Im Kreis Lip­pe gibt es ins­ge­samt 801 bestä­tig­te Coro­na­fäl­le, damit sind sie­ben wei­te­re Infek­tio­nen bekannt. 744 Per­so­nen sind wie­der gene­sen. 30 Per­so­nen sind ver­stor­ben. Aktu­ell sind 27 Per­so­nen in Lip­pe nach­weis­lich mit dem Coro­na­vi­rus infi­ziert. Seit dem 6. März wur­den bis­her 16.187 Abstri­che von mobi­len Teams und im Dia­gnos­tik­zen­trum genommen.

In August­dorf gibt es 15 Infi­zier­te, 13 davon sind wie­der genesen.

Je näher der Schul­an­fang rückt, des­to inten­si­ver wur­de in den letz­ten Tagen eine Mas­ken­pflicht für Schü­ler dis­ku­tiert. NRW hat sich nun für eine rela­tiv weit­rei­chen­de Pflicht ent­schie­den. Laut Schul­mi­nis­te­rin Yvonne Gebau­er (FDP) ist die­se Maß­nah­me auch eine Reak­ti­on auf die wie­der stei­gen­den Infektionszahlen.

Gebau­er sprach bei der Vor­stel­lung der Mas­ken­pflicht am Mon­tag in Düs­sel­dorf von einem „sehr stren­gen Kon­zept im Ver­gleich zu ande­ren Bundesländern”.

Ent­schei­dend ist beim Ver­gleich der Mas­ken­pflich­ten, ob sie nur auf dem Schul­ge­län­de oder auch im Unter­richt gel­ten. In Baden-Würt­tem­berg muss bei­spiels­wei­se im Unter­richt kei­ne Mas­ke getra­gen wer­den. In Bay­ern und Ber­lin wird dar­über noch diskutiert.

Die Regeln der Maskenpflicht

Für Leh­rer und Schü­ler aller rund 5.500 Schu­len in NRW gilt: Auf dem Schul­ge­län­de, auf den Flu­ren, dem Weg zur und in der Klas­se muss eine Mund­na­sen-Bede­ckung getra­gen wer­den. Ledig­lich Grund­schü­ler dür­fen die Mas­ke abneh­men, nach­dem sie einen fes­ten Sitz­platz ein­ge­nom­men und der Unter­richt begon­nen hat.

Die Aus­nah­men

Lehr­kräf­te dür­fen ohne Mund­na­sen-Schutz sein, wenn sie ein Abstand von min­des­tens 1,5 Meter zu den Schü­lern besteht. Leh­rer und Schü­ler dür­fen die Mas­ke zudem dann abset­zen, wenn der Unter­richt es erfordere.

Gebau­er nann­te als Bei­spiel das Leh­ren des „th” im Eng­lisch-Unter­richt. In Prü­fungs­si­tua­tio­nen kön­ne auch auf den Mund­na­sen-Schutz ver­zich­tet wer­den. Dazu gehö­ren Klau­su­ren oder auch das Vor­tra­gen von Refe­ra­ten. Ob eine Aus­nah­me vor­liegt, ent­schei­den die Lehr­kräf­te vor Ort.

Die zeit­li­che Befristung

Bis Ende August ist die­se Mas­ken­pflicht erst ein­mal befris­tet. Das soll dem Land die Mög­lich­keit geben, fle­xi­bel auf das wei­te­re Infek­ti­ons­ge­sche­hen zu reagie­ren. Zudem will sich das Minis­te­ri­um mit den Fach­ver­bän­den über die Erfah­run­gen aus­tau­schen und dann ent­schei­den, ob die Pflicht so wei­ter­be­steht oder ange­passt wer­den muss.

Land stellt Mas­ken nur für Not­fall bereit

Die Kos­ten für die Mund­na­sen-Bede­ckun­gen müss­ten die Schü­ler bezie­hungs­wei­se Eltern tra­gen. Da ohne­hin in Geschäf­ten und im ÖPNV eine Mas­ken­pflicht gel­te, geht die Schul­mi­nis­te­rin davon aus, dass alle im Besitz einer Mas­ke seien.

Für Not­fäl­le, also wenn jemand sei­ne Mas­ke bei­spiels­wei­se auf dem Weg zur Schu­le ver­lo­ren habe, stel­le das Land den Schu­len eine Mil­li­on Mas­ken zur Verfügung.

Ein­schu­lungs­fei­ern und Klassenfahrten

Kei­ne Fra­ge, die Ein­schu­lung ist ein bedeu­ten­der Ein­schnitt im Leben eines Kin­des. Ein­schu­lungs­fei­ern gehö­ren dar­um eigent­lich dazu. Ob und wenn ja in wel­cher Form dies trotz Coro­na mög­lich ist, will das Schul­mi­nis­te­ri­um nicht ent­schei­den. Ver­ant­wor­ten und ent­schei­den müss­ten dies die Schu­len vor Ort.

Kla­rer sind da die Aus­sa­gen zu Klas­sen­fahr­ten: Bis zu den Herbst­fe­ri­en sol­len sie nur im Inland statt­fin­den. Gebau­er weist dar­auf hin, dass Schu­len beim Buchen von Fahr­ten nach den Herbst­fe­ri­en gut auf mög­li­che Stor­no­kos­ten schau­en soll­ten. Denn die wür­de das Land künf­tig nicht mehr tragen.

Von Redaktion

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