Die Arbeiten am Nordtor gehen in die Endphase

Die Signallam­pen leuch­ten an der Schil­der­brü­cke schon. Die Arbei­ten am Nord­tor der Kaser­ne nähern sich ihrem Ende. „In eini­gen Wochen soll es soweit sein, dann wer­den die Umbau­maß­nah­men”, da ist sich der Stand­ort­äl­tes­te Oberst Jochen Geck sicher.

Die her­aus­for­derns­te Arbeit wäh­rend der Bau­pha­se sei die Ver­le­gung der Elek­tro­nik gewe­sen. Die vier­spu­ri­ge Ein­fahrt wur­de bereits mar­kiert. „Mor­gens wer­den drei rein und eine raus füh­ren, abends zwei raus und zwei rein”, erklärt Geck die Pla­nun­gen. Damit soll dann das Ver­kehrs­cha­os, das an man­chen Tagen bis zur Wald­stra­ße reicht, der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren.

Sol­da­ten und Bediens­te­te wer­den dann mit­hil­fe eines Chips direkt auf das Kaser­nen­ge­län­de fah­ren kön­nen. Geck hat bereits einen aus­pro­biert — er fun­kio­niert.

Die Ein­fahrt nimmt Gestalt an. Foto: Wolff

Besu­cher  ohne Berech­ti­gung wer­den auf einem Park­platz vor­fah­ren und nach wie vor an der Wache eine Ein­fahrts­be­rech­ti­gung erhal­ten. „Die­ses Sys­tem haben höchs­tens eine Hand­voll Kaser­nen in ganz Deutsch­land”, so Geck. Immer­hin ist die Gene­ral-Feld­mar­schall-Rom­mel-Kaser­ne auch die größ­te deut­sche Hee­res­ka­ser­ne.

Ins­ge­samt sei man beim Umbau gut im Zeit­plan, auch wenn es klei­ne­re Ver­zö­ge­run­gen gege­ben habe. So hat­te auch Coro­na dafür gesorgt, dass die Bau­ar­bei­ten kurz­fris­tig gestoppt wer­den muss­ten, nach­dem eini­ge der Arbei­ter in Qua­ran­tä­ne gin­gen.

Aber auch ande­re Auf­ga­ben gestal­te­ten sich schwie­ri­ger als erwar­tet. „Man­che Kabel waren gar nicht auf den Plä­nen ver­zeich­net”, berich­tet der Stand­ort­äl­tes­te. So kam es schon­mal vor, dass nach Bag­ger­ar­bei­ten auf ein­mal Tei­le des Bun­des­wehr­stand­or­tes ohne Tele­fon­an­schluss waren.

Und auch für die Sicher­heit war gesorgt. „Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um hat eine Lis­te von Län­dern, die als sicher­heits­ge­fähr­dend ein­ge­stuft sind”, erklärt Geck. Die­se Län­der durf­ten an den Aus­schrei­bun­gen des Pro­jek­tes, das mit 2,2, Mil­lio­nen Euro ver­an­schlagt wur­de, nicht teil­neh­men.

Bevor die offi­zi­el­le Eröff­nung statt­fin­det, wird es einen Pro­be­be­trieb geben — und die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN wer­den natür­lich auch dabei vor Ort sein und davon berich­ten.

 

© 2020, AUGUSTDORFER NACHRICHTEN. Inhal­te sind urhe­ber­recht­lich geschützt. Wei­ter­ver­wen­dung nur mit schrift­li­cher Geneh­mi­gung der Redak­ti­on.

Die Signallampen leuchten an der Schilderbrücke schon. Die Arbeiten am Nordtor der Kaserne nähern sich ihrem Ende. "In einigen Wochen soll es soweit sein, dann werden die Umbaumaßnahmen", da ist sich der Standortälteste Oberst Jochen Geck sicher. Die herausfordernste Arbeit während der Bauphase sei die Verlegung der Elektronik gewesen. Die vierspurige Einfahrt wurde bereits markiert. „Morgens werden drei rein und eine raus führen, abends zwei raus und zwei rein”, erklärt Geck die Planungen. Damit soll dann das Verkehrschaos, das an manchen Tagen bis zur Waldstraße reicht, der Vergangenheit angehören. Soldaten und Bedienstete werden dann mithilfe eines Chips direkt auf das Kasernengelände fahren können. Geck hat bereits einen ausprobiert - er funkioniert. [caption id="attachment_9796" align="alignleft" width="300"] Die Einfahrt nimmt Gestalt an. Foto: Wolff[/caption] Besucher  ohne Berechtigung werden auf einem Parkplatz vorfahren und nach wie vor an der Wache eine Einfahrtsberechtigung erhalten. „Dieses System haben höchstens eine Handvoll Kasernen in ganz Deutschland”, so Geck. Immerhin ist die General-Feldmarschall-Rommel-Kaserne auch die größte deutsche Heereskaserne. Insgesamt sei man beim Umbau gut im Zeitplan, auch wenn es kleinere Verzögerungen gegeben habe. So hatte auch Corona dafür gesorgt, dass die Bauarbeiten kurzfristig gestoppt werden mussten, nachdem einige der Arbeiter in Quarantäne gingen. Aber auch andere Aufgaben gestalteten sich schwieriger als erwartet. „Manche Kabel waren gar nicht auf den Plänen verzeichnet”, berichtet der Standortälteste. So kam es schonmal vor, dass nach Baggerarbeiten auf einmal Teile des Bundeswehrstandortes ohne Telefonanschluss waren. Und auch für die Sicherheit war gesorgt. „Das Verteidigungsministerium hat eine Liste von Ländern, die als sicherheitsgefährdend eingestuft sind”, erklärt Geck. Diese Länder durften an den Ausschreibungen des Projektes, das mit 2,2, Millionen Euro veranschlagt wurde, nicht teilnehmen. Bevor die offizielle Eröffnung stattfindet, wird es einen Probebetrieb geben — und die AUGUSTDORFER NACHRICHTEN werden natürlich auch dabei vor Ort sein und davon berichten.
 

Schreiben Sie einen Leserbrief.

error: Der Inhalt ist geschützt!