Erstes Gemeindemitglied erklärt: „Wir haben falsch gehandelt.”

Nach­dem die Dis­kus­sio­nen um die Teil­nah­me von Dr. Andre­as Wulf an einem Ern­te­dank­fest am Wahl­sonn­tag in den ver­gan­ge­nen Tagen hoch­koch­ten und teils mit wüs­ten Beschimp­fun­gen und Droh­an­ru­fen ein­her­gin­gen, ver­sach­lich­te sich zum Wochen­en­de hin die Debat­te.

Wäh­rend am Anfang noch über den Sinn oder Unsinn der gestell­ten Straf­an­zei­gen gegen Wulf  gestrit­ten wur­de, nah­men am Wochen­en­de die Dis­kus­sio­nen einen ande­ren Ver­lauf. Denn nun wur­de über die Fra­ge dis­ku­tiert, ob es vor­bild­lich sei, wenn der Lei­ter der Ord­nungs­be­hör­de an so einem Fest teil­nimmt und ob das Fest, da es kein Got­tes­dienst war, als sol­ches über­haupt hät­te statt­fin­den dür­fen.

Über­ein­stim­mend erklär­ten die Leser, dass Wulf die­sen Besuch nicht hät­te machen sol­len, auch wenn die­ser an einem Wahl­sonn­tag statt­ge­fun­den habe. Über­ra­schend äußer­te sich nun ein Mit­glied der Bap­tis­ten-Brü­der­ge­mein­de: „Es war falsch, so ein Fest zu ver­an­stal­ten und wir wol­len das wäh­rend der Coro­na­pan­de­mie nicht mehr in die­sem Rah­men machen”, erklärt das Gemein­de­mit­glied, das aus Sor­ge vor nega­ti­ven Kon­se­quen­zen, anonym blei­ben möch­te.

Der Glau­bens­ge­mein­schaft sei es wich­tig, mit allen August­dor­fern gut zusam­men­zu­le­ben. „Wir sind hier in einem Dorf und wol­len gut mit­ein­an­der leben”, erklärt es den Wunsch der Kir­chen­ge­mein­de. Es sei aber auch klar, dass sich die Gemein­schaft mit dem Fest gescha­det habe. „Wir hät­ten das ande­res hand­ha­ben sol­len, das Fest hät­te so nicht statt­fin­den dür­fen”, so die kla­re Aus­sa­ge. Eine Aus­sa­ge, die sich in den ver­gan­ge­nen Tagen manch einer vom Lei­ter der Ver­wal­tung gewünscht hat­te.

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Nachdem die Diskussionen um die Teilnahme von Dr. Andreas Wulf an einem Erntedankfest am Wahlsonntag in den vergangenen Tagen hochkochten und teils mit wüsten Beschimpfungen und Drohanrufen einhergingen, versachlichte sich zum Wochenende hin die Debatte. Während am Anfang noch über den Sinn oder Unsinn der gestellten Strafanzeigen gegen Wulf  gestritten wurde, nahmen am Wochenende die Diskussionen einen anderen Verlauf. Denn nun wurde über die Frage diskutiert, ob es vorbildlich sei, wenn der Leiter der Ordnungsbehörde an so einem Fest teilnimmt und ob das Fest, da es kein Gottesdienst war, als solches überhaupt hätte stattfinden dürfen. Übereinstimmend erklärten die Leser, dass Wulf diesen Besuch nicht hätte machen sollen, auch wenn dieser an einem Wahlsonntag stattgefunden habe. Überraschend äußerte sich nun ein Mitglied der Baptisten-Brüdergemeinde: "Es war falsch, so ein Fest zu veranstalten und wir wollen das während der Coronapandemie nicht mehr in diesem Rahmen machen", erklärt das Gemeindemitglied, das aus Sorge vor negativen Konsequenzen, anonym bleiben möchte. Der Glaubensgemeinschaft sei es wichtig, mit allen Augustdorfern gut zusammenzuleben. "Wir sind hier in einem Dorf und wollen gut miteinander leben", erklärt es den Wunsch der Kirchengemeinde. Es sei aber auch klar, dass sich die Gemeinschaft mit dem Fest geschadet habe. "Wir hätten das anderes handhaben sollen, das Fest hätte so nicht stattfinden dürfen", so die klare Aussage. Eine Aussage, die sich in den vergangenen Tagen manch einer vom Leiter der Verwaltung gewünscht hatte.

