Karl-Heinz Schä­fer ist sau­er. Was den August­dor­fer, der in der Sied­lung an der Ber­li­ner Stra­ße wohnt, so erzürnt, kann man jeder­zeit besich­ti­gen, direkt an der Ecke Dan­zi­ger Straße/Ecke Schle­si­er Stra­ße — Unmen­gen an ille­gal abge­la­de­nem Müll. Matrat­zen, Schrän­ke, Tische, Stüh­le, all das sta­pelt sich über Mona­te. Wird ein Müll­berg zu hoch, wird ein zwei­ter nur ein paar Meter wei­ter auf­ge­türmt. „Müll ist bei uns das The­ma Num­mer eins”, so Schäfer.

Rat­ten tum­meln sich dort, direkt neben spie­len­den Kin­dern. „Die Sied­lung ist mitt­ler­wei­le zu einem rich­ti­gen Ghet­to gewor­den”, erklärt Schä­fer, der nach eige­nen Anga­ben schon mehr­fach die Ver­wal­tung ange­ru­fen hat. „Dort heißt es aber, dass die kei­ne Zustän­dig­keit haben”, so Schä­fer. Auch wür­den die gel­ben Säcke in der Sied­lung nicht regel­mä­ßig abgeholt.

Schä­fer ist nicht der ein­zi­ge, den die Ver­wahr­lo­sung stört. Iva­na Per­a­no­vic wohnt auch in der Stra­ße. „Ich rege mich hier nur noch auf”, erklärt sie gegen­über den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. Die Müll­ber­ge wür­den nicht abge­holt, weil sich sowohl Gemein­de als auch der Kreis nicht zustän­dig fühlten.

Karl-Heinz Schä­fer hat nach eige­nen Anga­ben auch Bür­ger­meis­ter Dr. Andre­as Wulf ange­spro­chen. Die­ser habe ihm gesagt, dass er kei­ne Hand­lungs­voll­mach­ten habe. Für Schä­fer unver­ständ­lich. „Wenn ich doch sehe und weiß, dass in mei­ner Gemein­de es in einer Sied­lung so aus­sieht, dann muss ich doch was unter­neh­men”, ent­fährt es dem Augustdorfer.

Schä­fer kennt den ein und ande­ren Umwelt­sün­der, der ille­gal Müll ablädt. „Wenn ich mal was gesagt habe, wur­den mir sogar schon Schlä­ge ange­droht”, berich­tet er von sei­nen Erfah­run­gen. „Mein Haus wur­de schon ein­mal mit Eiern bewor­fen”, erklärt Schä­fer, der aus dem Grund auch nicht auf dem Foto erkenn­bar sein möchte.

Die Anwoh­ner sei­en über die Untä­tig­keit der Ver­wal­tung genervt. „Vie­le wol­len nur noch weg­zie­hen”, so Schä­fer, der hofft, dass sich durch die Ver­öf­fent­li­chung in den AUGUSTDORFER NACHRICHTEN nun etwas ändert. Denn für ihn steht fest. „Hier muss sich etwas pas­sie­ren, man schämt sich nur noch”, erklärt er.

Von Redaktion

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