Handball: Saisonstart mit Corona-Hygienekonzept

Mund­schutz, Abstand, Rück­ver­fol­gung – die Coro­na-Pan­de­mie stellt seit Mona­ten sämt­li­che Ein­rich­tun­gen, Insti­tu­tio­nen und Ver­ei­ne vor gro­ße Her­aus­for­de­run­gen. So auch in August­dorf. Einen Ein­blick in den Umgang mit den Schutz­maß­nah­men im Hand­ball gibt Andre­as Blüs­se, Geschäfts­füh­rer des Team Hand­bALL August­dorf-Lem­go-Lip­pe.

„Wir haben ein Hygie­nekon­zept erar­bei­tet, so dass der Spiel­be­trieb in der 3. Liga ab dem 3. Okto­ber wie­der auf­ge­nom­men wer­den kann“, berich­tet Blüs­se. Sowohl das Gesund­heits­amt des Krei­ses Lip­pe als auch das Ord­nungs­amt der Gemein­de August­dorf haben das Kon­zept bereits abge­seg­net.

Sport­ver­an­stal­tun­gen mit maxi­mal 300 Zuschau­ern sind laut Gesund­heits­be­hör­de bun­des­weit erlaubt, wenn bestimm­te Hygie­ne­re­geln ein­ge­hal­ten wer­den. Dazu zählt zum Bei­spiel, dass die Zuschau­er, bis sie Platz genom­men haben, einen Mund-Nasen-Schutz tra­gen sowie min­des­tens 1,5 Meter Abstand zuein­an­der hal­ten müs­sen. Bei mehr als 300 Zuschau­ern sind 20 Pro­zent der Hal­len-Kapa­zi­tät mög­lich, bei Spie­len des Team Hand­bALL wären das dem­nach um die 240. Zum Hin­ter­grund: In der wineo-ARE­NA ist Platz für ins­ge­samt cir­ca 1203 Besu­cher (803 Sitz- und cir­ca 400 Steh­plät­ze). In den Vor­jah­ren besuch­ten im Schnitt fast 600 Zuschau­er die Heim­spie­le, künf­tig sind es bis auf wei­te­res erst­mal nur noch 300 – für das Team Hand­bALL ein Zuschau­er- und damit auch ein Umsatz­ein­bruch von unge­fähr 50 Pro­zent.

Der Ein­lass der Zuschau­er erfolgt künf­tig nicht mehr wie gewohnt durch das Foy­er, son­dern über Ein­gän­ge seit­lich an der wineo-ARE­NA. Um Abstän­de ein­zu­hal­ten, gibt es ein Ein­bahn­stra­ßen­sys­tem. Die Daten der Besu­cher wer­den zur Rück­ver­fol­gung durch ein neu­es digi­ta­les Ticket­sys­tem erfasst. Nach vier Wochen wer­den die Daten wie­der gelöscht.

Auch der Trai­nings­be­trieb der Hand­bal­ler fin­det der­zeit unter Ein­hal­tung von Schutz­maß­nah­men statt, berich­tet Blüs­se. Bis August wur­de ledig­lich drau­ßen trai­niert, seit Sep­tem­ber sind die Jugend und der Brei­ten­sport wie­der in der Hal­le. Zu den Maß­nah­men zählt zum Bei­spiel, dass es pro Mann­schaft zwei Kabi­nen gibt, die Mann­schaf­ten getrennt auf das Feld gehen müs­sen und das Kampf­ge­richt Mund­schutz tra­gen muss. Regel­mä­ßig wer­den die Räum­lich­kei­ten gelüf­tet, die Trai­nings­ge­rä­te nach Gebrauch des­in­fi­ziert.

In den ver­gan­ge­nen Mona­ten hat das Team Hand­bALL gro­ße finan­zi­el­le Ein­bu­ßen durch den feh­len­den Spiel­be­trieb ver­kraf­ten müs­sen. Eben­so gelit­ten habe das gesell­schaft­li­che Leben, so Blüs­se. Zeit, den Spiel­be­trieb – wenn auch unter beson­de­ren Bedin­gun­gen – wie­der auf­zu­neh­men. „Für uns bedeu­tet das eine gro­ße Ver­ant­wor­tung, der wir uns aber ger­ne stel­len“, betont er. „Wir ver­su­chen so einen Bei­trag zu leis­ten.“ (pe)

 

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Mundschutz, Abstand, Rückverfolgung – die Corona-Pandemie stellt seit Monaten sämtliche Einrichtungen, Institutionen und Vereine vor große Herausforderungen. So auch in Augustdorf. Einen Einblick in den Umgang mit den Schutzmaßnahmen im Handball gibt Andreas Blüsse, Geschäftsführer des Team HandbALL Augustdorf-Lemgo-Lippe. „Wir haben ein Hygienekonzept erarbeitet, so dass der Spielbetrieb in der 3. Liga ab dem 3. Oktober wieder aufgenommen werden kann“, berichtet Blüsse. Sowohl das Gesundheitsamt des Kreises Lippe als auch das Ordnungsamt der Gemeinde Augustdorf haben das Konzept bereits abgesegnet. Sportveranstaltungen mit maximal 300 Zuschauern sind laut Gesundheitsbehörde bundesweit erlaubt, wenn bestimmte Hygieneregeln eingehalten werden. Dazu zählt zum Beispiel, dass die Zuschauer, bis sie Platz genommen haben, einen Mund-Nasen-Schutz tragen sowie mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander halten müssen. Bei mehr als 300 Zuschauern sind 20 Prozent der Hallen-Kapazität möglich, bei Spielen des Team HandbALL wären das demnach um die 240. Zum Hintergrund: In der wineo-ARENA ist Platz für insgesamt circa 1203 Besucher (803 Sitz- und circa 400 Stehplätze). In den Vorjahren besuchten im Schnitt fast 600 Zuschauer die Heimspiele, künftig sind es bis auf weiteres erstmal nur noch 300 – für das Team HandbALL ein Zuschauer- und damit auch ein Umsatzeinbruch von ungefähr 50 Prozent. Der Einlass der Zuschauer erfolgt künftig nicht mehr wie gewohnt durch das Foyer, sondern über Eingänge seitlich an der wineo-ARENA. Um Abstände einzuhalten, gibt es ein Einbahnstraßensystem. Die Daten der Besucher werden zur Rückverfolgung durch ein neues digitales Ticketsystem erfasst. Nach vier Wochen werden die Daten wieder gelöscht. Auch der Trainingsbetrieb der Handballer findet derzeit unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen statt, berichtet Blüsse. Bis August wurde lediglich draußen trainiert, seit September sind die Jugend und der Breitensport wieder in der Halle. Zu den Maßnahmen zählt zum Beispiel, dass es pro Mannschaft zwei Kabinen gibt, die Mannschaften getrennt auf das Feld gehen müssen und das Kampfgericht Mundschutz tragen muss. Regelmäßig werden die Räumlichkeiten gelüftet, die Trainingsgeräte nach Gebrauch desinfiziert. In den vergangenen Monaten hat das Team HandbALL große finanzielle Einbußen durch den fehlenden Spielbetrieb verkraften müssen. Ebenso gelitten habe das gesellschaftliche Leben, so Blüsse. Zeit, den Spielbetrieb – wenn auch unter besonderen Bedingungen – wieder aufzunehmen. „Für uns bedeutet das eine große Verantwortung, der wir uns aber gerne stellen“, betont er. „Wir versuchen so einen Beitrag zu leisten.“ (pe)  

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