Vorsitzender des Verteidigungsausschusses besucht Panzerbrigade 21

Hoher Besuch in der Gene­ral-Feld­mar­schall-Rom­mel-Kaser­ne. Wolf­gang Hell­mich, Vor­sit­zen­der des Ver­tei­di­gungs­aus­schus­ses besuch­te am gest­ri­gen Mon­tag den Bun­des­wehr­stand­ort. Nach einem Ein­wei­sungs­brie­fing zur aktu­el­len Lage des Groß­ver­ban­des sowie einem gemein­sa­men Mit­tag­essen mit Kom­man­deu­ren und Ver­tre­tern ver­schie­de­ner Betei­li­gungs­gre­mi­en nahm sich Hell­mich, der zum vier­ten Mal die Kaser­ne besuch­te, am Nach­mit­tag Zeit, um sich über die Aus­bil­dung der geor­gi­schen Infan­te­rie­kom­pa­nie beim Pan­zer­gre­na­dier­ba­tail­lon 212 zu infor­mie­ren.

Bri­ga­de­kom­man­deur Oberst Ste­phan Wil­ler und Batail­lons­kom­man­deur Oberst­leut­nant Mat­thi­as Greu­ne erklär­ten dem Gast aus Ber­lin die Zusam­men­ar­beit. Hell­mich zeig­te sich auch hin­sicht­lich die Koope­ra­ti­on gut vor­be­rei­tet. Gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN erklär­te der ver­hei­ra­te­te Fami­li­en­va­ter, dass er vor weni­gen Tagen bereits mit dem geor­gi­schen Bot­schaf­ter gespro­chen habe. „Die­ser hat sich über die Zusam­men­ar­beit mit den August­dor­fern sehr gefreut und lobend geäu­ßert”, berich­te­te Hell­mich.

Natür­lich stand auch eine Besich­ti­gung des Ale­xej-Kobe­lew-Gebäu­des auf dem Pro­gramm. Der Baum­hei­der Ale­xej Kobe­lew war im Juni 2011 mit fünf wei­te­ren Sol­da­ten mit einem Pan­zer in der Nähe von Kun­dus in eine Spreng­stoff­fal­le gera­ten. Der 23 Jah­re alte Ober­stabs­ge­frei­te starb, sei­ne Kame­ra­den wur­den ver­letzt. Damit ver­lor Kobe­lew als ers­ter Ange­hö­ri­ger der August­dor­fer „Lipperland“-Brigade in Afgha­ni­stan sein Leben. Wolf­gang Hell­mich zeig­te sich über das ehren­de Andenken beein­druckt. „Es zeigt, dass der Sol­da­ten­be­ruf eben ganz anders als ande­re Beru­fe ist”, erklär­te er. So kön­ne es eben sein, dass ein Sol­dat jeman­den töten müs­se oder auch getö­tet wer­de.

Hell­mich besuch­te neben den prak­ti­schen Übun­gen auch das Simu­la­ti­ons­zen­trum der Kaser­ne. „Der Stand­ort ist auf einem guten Weg”, lau­te­te sein Fazit am Ende des Besu­ches. Er habe aber auch gese­hen und gehört, wo die Defi­zi­te lägen. So gebe es bei der Mate­ri­al­be­schaf­fung ein erheb­li­ches Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al. „Und ich neh­me auch den Wunsch nach Ber­lin mit, dass wei­te­re Simu­la­to­ren ange­schafft wer­den soll­ten”, erklär­te der Ver­tei­di­gungs­aus­schuss­vor­sit­zen­de. Mit einem gro­ßen Lob ver­ab­schie­de­te sich Hell­mich nach Ber­lin: „Das Anse­hen des Ver­ban­des ist rie­sen­groß.”

 

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Hoher Besuch in der General-Feldmarschall-Rommel-Kaserne. Wolfgang Hellmich, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses besuchte am gestrigen Montag den Bundeswehrstandort. Nach einem Einweisungsbriefing zur aktuellen Lage des Großverbandes sowie einem gemeinsamen Mittagessen mit Kommandeuren und Vertretern verschiedener Beteiligungsgremien nahm sich Hellmich, der zum vierten Mal die Kaserne besuchte, am Nachmittag Zeit, um sich über die Ausbildung der georgischen Infanteriekompanie beim Panzergrenadierbataillon 212 zu informieren. Brigadekommandeur Oberst Stephan Willer und Bataillonskommandeur Oberstleutnant Matthias Greune erklärten dem Gast aus Berlin die Zusammenarbeit. Hellmich zeigte sich auch hinsichtlich die Kooperation gut vorbereitet. Gegenüber den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN erklärte der verheiratete Familienvater, dass er vor wenigen Tagen bereits mit dem georgischen Botschafter gesprochen habe. "Dieser hat sich über die Zusammenarbeit mit den Augustdorfern sehr gefreut und lobend geäußert", berichtete Hellmich. Natürlich stand auch eine Besichtigung des Alexej-Kobelew-Gebäudes auf dem Programm. Der Baumheider Alexej Kobelew war im Juni 2011 mit fünf weiteren Soldaten mit einem Panzer in der Nähe von Kundus in eine Sprengstofffalle geraten. Der 23 Jahre alte Oberstabsgefreite starb, seine Kameraden wurden verletzt. Damit verlor Kobelew als erster Angehöriger der Augustdorfer „Lipperland“-Brigade in Afghanistan sein Leben. Wolfgang Hellmich zeigte sich über das ehrende Andenken beeindruckt. "Es zeigt, dass der Soldatenberuf eben ganz anders als andere Berufe ist", erklärte er. So könne es eben sein, dass ein Soldat jemanden töten müsse oder auch getötet werde. Hellmich besuchte neben den praktischen Übungen auch das Simulationszentrum der Kaserne. "Der Standort ist auf einem guten Weg", lautete sein Fazit am Ende des Besuches. Er habe aber auch gesehen und gehört, wo die Defizite lägen. So gebe es bei der Materialbeschaffung ein erhebliches Verbesserungspotenzial. "Und ich nehme auch den Wunsch nach Berlin mit, dass weitere Simulatoren angeschafft werden sollten", erklärte der Verteidigungsausschussvorsitzende. Mit einem großen Lob verabschiedete sich Hellmich nach Berlin: "Das Ansehen des Verbandes ist riesengroß."  

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