga­ge­ment und Freu­de. Gera­de die Kin­der dür­fen auch in die­sen schwie­ri­gen Zei­ten nicht zu kurz kom­men und brau­chen ein Stück weit Nor­ma­li­tät und Sicher­heit“, zeigt sich Leh­mann beein­druckt von der Arbeit in Lage.

Auch der Kreis Lip­pe trägt mit den prä­ven­ti­ven Tests auf das Coro­na­vi­rus zur Sicher­heit bei. Dort, wo der erfor­der­li­che Min­dest­ab­stand nicht ein­ge­hal­ten wer­den kann, wer­den frei­wil­li­ge Tests ange­bo­ten. Die mobi­len Teams des Gesund­heits­amts tes­ten päd­ago­gi­sche Fach­kräf­te, Lehr­per­so­nal, Tages­müt­ter und ‑väter oder Mit­ar­bei­ten­de in Kitas oder För­der­schu­len. Die Kos­ten trägt der Kreis Lip­pe. Bis­her haben in 151 Kitas und elf För­der­schu­len in Lip­pe den Bedarf gemel­det, Mit­ar­bei­ten­de vor­sorg­lich auf das Coro­na­vi­rus tes­ten zu las­sen. Dazu kom­men 25 Tagespflegepersonen.

Auch die Kita des Deut­schen Kin­der­schutz­bun­des Lage e.V. hat von die­ser Mög­lich­keit Gebrauch gemacht. 12 Mit­ar­bei­ten­de haben sich auf das Coro­na­vi­rus tes­ten las­sen, die Aus­wer­tung läuft der­zeit noch. „Gera­de mit klei­nen Kin­dern ist es schwie­rig, den Abstand ein­zu­hal­ten. Sie wis­sen zwar genau Bescheid, was pas­siert und haben das locker auf­ge­nom­men, aber sie brau­chen die Nähe ein­fach. Durch die Tests haben wir wenigs­tens eine punk­tu­el­le Sicher­heit und kön­nen wei­ter pla­nen“, zeigt sich Kitalei­te­rin Mari­on Stef­fen-Fritz zuversichtlich.

Ihre Kita hat wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie eini­ge Maß­nah­men ergrif­fen: Vor dem Ein­gang gibt es ein Ein­bahn­stra­ßen­sys­tem und mit Mar­kie­run­gen sind War­te­be­rei­che auf­ge­zeich­net. Die Erzie­her holen die Kin­der direkt an der Tür ab, und zuerst waschen sich die Mäd­chen und Jun­gen die Hän­de. Die Kin­der ver­zich­ten auf das Hän­de­ge­ben im Morgenkreis.

In der Kita des Kin­der­schutz­bun­des Lage e.V. wer­den rund 80 Kin­der im Alter von vier Mona­ten bis zum Schul­ein­tritt betreut. Ein beson­de­rer Schwer­punkt liegt auf der Sprachförderung.

 

Von Redaktion

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