„Fressen für die Vielfalt“: Senner Pferde wieder auf der Weide

Freu­dig nähern sich die Sen­ner Pfer­de „Juwel“ und „Venus“ Klaus Stein­mei­er und Annet­te Stroh­diek, als sie sie auf der Mager­wei­de am Fur­l­bach­tal besu­chen. Thors­ten Rott, der sich um die anmu­ti­gen Tie­re küm­mert, hat gera­de fri­sches Was­ser gebracht.

Durch das Natur­schutz­groß­pro­jekt Sen­ne und Teu­to­bur­ger Wald wur­de auf dem etwa fünf Hekt­ar gro­ßen Stück Grün­flä­che eine Pfer­de­wie­se ange­legt. Auch ein klei­nes Wald­stück gehört zur Kop­pel. Jedes Jahr von Mai bis in den Herbst hin­ein leben dort Sen­ner Pfer­de. Rund um die Uhr bewei­den sie die Wie­se und sor­gen dabei für eine rei­che Arten­viel­falt. Auf der Wei­de leben näm­lich sel­te­ne Pflan­zen­ar­ten, wie die Hei­de­nel­ke und gefähr­de­te Insek­ten. Sogar das Schwarz­kehl­chen, das zu den bedroh­ten Vogel­ar­ten gehört, brü­tet dort.

Die Sen­ner Pfer­de erle­di­gen hier qua­si die Land­schafts­pfle­ge. Sie fres­sen für die Viel­falt“, erklärt Dani­el Lühr, der für die Pro­jekt­lei­tung des Natur­schutz­groß­pro­jekts Sen­ne und Teu­to­bur­ger Wald ver­ant­wort­lich ist. Die Pfer­de sor­gen dafür, dass hoch­ge­wach­se­nes Gras sel­te­nen Kräu­tern und Insek­ten nicht das Son­nen­licht stiehlt. Die Pfer­de hel­fen also beim Natur­schutz. „Die Sen­ner Pfer­de sind selbst eine alte, vom aus­ster­ben bedroh­te Haus­tier­ras­se“, ergänzt Lühr. Dadurch hilft das Pro­jekt nicht nur dem Natur­schutz, son­dern auch, ein kul­tur­his­to­ri­sches Gut in August­dorf zu bewah­ren.

Venus“ und „Juwel“ stam­men aus der Züch­tung von Annet­te Stroh­diek und Klaus Stein­mei­er. Seit 2001 züch­ten die Pfer­de­lieb­ha­ber die sel­te­ne Ras­se, die als die ältes­te deut­sche Haus­tier­ras­se gilt. Im Jahr 1160 wur­den sie das ers­te Mal nach­weis­lich erwähnt. Ihr Ursprung liegt – wie der Name ver­mu­ten lässt – in der Sen­ne, also auch in August­dorf. „Wir wol­len das Pro­jekt und die Sen­ner Pfer­de bekann­ter machen und unter­stüt­zen es des­halb“, beschreibt Annet­te Stroh­diek ihr Enga­ge­ment. Dass das Natur­schutz­groß­pro­jekt mit pri­va­ten Pfer­de­hal­tern zusam­men arbei­tet, sei etwas beson­de­res.

Venus“, „Juwel“ und ihre etwa 50 noch leben­den Ver­wand­ten gehö­ren zu einer aus­ster­ben­den Ras­se. Sie ste­hen auf der roten Lis­te der gefähr­de­ten Arten. Die Popu­la­ti­on der Sen­ner Pfer­de war aller­dings nie beson­ders groß. „Sie waren frü­her Gast­ge­schen­ke oder wur­den als Kaval­le­rie­pfer­de für Offi­zie­re genutzt“, sagt Klaus Stein­mei­er. Sie sei­en eine edle Ras­se und robus­te, viel­fäl­tig ein­setz­ba­re Tie­re. „Venus“ und „Juwels“ Fell ziert sogar die lip­pi­sche Rose. Das Gemüt der Sen­ner Pfer­de beschreibt Klaus Stein­mei­er als freund­lich und men­schen­be­zo­gen. Die Mager­wei­de in August­dorf sei ide­al für ihre Ansprü­che. Frü­her haben Tie­re sogar frei in der Sen­ne gelebt.

