Das neue Schul­jahr steht in vie­len Bun­des­län­dern schon vor der Tür. Da lau­tet eine Fra­ge für vie­le Eltern: Was kommt in die Schul­tü­te mei­nes Kinds? Wenn es nach Exper­ten geht, zumin­dest kein Smartphone.

Aber wie sieht es bei Ihnen aus? Was gehört Ihrer Mei­nung nach in die Schultüte?


 

Das Smart­pho­ne gehört längst auch bei vie­len Grund­schü­lern zum All­tag. Doch bevor Eltern zum jetzt begin­nen­den neu­en Schul­jahr auch die Schul­star­ter in der Schul­tü­te damit beschen­ken, soll­ten sie lie­ber abwar­ten. Exper­ten hal­ten die Klei­nen für noch nicht aus­rei­chend reif — dies gilt übri­gens für die gesam­te Grund­schul­zeit. Fra­gen und Antworten.

Was spricht für ein Smart­pho­ne in der Schultüte?

Der Digi­tal­ver­band Bit­kom for­der­te im ver­gan­ge­nen Jahr Han­dys auch für die Kleins­ten. Mit einem Recht auf digi­ta­le Teil­ha­be auch von Kin­dern begrün­de­te das der Lob­by­ver­band. Man­che Eltern hal­ten das eige­ne Han­dy für Kin­der auch für unver­zicht­bar, unter ande­rem, um die Kin­der immer errei­chen zu können.

Was spricht gegen ein Han­dy für Erstklässler?

Exper­ten der unter ande­rem vom Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­ri­um getra­ge­nen Initia­ti­ve „Schau hin!” hal­ten die Kin­der im Grund­schul­al­ter schlicht noch nicht für reif genug. Erst mit elf oder zwölf Jah­ren sei die nöti­ge Rei­fe erreicht — das ist erst nach der Grund­schu­le. Die Exper­ten begrün­den dies mit der feh­len­den Fähgkeit, die Gefah­ren des Inter­nets rich­tig ein­zu­schät­zen. Außer­dem über­for­dern die vie­len Funk­tio­nen des Geräts. Dazu kommt das feh­len­de Ver­mö­gen, die Kos­ten rich­tig ein­zu­schät­zen — sowohl bei der Anschaf­fung als auch im lau­fen­den Vertrag.

 

Ist das Smart­pho­ne grund­sätz­lich für Kin­der zu verdammen?

Nein, eige­ne Erfah­run­gen mit Smart­pho­ne oder Tablet zu machen kann auch in die­sem Alter nach Ein­schät­zung der Exper­ten sinn­voll sein. Dazu ist eine Grund­vor­aus­set­zung aber, dass eine täg­li­che Nut­zungs­zeit ver­ein­bart und dann auch ein­ge­hal­ten wird. Im Alter der Erst­kläss­ler soll­ten dies nicht mehr als 30 Minu­ten sein, lau­tet die Emp­feh­lung. Für sol­che Zei­ten benö­ti­gen die Kin­der aber kein eige­nes Gerät — das kann auch eines der Eltern sein.

Wel­che Alter­na­ti­ve gibt es?

Vie­le Eltern wol­len gera­de durch die üblich gewor­de­ne stän­di­ge Erreich­bar­keit auch ihr Kind stän­dig errei­chen kön­nen — zum Bei­spiel auf dem Rück­weg von der Schu­le. Für die­ses klas­si­sche Tele­fo­nie­ren rei­chen aber auch her­kömm­li­che Han­dys ohne Inter­net­zu­gang aus. Die­se sind nach wie vor im Han­del zu bekom­men und kos­ten deut­lich weni­ger als Smartphones.

Mit dem Hin­weis, dass ein ande­res Kind aber doch auch schon ein Smart­pho­ne hat, ver­su­chen Kin­der gern ihre Eltern zu über­re­den. Hier soll­ten Eltern schlicht klar in ihrer Posi­ti­on sein. Dabei kann hel­fen, dem Kind für eine begrenz­te Zeit das eige­ne Smart­pho­ne zu über­las­sen. Außer­dem spielt das eige­ne Vor­bild der Eltern eine Rol­le. Wer bewusst für gewis­se Zei­ten off­line ist, kann das auch über­zeu­gen­der den Kin­dern vermitteln.

Von Redaktion

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