Der grü­ne Land­rats­kan­di­dat Robin Wagener for­dert Auf­klä­rung statt poli­ti­scher Spie­le im Umgang mit dem Miss­brauchs­skan­dal in Lüg­de. “Nach dem Bekannt­wer­den der Taten in Lüg­de haben alle poli­ti­schen Kräf­te Auf­klä­rung gefor­dert. Heu­te sehe ich mit Sor­ge, dass der Auf­klä­rungs­wil­le der SPD anschei­nend dar­auf beschränkt ist fest­zu­stel­len, dass in Lip­pe alles rich­tig gemacht wor­den sei. Wer sich ange­sichts der schon bekannt gewor­de­nen Pro­ble­me bei der Poli­zei in Lip­pe und dem Jugend­amt in Lip­pe, die bei­de dem Land­rat unter­ste­hen, wagen­burg­ar­tig auf eine sol­che Posi­ti­on zurück­zieht, kann für die Zukunft nichts ler­nen um sol­che Taten frü­her zu erken­nen oder noch bes­ser zu verhindern.” 

 

Beson­ders scho­ckiert sind die Grü­nen über die öffent­li­chen Kri­tik des Jugend­hil­fe­aus­schuss­vor­sit­zen­den des Krei­ses Lip­pe Anto­ni­us Gro­the von der SPD an der Akten­an­for­de­rung durch den Unter­su­chungs­aus­schuss des Land­tags. “Der Unter­su­chungs­aus­schuss hat nach dem von allen demo­kra­ti­schen Par­tei­en, auch der SPD, mit­ge­tra­ge­nen Ein­set­zungs­be­schluss den Auf­trag, auch Feh­ler des Jugend­amts des Krei­ses Lip­pe auf­zu­klä­ren. Dazu gehö­ren auch struk­tu­rel­le Feh­ler, damit dar­aus für die Zukunft gelernt wer­den kann. Zu Recht wird die pau­scha­le Aus­sa­ge­ver­wei­ge­rung von Mit­ar­bei­ten­den des Krei­ses Hameln-Pyr­mont kri­ti­siert. Lip­pe darf jetzt nicht den kata­stro­pha­len Feh­ler bege­hen und sich gegen die Akten­her­aus­ga­be weh­ren”, so Wagener und der wie Gro­the aus Schie­der-Schwa­len­berg stam­men­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Wer­ner Loke. 

 

Wagener kri­ti­siert aber auch das Auf­kün­di­gen der Koali­ti­on von CDU und SPD kurz vor der Kom­mu­nal­wahl auf­grund von Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die Auf­klä­rung der Vor­gän­ge. “Die lip­pi­sche CDU hat über ein Jahr nach Bekannt­wer­den der schreck­li­chen Taten in Lüg­de die Struk­tu­ren im Jugend­amt und das Auf­klä­rungs­ver­hal­ten des Krei­ses mit­ge­tra­gen. Kurz vor der Som­mer­pau­se und der direkt dar­auf fol­gen­den Kom­mu­nal­wahl die Zusam­men­ar­beit mit der SPD zu been­den ist rei­ne poli­ti­sche Schau für die Wahl. Prak­ti­sche Aus­wir­kun­gen hat die­ser Schritt nicht.” 

 

Die Grü­nen rufen dar­um alle Par­tei­en zur unvor­ein­ge­nom­me­nen Auf­klä­rung und zum Behe­ben der Pro­ble­me auf. “Wir alle schul­den es den Betrof­fe­nen und der Gesell­schaft um das Ver­trau­en in den Rechts­staat zu erhal­ten, auch die struk­tu­rel­len Feh­ler im Jugend­amt und bei der Poli­zei unvor­ein­ge­nom­men auf­zu­klä­ren und dar­aus zu ler­nen. Ohne Vor­fest­le­gun­gen ohne­hin alles rich­tig gemacht zu haben und ohne tak­ti­sche Win­kel­zü­ge für die Kom­mu­nal­wahl”, so Wagener abschließend. 

Von Redaktion

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