Leserbriefe zu “Erstes Gemeindemitglied erklärt: „Wir haben falsch gehandelt.”

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  1. Guten Abend Herr Mül­ler,
    guten Abend lie­be Leser,

    Sie haben natür­lich voll­kom­men Recht Herr Mül­ler. Es geht hier nicht um das Ver­hal­ten einer christ­li­chen Gemein­de (die ich übri­gens sehr schät­ze!) Und mei­ne Ach­tung gegen­über mei­nen Nach­barn ist mit die­sem Arti­kel gestie­gen. Es geht wie schon so oft in den letz­ten Jah­ren um die voll­kom­me­ne Unein­sich­tig­keit des (hof­fent­lich bald abge­wähl­ten) Orts­vor­ste­hers. Denn die­ser hat ja nicht nur die Mit­glie­der der CDU getäuscht, son­dern vor allem Din­gen die die ihn wäh­len. Ein­sicht, Buße und Reue sind Grund­vor­aus­set­zung für das Christ­stein! Die­se ele­men­ta­ren Bestand­tei­le (all­ge­mein­gül­ti­gen Wer­te, auf denen unser Grund­ge­setz fußt) ver­knüpft mit Nächs­ten­lie­be feh­len jedoch voll­kom­men im Han­deln des Orts­vor­ste­hers. Inso­fern bleibt noch dar­auf hin­zu­wei­sen, dass Poli­tik und Reli­gi­on unver­ein­bar sind!!!! Allei­ne die Tat­sa­che sich im wan­deln­den Gewand hie und da zu zei­gen?! Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Ein Bür­ger­meis­ter muss Garant für Ver­läss­lich­keit, Wahr­haf­tig­keit und Ein­hal­tung der Geset­ze und Ver­ord­nun­gen sein! Das ist hier schon lan­ge nicht mehr erkenn­bar! Und da wir uns immer im Krei­se dre­hen, len­ke ich den Fokus noch ein­mal auf den Her­aus­for­de­rer. Herr Kat­zer, ich wün­sche Ihnen am kom­men­den Sonn­tag alle erdenk­li­chen Stim­men zum Gewinn der Mehr­heit! So darf es nicht wei­ter gehen! Das Ergeb­nis ihrer und der ande­ren Par­tei­en am letz­ten Sonn­tag zeigt aller­dings eben­so, dass die SPD, FWG und FDP als das wahr­ge­nom­men wur­den was sie sind: Gestal­tungs­lo­se, kon­zept­lo­se und ziem­lich hilf­lo­se Frak­tio­nen! Trotz Mehr­heit haben Sie wenig bewegt! Ver­ste­hen Sie das als Auf­ruf: Man kann es BESSER machen! Es reicht nicht aus, einen lei­di­gen Orts­vor­ste­her los zu wer­den! Gestal­ten Sie end­lich!

  2. Hut ab vor dem muti­gen ehren­haf­ten Gemein­de­mit­glied der Bap­tis­ten Brü­der­ge­mein­de , der das getan hat, was man eigent­lich von dem selbst­er­nann­ten Ober­chris­ten Dr. Wulf hät­te erwar­ten dür­fen : Ehr­lich­keit und Offen­heit und Demut !!! Das sind christ­li­che Wer­te und fin­den höchs­ten Respekt !!! Man hat im Über­schwang fröh­li­cher Gemein­sam­keit in gro­ßen Gemein­schaft sich hin­rei­ßen las­sen , für ein paar Stun­den die Coro­nabe­dro­hung bei­sei­te zu schie­ben und dar­auf ver­traut, dass es gut gehen möge. Und man glaubt ihnen , dass es ihnen leid tut und wird eines Tages die­sen Feh­ler ver­zei­hen, denn das ist auch christ­lich.
    Unver­zeih­lich aller­dings ist das Ver­hal­ten des Dr. Wulf !!! Als Beam­ter mit Wohl­ver­hal­tens­pflicht und ein­ge­schwo­re­ner(!!) Hüter von Sicher­heit und Ord­nung, als eigent­lich Vor­bild für alle Bür­ger, lügt er sogar im Fern­se­hen und zeigt über­haupt kein Unrechts­be­wusst­sein und kei­ne Spur von Ein­sicht. Er hat der Brü­der­ge­mein­de gro­ßen Scha­den zugefügt.…..und dem gan­zen Dorf erst recht!!!

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