Zwei weitere Strafanzeigen gegen Bürgermeister Wulf

„So etwas können wir als engagierte Christen nicht akzeptieren.”

Zwei August­dor­fer haben am Frei­tag­abend jeweils eine Straf­an­zei­ge bei der Kreis­po­li­zei Det­mold gegen Bür­ger­meis­ter Dr. Andre­as Wulf gestellt. „Wir haben das gemacht, weil uns die Argu­men­ta­ti­on von Herrn Wulf in den ver­gan­ge­nen Tagen sehr sau­er auf­ge­sto­ßen ist”, erläu­tern bei­de ihre Moti­va­ti­on und fügen hin­zu: „Hier geht es nicht um die Stich­wahl, son­dern um die Beschä­di­gung der Gemein­de August­dorf durch den Bür­ger­meis­ter.”

Zum  Hin­ter­grund: Am Mon­tag hat­ten zwei August­dor­fer eine Anzei­ge gegen Bür­ger­meis­ter Dr. Andre­as Wulf gestellt, wegen „Gefähr­dung der öffent­li­chen Sicher­heit und Ord­nung.”

Anstatt sich ein­fach zu ent­schul­di­gen oder ein Fehl­ver­hal­ten ein­zu­räu­men, habe die­ser ver­sucht zu argu­men­tie­ren, dass die Anzei­ge nicht gegen ihn gerich­tet gewe­sen sei, so die bei­den Anzei­gen­stel­ler.

Hier ein Aus­zug der einen Straf­an­zei­ge, die sich, eben­so wie die zwei­te, direkt gegen Dr. Andre­as Wulf rich­tet. (Zum Ver­grö­ßern kli­cken)

„Aus dem Grund haben wir bei­de jeweils eine Straf­an­zei­ge gestellt, die sich direkt gegen den Lei­ter der Ver­wal­tung, Herrn Dr. Wulf rich­tet”, erklä­ren die bei­den Senio­ren, die kei­ne Mit­glie­der irgend­ei­ner Par­tei sind. Aus dem Grund haben sie die Straf­an­zei­ge vor­her auch der Redak­ti­on der AUGUSTDORFER NACHRICHTEN gezeigt. „Damit es nach­her nicht wie­der heißt: „die Anzei­ge war ja nicht gegen mich gerich­tet””, so die Anzei­gen­er­stat­ter.

Pikant an der einen Straf­an­zei­ge ist vor allem der Inhalt. Denn wäh­rend Wulf nach der ers­ten Straf­an­zei­ge noch argu­men­tiert hat­te, dass die Coro­na­schutz­ver­ord­nung an Got­tes­diens­te ande­re Maß­stä­be rich­te als an ande­re Akti­vi­tä­ten, weist die­se Anzei­ge nun expli­zit dar­auf hin, dass es neben dem Got­tes­dienst auch ein Fest gege­ben habe, „an dem Essen und Geträn­ke zu sich genom­men wur­den.” Dies ver­sto­ße aber aus­drück­lich gegen die Ver­ord­nung.

„Die­se Akti­vi­tä­ten fal­len nicht mehr in den Bereich des Got­tes­diens­tes und ver­sto­ßen damit klar gegen die Coro­na­schutz­ver­ord­nung. Herr Dr. Wulf hät­te sich, als obers­ter Lei­ter des  Ord­nungs­am­tes, klar dage­gen aus­spre­chen müs­sen”, fin­den die bei­den Antrags­stel­ler.

Auch wird the­ma­ti­siert, dass es Video und Ton­band­auf­nah­men der Ver­an­stal­tung gibt. Die­se wer­den in der Straf­an­zei­ge als Beweis­mit­tel ange­führt.

Die zwei­te Straf­an­zei­ge befasst sich mit der Tätig­keit von Dr. Andre­as Wulf. „Der Bür­ger­meis­ter besucht im Augen­blick vie­le älte­re Men­schen zu Geburts­ta­gen. Selbst in der Ver­wal­tung lau­fen alle mit Mas­ken rum. Es wur­den kei­ne Abstän­de ein­ge­hal­ten und auch kei­ne Mas­ken getra­gen obwohl gesun­gen wur­de”, heißt es dort unter ande­rem. 

Die bei­den geste­hen aber auch ein, dass die recht­li­che Sicht­wei­se für sie zweit­ran­gig  sei. Vor allem das Ver­hal­ten des Ver­wal­tungs­chefs, nach­dem die ers­te Anzei­ge publik wur­de, ärgert bei­de. „Wir hät­ten uns gewünscht, dass er sich hin­stellt und zugibt, falsch gehan­delt zu haben.”

Dass sich Wulf dann aber noch auf die Bibel beru­fe, wäh­rend er etwas falsch gemacht habe, sei ein­fach zu viel gewe­sen. „Das macht kein Christ”, erklä­ren sie. „So etwas kön­nen wir als enga­gier­te Chris­ten nicht akzep­tie­ren”, beto­nen die Anzei­gen­er­stat­ter, für die die­ses Ver­hal­ten nach eige­nen Anga­ben „das Faß zum über­lau­fen gebracht hat.”

Die bei­den Straf­an­zei­gen wer­den nun am Wochen­en­de im Sys­tem der Poli­zei erfasst und gehen dann an das Poli­zei­kom­mis­sa­ri­at 5 nach Bad Sal­zu­flen.