Noch etwa vier Wochen gra­sen „Juwel“ und „Venus“ auf der Wie­se, an der auch ein Wan­der­weg vor­bei führt. Mit Brot, Äpfel oder ähn­li­chem soll­ten sie aller­dings nicht gefüt­tert wer­den. „Wir kön­nen nicht kon­trol­lie­ren, wie viel die Tie­re bekom­men. Des­we­gen soll­te man sie damit nicht füt­tern“, warnt Stein­mei­er.

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Freudig nähern sich die Senner Pferde „Juwel“ und „Venus“ Klaus Steinmeier und Annette Strohdiek, als sie sie auf der Magerweide am Furlbachtal besuchen. Thorsten Rott, der sich um die anmutigen Tiere kümmert, hat gerade frisches Wasser gebracht.

Durch das Naturschutzgroßprojekt Senne und Teutoburger Wald wurde auf dem etwa fünf Hektar großen Stück Grünfläche eine Pferdewiese angelegt. Auch ein kleines Waldstück gehört zur Koppel. Jedes Jahr von Mai bis in den Herbst hinein leben dort Senner Pferde. Rund um die Uhr beweiden sie die Wiese und sorgen dabei für eine reiche Artenvielfalt. Auf der Weide leben nämlich seltene Pflanzenarten, wie die Heidenelke und gefährdete Insekten. Sogar das Schwarzkehlchen, das zu den bedrohten Vogelarten gehört, brütet dort.

Die Senner Pferde erledigen hier quasi die Landschaftspflege. Sie fressen für die Vielfalt“, erklärt Daniel Lühr, der für die Projektleitung des Naturschutzgroßprojekts Senne und Teutoburger Wald verantwortlich ist. Die Pferde sorgen dafür, dass hochgewachsenes Gras seltenen Kräutern und Insekten nicht das Sonnenlicht stiehlt. Die Pferde helfen also beim Naturschutz. „Die Senner Pferde sind selbst eine alte, vom aussterben bedrohte Haustierrasse“, ergänzt Lühr. Dadurch hilft das Projekt nicht nur dem Naturschutz, sondern auch, ein kulturhistorisches Gut in Augustdorf zu bewahren.

Venus“ und „Juwel“ stammen aus der Züchtung von Annette Strohdiek und Klaus Steinmeier. Seit 2001 züchten die Pferdeliebhaber die seltene Rasse, die als die älteste deutsche Haustierrasse gilt. Im Jahr 1160 wurden sie das erste Mal nachweislich erwähnt. Ihr Ursprung liegt – wie der Name vermuten lässt – in der Senne, also auch in Augustdorf. „Wir wollen das Projekt und die Senner Pferde bekannter machen und unterstützen es deshalb“, beschreibt Annette Strohdiek ihr Engagement. Dass das Naturschutzgroßprojekt mit privaten Pferdehaltern zusammen arbeitet, sei etwas besonderes.

Venus“, „Juwel“ und ihre etwa 50 noch lebenden Verwandten gehören zu einer aussterbenden Rasse. Sie stehen auf der roten Liste der gefährdeten Arten. Die Population der Senner Pferde war allerdings nie besonders groß. „Sie waren früher Gastgeschenke oder wurden als Kavalleriepferde für Offiziere genutzt“, sagt Klaus Steinmeier. Sie seien eine edle Rasse und robuste, vielfältig einsetzbare Tiere. „Venus“ und „Juwels“ Fell ziert sogar die lippische Rose. Das Gemüt der Senner Pferde beschreibt Klaus Steinmeier als freundlich und menschenbezogen. Die Magerweide in Augustdorf sei ideal für ihre Ansprüche. Früher haben Tiere sogar frei in der Senne gelebt.

Noch etwa vier Wochen grasen „Juwel“ und „Venus“ auf der Wiese, an der auch ein Wanderweg vorbei führt. Mit Brot, Äpfel oder ähnlichem sollten sie allerdings nicht gefüttert werden. „Wir können nicht kontrollieren, wie viel die Tiere bekommen. Deswegen sollte man sie damit nicht füttern“, warnt Steinmeier.

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