Tro­cken­heit, Hit­ze und viel Tot­holz machen hei­mi­sche Wäl­der der­zeit zur Gefah­ren­zo­ne. Die Regio­nal­forst­äm­ter und der Deut­sche Wet­ter­dienst stu­fen die Wald­brand­ge­fahr als erheb­lich ein. Die Bezirks­re­gie­rung Det­mold hat des­halb am Frei­tag ange­ord­net, dass die Wäl­der in August­dorf und in ganz Ost­west­fa­len-Lip­pe per Flug­zeug auf mög­li­che Brän­de hin kon­trol­liert wer­den. Die ers­ten Flü­ge star­ten am Samstag. 

Die Anord­nung gilt je nach Wet­ter­la­ge zunächst bis zum 14. August. Anschlie­ßend wird sie ver­län­gert, falls erfor­der­lich. Sie ist in Abspra­che mit den Regio­nal­forst­äm­tern Ost­west­fa­len-Lip­pe und Hoch­stift des Lan­des­be­triebs Wald und Holz NRW sowie dem Bun­des­forst­be­trieb Rhein-Weser, Betriebs­be­reich Sen­ne, erfolgt.

Je zwei Flü­ge sind für Sams­tag und Sonn­tag geplant; einer am Vor­mit­tag und einer am Nach­mit­tag. Die Flug­ter­mi­ne für die kom­men­de Woche sind ein­mal täg­lich am Nach­mit­tag. Die Flug­rou­te ist ein „zick-zack-Kurs“ über den Regie­rungs­be­zirk. Im Fokus ste­hen Gebie­te rund um die Sen­ne, gro­ße Moor­flä­chen sowie alle Wald­ge­bie­te in Ost­west­fa­len-Lip­pe. „Über­all gibt es vie­le abge­stor­be­ne Bäu­me oder sol­che, die vom Bor­ken­kä­fer geschä­digt sind“, erläu­tert Regie­rungs­brand­di­rek­tor Kars­ten Weber von der Bezirksregierung.

Ziel der Flü­ge ist, die Feu­er­wehr­leit­stel­len mög­lichst schnell über ein Feu­er in einem Wald oder einem Gras­land­ge­biet zu infor­mie­ren. Zeit ist ein kri­ti­scher Fak­tor. Das spe­zi­ell geschul­te Flug­per­so­nal kann Brän­de sehr früh erken­nen und die Ein­satz­kräf­te zügig aus der Luft zum Brand­ort lei­ten. Je schnel­ler die Lösch­ar­bei­ten begin­nen, des­to gerin­ger ist der Scha­den für Umwelt, Forst­wirt­schaft und Bevölkerung.

Am Steu­er des Über­wa­chungs­flug­zeugs sitzt je ein Pilot des Luft­sport­ver­eins Oer­ling­hau­sen. Sei­ne Pas­sa­gie­re sind ein Mit­glied einer hei­mi­schen Feu­er­wehr sowie ein Mit­ar­bei­ter des Regio­nal­forst­amts. Koor­di­niert wer­den die Flü­ge von der Bezirks­re­gie­rung und dem Kreis Lippe.

Eine frü­he Brand­er­ken­nung ist gut, eine Ver­hü­tung von Brän­den ist bes­ser. „Das Gril­len und offe­ne Feu­er sind im Wald grund­sätz­lich ver­bo­ten. Das gilt im Moment auch für das Rau­chen“, sagt Weber. Spa­zier­gän­ger soll­ten die Ver­bo­te in jedem Fall beach­ten. Und: „Ver­sper­ren Sie mit Ihren Autos kei­ne Wald­we­ge und par­ken Sie nur auf befes­tig­ten Flä­chen, wie Schot­ter oder Asphalt.“

Hin­ter­grund

Der so genann­te Gras­land­feu­er­in­dex ist wegen der seit Mona­ten andau­ern­den Tro­cken­heit in NRW auf einem hohen Niveau, eben­so wie der Wald­b­rand­in­dex. Unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen kön­nen Wald­brand­über­wa­chungs­flü­ge durch­ge­führt wer­den. Die Kos­ten für die Flü­ge trägt das Land Nord­rhein-West­fa­len. Die letz­ten Über­wa­chungs­flü­ge in Ost­west­fa­len-Lip­pe gab es im Jahr 2011.

Von Redaktion

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