Auch der zwei­te Mel­de­zeit­raum ist vor­bei: Fast 10.000 Mel­dun­gen über Sich­tun­gen von Insek­ten hat der NABU beim dies­jäh­ri­gen Insek­ten­som­mer erhal­ten – so vie­le wie noch nie.

Beim zwei­ten Zähl­raum zum Insek­ten­som­mer hat es eine Rekord-Betei­li­gung gege­ben. Für den NABU ist das eine erfreu­li­che Nach­richt, denn sie zeigt: Immer mehr Men­schen schau­en genau­er hin, wenn es um das Schick­sal die­ser wich­ti­gen Tier­grup­pe geht. „Das Ent­de­cken und Beob­ach­ten von Käfer, Hum­mel und Co. macht aber auch ein­fach Spaß und ist eine tol­le Beschäf­ti­gung für Fami­li­en in den Som­mer­fe­ri­en“, erkärt NABU-Bun­des­ge­schäfts­füh­rer Leif Miller.

Auf Platz eins der am häu­figs­ten gesich­te­ten Insek­ten kam wie in den bei­den Vor­jah­ren im August die Acker­hum­mel. Es fol­gen die­sen Hoch­som­mer Honig­bie­ne, Sie­ben­punkt-Mari­en­kä­fer, Klei­ner Kohl­weiß­ling, Wild­bie­ne, Wes­pe, Klei­ner Fuchs, Gro­ßes Heu­pferd, Gro­ßer Kohl­weiß­ling und Admiral.

Milde Winter und trockener, warmer Sommer sorgen für viele Wespen

Was vie­le Men­schen der­zeit beim Gril­len oder beim Eis­essen stört – die vie­len Wes­pen, spie­gelt auch das Ergeb­nis des Insek­ten­som­mers. „2020 scheint ein sehr gutes Wes­pen­jahr zu sein“, berich­tet NABU-Insek­ten­ex­per­tin Lau­ra Breit­kreuz. Das schwarz-gel­be Insekt erober­te sich in die­sem August Rang sechs der Lis­te der am häu­figs­ten gemel­de­ten Insek­ten, nach Rang zwölf im ver­gan­ge­nen Jahr. Lau­ra Breit­kreuz: „Es wur­den auch mehr Indi­vi­du­en pro Zäh­lung gemel­det als 2019. Im Schnitt waren es im August die­sen Jah­res 19,6 Wes­pen pro Mel­dung gegen­über im Durch­schnitt 7,3 Wes­pen 2019.“ Das ist sogar mehr als bei der August­zäh­lung 2018, einem eben­falls guten Wes­pen­jahr. Hier waren 9,4 Wes­pen pro Mel­dung gesich­tet wor­den. Breit­kreuz: „Der mil­de Win­ter und der tro­cke­ne, war­me Som­mer haben dafür gesorgt, dass es in die­sem Hoch­som­mer beson­ders vie­le der Tie­re gibt.“

Siebenpunkt-Marienkäfer häufiger als Asiatischer Marienkäfer

Beim dies­jäh­ri­gen Insek­ten­som­mer stand bei bei­den Zäh­lun­gen der Mari­en­kä­fer im Fokus. Natur­freun­din­nen und ‑freun­de waren auf­ge­ru­fen, zu schau­en, ob sie mehr hei­mi­sche Sie­ben­punkt-Mari­en­kä­fer oder mehr Asia­ti­sche Mari­en­kä­fer ent­de­cken kön­nen. Breit­kreuz: „Im August wur­de der Sie­ben-Punkt deut­lich häu­fi­ger gemel­det. Im Juni dage­gen lag der Asia­ti­sche Mari­en­kä­fer vor­ne.“ Ins­ge­samt ist der Sie­ben­punkt in 3175 Mel­dun­gen auf­ge­taucht, der Asia­ti­sche in 2679 Mel­dun­gen. Breit­kreuz: „Ein gro­ßer Unter­schied ist also nicht gefun­den wor­den, wenn auch der Sie­ben­punkt die Nase vorn hat. Das zeigt also, dass der vor eini­gen Jahr­zehn­ten ein­ge­führ­te Asia­ti­sche Mari­en­kä­fer mitt­ler­wei­le in ganz Deutsch­land eta­bliert ist, aber den hei­mi­schen Sie­ben­punkt noch nicht ver­drängt hat. Hier wer­den die kom­men­den Jah­re zei­gen, ob sich das Ver­hält­nis ändert oder gleich bleibt.“

Von Redaktion

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