 

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Zwei Augustdorfer haben am Freitagabend jeweils eine Strafanzeige bei der Kreispolizei Detmold gegen Bürgermeister Dr. Andreas Wulf gestellt. "Wir haben das gemacht, weil uns die Argumentation von Herrn Wulf in den vergangenen Tagen sehr sauer aufgestoßen ist", erläutern beide ihre Motivation und fügen hinzu: "Hier geht es nicht um die Stichwahl, sondern um die Beschädigung der Gemeinde Augustdorf durch den Bürgermeister." Zum  Hintergrund: Am Montag hatten zwei Augustdorfer eine Anzeige gegen Bürgermeister Dr. Andreas Wulf gestellt, wegen "Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung." Anstatt sich einfach zu entschuldigen oder ein Fehlverhalten einzuräumen, habe dieser versucht zu argumentieren, dass die Anzeige nicht gegen ihn gerichtet gewesen sei, so die beiden Anzeigensteller. [caption id="attachment_9517" align="alignleft" width="228"] Hier ein Auszug der einen Strafanzeige, die sich, ebenso wie die zweite, direkt gegen Dr. Andreas Wulf richtet. (Zum Vergrößern klicken)[/caption] "Aus dem Grund haben wir beide jeweils eine Strafanzeige gestellt, die sich direkt gegen den Leiter der Verwaltung, Herrn Dr. Wulf richtet", erklären die beiden Senioren, die keine Mitglieder irgendeiner Partei sind. Aus dem Grund haben sie die Strafanzeige vorher auch der Redaktion der AUGUSTDORFER NACHRICHTEN gezeigt. "Damit es nachher nicht wieder heißt: "die Anzeige war ja nicht gegen mich gerichtet"", so die Anzeigenerstatter. Pikant an der einen Strafanzeige ist vor allem der Inhalt. Denn während Wulf nach der ersten Strafanzeige noch argumentiert hatte, dass die Coronaschutzverordnung an Gottesdienste andere Maßstäbe richte als an andere Aktivitäten, weist diese Anzeige nun explizit darauf hin, dass es neben dem Gottesdienst auch ein Fest gegeben habe, "an dem Essen und Getränke zu sich genommen wurden." Dies verstoße aber ausdrücklich gegen die Verordnung. "Diese Aktivitäten fallen nicht mehr in den Bereich des Gottesdienstes und verstoßen damit klar gegen die Coronaschutzverordnung. Herr Dr. Wulf hätte sich, als oberster Leiter des  Ordnungsamtes, klar dagegen aussprechen müssen", finden die beiden Antragssteller. Auch wird thematisiert, dass es Video und Tonbandaufnahmen der Veranstaltung gibt. Diese werden in der Strafanzeige als Beweismittel angeführt. Die zweite Strafanzeige befasst sich mit der Tätigkeit von Dr. Andreas Wulf. "Der Bürgermeister besucht im Augenblick viele ältere Menschen zu Geburtstagen. Selbst in der Verwaltung laufen alle mit Masken rum. Es wurden keine Abstände eingehalten und auch keine Masken getragen obwohl gesungen wurde", heißt es dort unter anderem.  Die beiden gestehen aber auch ein, dass die rechtliche Sichtweise für sie zweitrangig  sei. Vor allem das Verhalten des Verwaltungschefs, nachdem die erste Anzeige publik wurde, ärgert beide. "Wir hätten uns gewünscht, dass er sich hinstellt und zugibt, falsch gehandelt zu haben." Dass sich Wulf dann aber noch auf die Bibel berufe, während er etwas falsch gemacht habe, sei einfach zu viel gewesen. "Das macht kein Christ", erklären sie. "So etwas können wir als engagierte Christen nicht akzeptieren", betonen die Anzeigenerstatter, für die dieses Verhalten nach eigenen Angaben "das Faß zum überlaufen gebracht hat." Die beiden Strafanzeigen werden nun am Wochenende im System der Polizei erfasst und gehen dann an das Polizeikommissariat 5 nach Bad Salzuflen.  

Ein Leserbrief zu “Zwei weitere Strafanzeigen gegen Bürgermeister Wulf

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  1. Eigent­lich tun mir die bra­ven gläu­bi­gen und gut­gläu­bi­gen Bap­tis­ten in der Haus­ten­be­cker Stra­ße sehr leid !!! Sie sind durch die Machen­schaf­ten des Bür­ger­meis­ters in erheb­li­chen Miss­kre­dit gebracht wor­den. Sie haben Jahr­hun­der­te in uner­schüt­ter­li­chem Glau­ben über­lebt gegen alle Anfein­dun­gen , weil sie zusam­men­ge­hal­ten haben in ihrem Gott­ver­trau­en .…und nun müs­sen sie nach Jahr­hun­der­ten end­lich zurück in der Hei­mat erle­ben, dass sie wegen des per­sön­li­chen Mach­stre­bens einer ein­zel­nen Per­son an der Nase her­um geführt wer­den und als Stimm­vieh miss­braucht wer­den. Das ist nicht nur tra­gisch , das ist ein­fach unchrist­lich !! Ich appel­lie­re an die bra­ven guten Men­schen der Bap­tis­ten Brü­der­ge­mein­de der Haus­ten­be­cker Stra­ße , dass sie erken­nen , miss­braucht zu wer­den ! Lasst uns zusam­men­ste­hen nach dem Will­kom­men , das wir Euch gege­ben haben und lasst uns an gemein­sa­mer Zukunft in Gott­ver­trau­en arbei­ten. Aber lasst euch nicht miss­brau­chen und ver­traut nicht dem der den Namen Got­tes­für eige­ne Zwe­cke miss­braucht.

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