Gro­ßer Auf­lauf am Don­ners­tag an der Mit­tel­stra­ße. Zahl­rei­che Gäs­te aus Poli­tik, Ver­wal­tung und Ver­bän­den waren anwe­send, um die Fort­füh­rung des Quar­tier­ma­nage­ments zu fei­ern. Neben Ver­tre­tern des Krei­ses, waren auch die Vor­sit­zen­de der Cari­tas Lip­pe, Eli­sa­beth Mon­tag und Bür­ger­meis­ter Dr. Andre­as Wulf anwesend. 

Auch Hans-Ulrich Mies, Geschäfts­füh­rer von „Adler-Woh­nen“ nahm an der Pres­se­kon­fe­renz teil. Er konn­te errei­chen, dass die Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft die Hälf­te der Mie­te des Quar­tier­bü­ros über­nimmt und so das Pro­jekt „SOE“ nach­hal­tig unter­stützt. „Wir sind uns noch nicht sicher, ob SOE für „Sozia­le Ori­en­tie­rung in Euro­pa” oder „Süd­ost­eu­ro­pa” ste­hen wird, erklärt Eli­sa­beth Mon­tag im Anschluss an die Veranstaltung.

Das Land NRW hat August­dorf und Horn-Bad Mein­berg als Pilot­kom­mu­nen im länd­li­chen Raum benannt. In die­sem Pro­jekt sol­len erfolg­rei­che Stra­te­gien ent­wi­ckelt wer­den, die den Fami­li­en­aus Süd­ost­eu­ro­pa mit ihren Kin­dern einen guten Start in Bezug auf deren Bil­dungs­bio­gra­fien ermög­li­chen. Dazu gehört der zei­ti­ge Kin­der­gar­ten­be­such, auch zum Sprach­er­werb, genau­so dazu wie der geord­ne­te und gelun­ge­ne Schul­be­such der Grund­schu­le und der wei­ter­füh­ren­den Schulen.

In August­dorf hat das Pro­jekt „SOE“ am 01.07.2020 sei­nen Betrieb auf­ge­nom­men. Die Mit­ar­bei­te­rin­nen haben sofort mit den Besu­chen begon­nen, um die vie­len Netz­werk­part­ner des Pro­jek­tes ken­nen­zu­ler­nen. Neben der Gemein­de­ver­wal­tung, den ört­li­chen Kin­der­gär­ten, den Kir­chen­ge­mein­den und der Poli­zei, waren das natür­lich auch ehren­amt­li­che Ver­ei­ne, die Schu­len und die OGS.

Zen­tra­ler Anlauf­punkt wird der Fach­dienst  „All­ge­mei­ne Sozi­al­be­ra­tung“ sein, in dem alle schwie­ri­gen Fra­gen des Lebens auf­schla­gen kön­nen. Gemein­sam wird dann im Sin­ne der „Hil­fe zur Selbst­hil­fe“  eine Lösung oder Mil­de­rung der Not­la­ge ange­strebt. Sprach­mitt­le­rin­nen in Rumä­nisch und Bul­ga­risch unter­stüt­zen bei den Bera­tun­gen, Eltern­ge­sprä­chen oder August­dor­fer Institutionen.

Ziel von „SOE August­dorf“  als Pilot­kom­mu­ne sind Erkennt­nis­se, wel­che Stra­te­gien für zuge­zo­ge­ne Men­schen aus Süd­ost­eu­ro­pa hilf­reich sind, um im Sozi­al­raum des neu­en Wohn­or­tes anzu­kom­men und einer Dis­kri­mi­nie­rung ent­ge­gen­zu­wir­ken.  Ord­nungs­po­li­tisch durch­ge­setz­te Schul­pflicht habe eine ande­re Wir­kung, als wenn sie durch Ein­sich­ten der Eltern der Kin­der erfol­gen, die ihre Kin­der beim Schul­be­such unter­stüt­zen. Dadurch sol­len erfolg­rei­che Bil­dungs­bio­gra­fien ermög­licht wer­den und eine gelun­ge­ne Inte­gra­ti­on. Da ist sich Elis­beth Mon­tag sicher.

„August­dorf hat schon wie­der­holt ver­schie­de­ne Inte­gra­ti­ons­pha­sen gemeis­tert. So zielt auch die­ses Pro­jekt ins­ge­samt auf ein gutes Mit­ein­an­der in der gro­ßen Flä­chen­ge­mein­de”, erklär­te Eli­sa­beth Montag.

Von Redaktion

2 Gedanken zu „Quartiersmanagement geht in die nächste Runde“
  1. Es ist wirk­lich ein schö­ner Fort­schritt, dass Mensch­lich­keit und Für­sor­ge auf dem Dören wie­der und wei­ter Ein­zug hal­ten, damit die Hilf­lo­sig­keit vie­ler Bewoh­ner gegen­über einer über­mäch­tig schei­nen­den Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft ein Ende fin­det und den Bewoh­nern in vie­len Belan­gen gehol­fen wird.
    Lei­der wie­der am Ran­de typisch für den Bür­ger­meis­ter : erst muss­te er vom Gemein­de­rat mas­siv auf­ge­for­dert wer­den ein­zu­schrei­ten , und nun sonnt er sich samt kleid­sa­mem Foto ( in der Lip­pi­schen Lan­des­zei­tung) in einem Erfolg , der nicht sei­ner ist .….der trotz sei­ner Per­son erreicht wur­de. Wann hört die­ses Schmü­cken mit frem­den Federn end­lich auf ??? Dank gebührt den AN uneingeschränkt !!

  2. Es ist schön, dass die Arbeit in dem Quar­tier wei­ter­geht und dass sich dort etwas tut. Beson­ders erwäh­nen muss man, dass auch die Woh­nungs­gs­esell­schaft mit im Boot ist. Hier ist den August­dor­fer Nach­rich­ten zu dan­ken, die sozu­sa­gen der Anstoß dafür waren, dass die Sied­lung am Dören auf die poli­ti­sche Tages­ord­nung kam. Ein Beschluss der Rats­mehr­heit hat dann zu Gesprä­chen mit der Woh­nungs­gs­ell­schaft geführt. Und wie man sieht, war die­ses Gespräch auch nach­hal­tig. Auch rund um die Häu­ser hat sich eini­ges getan und ich den­ke, dass wir ins­ge­samt auf einem guten Weg sind, was die­ses Quar­tier betrifft.

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